Mit 7:2 verlor der EHC Dortmund sein letztes Heimspiel gegen die Frankfurter Löwen. Dabei konnte man sogar einige Zeit gegen den Top-Favoriten mithalten, musste aber am Ende dem dezimierten Kader Tribut zollen. Es ging furios los, im Eisstadion an den Westfalenhallen. Bereits nach 29 Sekunden konnte EHC Top-Scorer Igor Bacek, nach schönem Zuspiel durch seinen Landsmann Luskas Pek, das 1:0 für die Elche erzielen. Und die Elche hatten sogar durch Malte Bergstermann die Chance auf ein 2:0, bevor dann in der 9. Minute der Ausgleich durch Norman Martens fiel.

Wer nun dachte, dass sich die Gastgeber davon beeindruckt zeigten, sah sich getäuscht. Die Dortmunder hielten voller Leidenschaft dagegen, mussten aber in der 11. Spielminute das 2:1 durch Adam Domogalla hinnehmen.  Doch die Elche zeigten weiterhin, dass man nicht gewillt war, an diesem Abend als Kanonenfutter für die Frankfurter Profitruppe zu dienen, und Igor Bacek konnte in der 18. Minute nur mit unfairen Mitteln am 2:2 gehindert werden. Leider konnte er den daraus resultierenden Penalty nicht verwandeln, und somit mussten die Fans der Dortmunder weiterhin auf das zweite Tor warten. Dieses fiel dann aber im zweiten Drittel. In der 23. Minute konnte Lukas Pek ein schönes Zuspiel von Sascha Panek zum 2:2 verwerten. Ein Zwischenstand, den viele Eishockeyexperten im Vorfeld zu diesem Zeitpunkt sicherlich nicht erwartet hatten. Doch so langsam merkte man, dass diese Energieleistung, mit nur 13 gesunden Feldspielern an diesem Abend, Kraft gekostet hatte.

Die Frankfurter kamen nun besser ins Spiel und Peter Baumgartner konnte in der 27. Spielminute den erneuten Frankfurter Führungstreffer erzielen. Als dann, keine 60 Sekunden später, das 4:2 für die Löwen fiel, war das quasi die Vorentscheidung. Zwar versuchten die Elche auch weiterhin, den Gästen aus Frankfurt Paroli zu bieten, mit dem dezimierten Kader war es an diesem Abend jedoch nicht mehr möglich, den Gästen die Butter vom Brot zu nehmen. Zwar stemmte man sich weiterhin voller Leidenschaft gegen eine Niederlage, doch drei weitere Tore sorgten dann für den 7:2 Endstand. Fazit: Die Elche boten gegen den Top-Favoriten aus Frankfurt, mit nur 13 Feldspielern und damit 5 Spielern weniger als der Gegner, eine tolle kämpferische Leistung und man konnte im ersten Drittel sogar spielerisch mithalten.  Danach war aber der Kräfteverschleiß zu groß, um die durchgängig mit Top-Spielern besetzten Frankfurter Löwen ernsthaft in Gefahr zu bringen.

So sahen es nach dem Spiel auch die beiden Trainer:

Frank Gentges ( Löwen Frankfurt ): „Wir haben uns am Anfang schwer getan. Wir hatten zuletzt zwei Teams gegen die wir 14:1 und 28:0 gewonnen haben, und dann kamen auch noch die Weihnachtstage dazwischen. Wir waren nicht mehr im Rhythmus. Dortmund hat das gut gemacht, geschickt verteidigt, und die Räume um das Tor gut zugemacht. Am Ende haben wir aber verdient gewonnen.“

Krystian Sikorski ( EHC Dortmund ): „Ich bin unglaublich stolz auf mein Team. Was wir mit dem kleinen Kader geleistet haben, ist aller Ehren wert. Im ersten Drittel waren wir sogar auf Augenhöhe. Man kann auch nach Niederlagen stolz auf sein Team sein, heute ist so ein Tag.“

Tore:
1:0 Bacek ( Pek, Turnwald ) 00:29
1:1 Martens ( Pohanka, Fiedler ) 08:40
1:2 Domogalla ( Mayr, Kreuzmann ) 10:18
2:2 Pek ( Panek, Bacek ) 23:32
2:3 Baumgartner ( Mayr, Fiedler ) 26:55
2:4 Schmid ( Liesegang, Rumpel ) 27:19
2:5 Fiedler ( Pohanka, Schmerda ) 36:06
2:6 Schmid ( Liesegang, Kirschbauer ) 41:11
2:7 Liesegang ( Rumpel, Schmid ) 43:47

Strafminuten: Dortmund 10 – Frankfurt 4

Zuschauer: 725

Aufstellung Dortmund:
Kristian ( TW ), Themm S. (TW n. eing.) Bitter, Turnwald, Panek, Hirtreiter, Sondern, Themm B., Alda, Pek, Bacek, Berstermann, Gabler, Haaf, Licau.

PM: EHC Dortmund

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