Ein spannendes Spiel wurde angekündigt – und die Eisadler Dortmund machten es (erneut) spannend. Dass am Ende der 10. Sieg im 10. Meisterschaftsspiel dabei herauskam spricht für die Überlegenheit des Teams von Adler-Coach Krystian Sikorski in der NRW Liga.

Der 4:1-Erfolg gegen den EHC Troisdorf wurde allerdings erst in den letzten vier Minuten endgültig gesichert. Bis dahin hatten die Zuschauer zwar bis kurz vor der ersten Drittelpause eine überlegene Heimmannschaft an der Strobelallee gesehen, ein Ruhekissen bedeutete die bis dahin erzielte 2:0-Führung aber nicht. Im Gegenteil, schon vor der ersten Pausensirene kamen die Troisdorfer stark auf und beschäftigten die Eisadler auch im zweiten Abschnitt mehr als erwartet. Deshalb war der 2:1-Anschlusstreffer auch keine sehr große Überraschung. In den letzten Zwanzigminuten nahmen die Dortmunder das Zepter wieder klarer in die Hand, ohne allerdings gefährliche Gästekonter gänzlich zu verhindern. Die Entscheidung fiel dann in der 56. und 59. Minute – also Spannung bis zum Ende, aber Fortsetzung der Adler-Siegesserie in der NRW Liga.

Das 1:0 der Eisadler fiel bereits in der 5. Spielminute, als Malte Bergstermann ein schönes Zuspiel von Kapitän Niko Bitter verwandeln konnte. Der Vorlagengeber war es dann in der 11. Minute selber, als er sich mit einer gekonnten Einzelaktion von der linken Seite kommend durchsetzen und erfolgreich zum 2:0 abschließen konnte. Weitere gute Angriffe dokumentierten die Dortmunder Überlegenheit, aber entweder fehlte das Schussglück oder der Troisdorfer Torhüter Dominik Liesenfeld rettete mit guten Reflexen und motivierte so sein Team zu immer gefährlicheren Angriffen.

Die waren dann in der 28. Minute vom Erfolg gekrönt. In Überzahl kamen die Gäste im Nachschuss durch Verteidiger Dominik Klein zum 2:1-Anschlusstreffer. In der 34. Minute hätte Troisdorf sogar einen Penalty bekommen können, das Schiedsrichtergespann beließ es aber nur bei einer Zweiminutenstrafe gegen die Eisadler. Zum Ende des 2. Abschnitts drehte sich dann das Blatt wieder deutlich zugunsten der Adler, vor allem als in der 38. Minute ein Gästespieler nach hohem Stock mit Verletzungsfolge vorzeitig unter die Dusche musste.

Aber auch ein doppeltes Überzahlspiel brachte (vorerst) noch keine Ergebnisverbesserung für die Gastgeber. Ein Beinahe-Tor für die Eisadler in der 46. Minute und ein siegreicher In-Fight vom Dortmunder Nils Sondermann gegen den Troisdorfer Torschützen Dominik Klein brachten weitere Spannungselemente ins Spiel, die sich auch nicht löste, als die Adler in der 56. Minute im Nachschuss das leere Tor nicht trafen.

Aber nur 18 Sekunden nach dieser Aktion spielte dann Torhüter Christian Lüttges den Puck auf Verteidiger Werner Heinrich, der gab das Spielgerät weiter an Stürmer Dominik Ballnus und der hämmerte von der linken Seite hinein ins Torglück zum 3:1. Den Schlusspunkt setzte dann Michael Alda 118 Sekunden vor der Schlusssirene zum 4:1-Endstand – ein verdienter Sieg der Dortmunder Eisadler, mit den entsprechenden Spannungsmomenten und einem durchaus respektablen Gegner von der rechten Rheinseite aus dem Rhein-Sieg-Kreis.

Torfolge:
1:0 (04:09) Malte Bergstermann (Niko Bitter, Nils Sondermann)
2:0 (10:18) Niko Bitter
2:1 (27:43) Dominik Klein (Dano Janßen, Mario Wonde) +1
3:1 (55:59) Dominik Ballnus (Werner Heinrich, Christian Lüttges)
4:1 (58:02) Michael Alda (Dominik Ballnus) -1

Strafzeiten: Dortmund 12 Minuten – Troisdorf 21 Minuten + Spieldauer Constantin Nocker

Aufstellung Dortmund
Lüttges (TW), Dräger (TW – nicht eingesetzt), Branz, Domula, Deutsch, Oster, Sondermann, Kuznetzov, Rangen, Heinrich, Berger, Kühl, Bitter, Gruchot, Alda, Kuntu-Blankson, Bergstermann, Wichern, Rinke, Ballnus

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