Bissendorfer Panther verlieren trotz Aufholjagd und starker Leistung. Nach der Schlusssirene stand aber eine unglückliche 9:12 (3:4, 4:3, 2:5)-Niederlage gegen den SHC Rockets Essen in der 1. Inline-Skaterhockey Bundesliga auf der Videoanzeigetafel.

Insgesamt 22 Minuten (exklusive eine persönliche zehnminütige Strafe gegen Sebastian Miller) mussten die Wedemärker am vergangenen Samstag in Unterzahl bewältigen, mehr als ein komplettes Drittel. Dass Spiele in Unterzahl unmöglich gewinnen werden können, ist vielerorts im Hockeysport bekannt. Wenn man trotzdem neun Tore schießt und die Mehrzahl der Strafen äußerst fragwürdig ausgesprochen wurde, lässt dies immerhin an die Moral der Mannschaft glauben, dennoch macht es solch eine Niederlage umso verständnisloser. Die Unparteiischen zeigten dabei alles andere als eine klare Linie. Auf beiden Seiten wurden die Zweikämpfe gleichermaßen hart geführt, doch wenn auf Foul entschieden wurde, so traf es überwiegend die Pantherspiele, die in die Kühlbox geschickt wurden. Hinzu kamen zweifelhafte Entscheidungen, wie eine Bankstrafe gegen die Bissendorfer, obwohl alle wechselnden Spieler bereits auf der Bank waren. Fünf ihrer zwölf Tore erzielten die Gäste aus Nordrhein-Westfalen in Überzahl, hinzu kam das kräftezehrende Unterzahlspiel. „Solch enge Spiele in der 1. Bundesliga so vorteilhaft für eine Mannschaft zu pfeifen, ist in dieser Liga entscheidend“, äußerte der Trainer der Bissendorfer Darian Abstoß im Interview mit dem hannöverschen Radiosender Leinehertz seinen Unmut. „Hinzu kamen auch noch doofe Strafen. Die Jungs wissen das und sind trotzdem weiterhin guter Dinge, da wir diese Saison die Spiele nie klar verloren haben“, so der Trainer weiter. Auffällig ist es nichtsdestotrotz, denn die Panther gehörten die Jahre zuvor immer zu den fairsten Mannschaften der Liga. Nach Ablauf der vorherigen Spielzeit hatten die Raubkatzen gerade einmal 202 Strafminuten. Nur Augsburg hatte mit 177 Minuten weniger. Nun stehen nach zehn absolvierten Spielen bereits 173 Strafminuten auf dem Konto.

Dabei fing das Spiel vielversprechend an. Die Panther gingen durch Marcel Knoke mit 1:0 in Führung, ehe Essen kurzzeitig auf 1:3 davonzog. Die Heimmannschaft steckte keineswegs auf und konnte bei einem weiteren gegen Gegentreffer durch Stephan Nebel und Tommy Sellmann zweimal verkürzen, sodass es mit einem 3:4-Rückstand in die erste Drittelpause ging. Im zweiten Drittel konnten die Gäste durch zwei Überzahltore ihre Führung auf 3:6 ausbauen. Direkt im Gegenzug starteten die Panther eine sehenswerte Aufholjagd. Innerhalb von dreieinhalb Minuten drehten Tim Marek, Patrick Baude und zweimal Sebastian Miller die Partie und waren eine Minute vor Ablauf des Mittelabschnitts mit 7:6 abermals in Führung gegangen. Allerdings konnten die Rockets, ebenfalls im direkten Gegenzug nach einem Gegentreffer, das Spiel 47 Sekunden vor der Pause wieder ausgleichen. 15 Sekunden dauerte es dann im Schlussdrittel, als Sebastian Miller durch einen seiner berüchtigten Alleingänge die erneute Führung für Bissendorf markierte. Die Panther konnten in einer weiteren Unterzahl diese Führung nicht halten. Essen drehte darüber hinaus das Spiel und erhöhte bis knapp vier Minuten vor Schluss auf 8:11. Tim Marek verkürzte noch auf 9:11, worauf die Panther ihren Torhüter für einen extra Feldspieler vom Feld nahmen. Dies half aber nicht mehr und die Gastmannschaft kam noch zu einem Treffer ins leere Tor zum 9:12 Endstand.

Festzuhalten bleibt, dass diese junge Panthermannschaft nie resigniert und jedes Mal in der Lage ist, sich zurück zu kämpfen. Obgleich der Niederlage stehen die Wedemärker weiterhin auf dem achten Rang in der Tabelle und somit auf einem Play-off Platz. Nächste Woche Samstag empfangen die Raubkatzen die Highlander aus Lüdenscheid. Auch dieses Spiel verspricht im Vorfeld viel Spannung.

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