Wenn es in dieser Saison einen Gegner gibt, der den Elchen überhaupt nicht liegt, dann sind es die Kassel Huskies. Auch am Sonntag gab es wieder eine deutliche 15:1 Niederlage. Es war eigentlich alles wie immer, wenn man in dieser Saison gegen die Huskies spielt. Die Mannschaft des EHC nimmt sich vor, dem übermächtigen Gegner das Leben so schwer wie möglich zu machen, was ja auch schon eindrucksvoll gegen Bad Nauheim, Frankfurt und Duisburg gelang. Doch auch dieses Mal lag man nach knapp zwei Minuten schon 0:2 in Rückstand.

Mit dieser beruhigenden Führung im Rücken, ist es dann für einen Aufstiegsfavoriten und aktuellen Meister der Oberliga West, natürlich ein Leichtes, das eigene Spiel zu zelebrieren. Nicht dass die Elche nicht gekämpft hätten, aber gegen eine einmal in Fahrt gekommene Kasseler Mannschaft, ist dann einfach kein Blumentopf mehr zu gewinnen. Einzig im letzten Drittel konnten die Mannen von Trainer Krystian Sikorski das Spiel offener gestalten, was nicht zuletzt daran lag, dass die Kassler nun einen Gang zurück schalteten.

Neben der hohen Niederlage gab es einen weiteren Wermutstropfen in der Partie. Torhüter Steve Themm, der bis dahin mal wieder hervorragend gehalten hatte, kassierte beim 12. Gegentreffer einen Schlag gegen den Kopf, als er sich waghalsig in den Schuss von Kyle Doyle warf. Der Goalie blieb sekundenlang regungslos und bewußtlos auf dem Eis liegen und musste direkt die Fahrt in ein Kasseler Krankenhaus antreten. Erste Diagnose: Gehirnerschütterung. Um weitere Komplikationen auszuschließen muss Steve Themm eine Nacht zur Überwachung im Krankenhaus bleiben.

„Wir wünschen Steve, auch im Namen einiger Kasseler Fans, die uns per Mail geschrieben haben, dass er schnell wieder gesund wird“, so Pressesprecher Thomas Rendschmidt.

Stimmen zum Spiel:

Uli Egen ( Kassel Huskies ): „Wir sind schnell gut ins Spiel gekommen, und wir sind mit dem Spiel und dem Ergebnis sehr zufrieden.“

Krystian Sikorski ( EHC Dortmund ): „Eine Profitruppe wie Kassel ist im Moment einfach nicht unser Maßstab. Natürlich ärgern sich die Jungs jetzt in der Kabine über die Niederlage. Aber jetzt gilt es, den Blick nach vorne zu richten und am Freitag gegen Hamm drei Punkte zu holen.“

Tore:

1:0 Klinge ( Sikora, Christ ) 00:30
2:0 Albrecht ( Kostyrev, Engel ) 02:20
3:0 Heinrich, A. ( Klinge, Sikora ) 07:31
4:0 Willaschek ( Snetsinger, Schwab ) 11:22
5:0 Heinrich, A. ( Klinge, Christ ) 12:30
6:0 Snetsinger ( Willaschek, Albrecht ) 17:45
7:0 Snetsinger ( Schwab, Willaschek ) 18:23
8:0 Albrecht ( Kostyrev, Kreuzer ) 22:57
9:0 Schwab ( Albrecht, Pantkowski ) 25:36
10:0 Kostyrev ( Reiss, Kreuzer ) 31:34
11:0 Valenti ( Sikora, Christ ) 32:08
11:1 Pek ( Linda, Haaf ) 32:23
12:1 Doyle ( Snetsinger, Pantkowski ) 32:41
13:1 Christ ( Klinge, Engel ) 38:58
14:1 Doyle ( Reiss, Schwab ) 52:39
15:1 Snetsinger ( Doyle, Valenti ) 57:39

Strafminuten: Kassel 10 – Dortmund 6

Zuschauer: 2493

Aufstellung Dortmund: Themm S. ( TW ), Kristian ( TW ab 32:41) Linda, Bitter, Turnwald, Panek, Sondern, Themm B., Alda, Pek, Bacek, Berstermann, Gabler, Schulz, Scharfenort, Haaf, Licau.

PM: EHC Dortmund

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.