Aufgrund der Schultereckgelenksprengung von Mittelstürmer Manuel Strodel, die er sich Mitte Dezember bei einem DEL-Einsatz mit der DEG in Köln zuzog, waren die Füchse-Verantwortlichen seit knapp zwei Wochen intensiv auf der Suche nach einer Verstärkung gewesen. „Insgesamt können wir mit dem Defensivverhalten unserer Spieler bisher zufrieden sein, allerdings schießen wir zu wenig Tore. Bereits Ende November hatten wir begonnen uns nach einem geeigneten Mittelstürmer umzusehen.

Nach der Verletzung von Manuel, der wohl erst im Februar wieder spielen wird, bestand nun akuter Handlungsbedarf. Gegen die hessischen Teams sind uns trotz guter Chancen in sechs Spielen nur sieben Tore gelungen. Das ist zu wenig, um bestehen zu können“, erläuterte Sportdirektor Matthias Roos die Situation der Füchse. Nach dem Heimspiel gegen die Kassel Huskies wurde gestern Abend der neue Mittelstürmers vorgestellt. Dabei handelt es sich um den 28 jährigen US-Amerikaner T. J. Fox, der vor zwei Jahren erstmals in Deutschland spielte und in 47 Bundesliga-Spielen für die Hannover Indians 14 Tore erzielte und weitere 17 Treffer vorbereitete. Letzte Saison bestritt der Linksschütze 63 Spiele für die Fort Worth Brahmas in der CHL und sammelte dabei 55 Punkte (18 Tore, 37 Vorlagen). Mit einem beeindruckenden Wert von + 21 führte er die teaminterne +/- Statistik deutlich an. „Wir hatten einen Mittelstürmer an der Seite von Clarke Breitkreuz benötigt und sind überzeugt, dass T. J. hervorragend mit Clarke harmonieren wird. Daniel Schmölz könnte die Angriffsformation komplettieren“, so Roos weiter.

Gegen Tabellenführer Kassel mussten sich die Duisburger mit 1-5 geschlagen geben. Dies lag zum Einen am überragenden Manuel Klinge, der sein Team bereits nach 22 Sekunden in Führung brachte und an allen fünf Gäste-Toren beteiligt gewesen ist. Zum Anderen am harmlosen „Powerplay“ der Füchse und der mangelnden Chancenverwertung. Trotz acht Minuten in Überzahl allein im ersten Drittel musste Huskies-Goalie Benjamin Finkenrath lediglich sechs Torschüsse in dieser Phase des Spiels entschärfen. Huskies-Verteidiger Sven Valenti traf nach präzisem Zuspiel von Manuel Klinge in der 16. Spielminute zum vorentscheidenden 0-2 aus Sicht der Gastgeber. „Es ist bitter bereits im ersten Wechsel in Rückstand zu geraten, allerdings hätten wir aufgrund der Überzahlsituationen zumindest zum Ausgleich kommen müssen. Leider waren wir dazu heute nicht in der Lage und agierten insgesamt zu harmlos, um Kassel in Bedrängnis zu bringen. Letztlich hat ein überragender Manuel Klinge den Unterschied ausgemacht“, fasste Trainer Franz Fritzmeier die Partie zusammen. Petr Sikora (25.), Manuel Klinge (31.) und Michael Christ (44.) sorgten für die Huskies-Tore drei bis fünf. Daniel Schmölz gelang in der 46. Spielminute zumindest noch der Ehrentreffer für die Gastgeber.

Ab Montag werden für die qualifizierten acht Teams Punkte und Tore wieder auf Null gestellt. Nun geht es für die Füchse in der Endrunde der Oberliga West um einen Platz unter den ersten Vier. Am Auftaktwochenende sind Krefeld am 04. Januar und Bad Nauheim am 06. Januar die Gegner der Duisburger.

Tore:
0-1 (00:22) Manuel Klinge (Petr Sikora, Michael Christ) 5-5
0-2 (15:58) Sven Valenti (Manuel Klinge, Alexander Heinrich) 5-5
0-3 (24:49) Petr Sikora (Manuel Klinge, Michael Christ) 5-5
0-4 (30:40) Manuel Klinge 4-5
0-5 (43:08) Michael Christ (Alexander Heinrich, Manuel Klinge) 5-4
1-5 (45:12) Daniel Schmölz (Dennis Fischbuch, Benjamin Hanke) 5-5

Strafen:
Duisburg 12 + 10 (Denis Fominych) // Kassel 18

Zuschauer: 892

PM: EV Duisburg

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.