Bereits vor dem letzten Spiel gegen die Hammer Eisbären war den Dortmunder Eisadlern die Tabellenführung in der NRW-Liga nicht mehr zu nehmen. Trotzdem nahm das Team auch das letzte Meisterschaftsspiel der Saison 2013/14 nicht auf die leichte Schulter, und feierte im Anschluss an den 19:3 Erfolg die gewonnene Meisterschaft mit den Fans auf dem Eis.

Es sollte ein besonderer Abend werden für die Eisadler, dieser 23.02.2014. Neben dem mittlerweile zum Repertoire gehörenden Einlauf mit den Bambinis, kam zum ersten Mal in dieser Saison auch die pyrotechnische Begleitung der Firma “Feuerbändiger“ aus Dortmund zum Einsatz. Zudem hatten viele Gäste aus Politik und Medien auf den Tribünen Platz genommen, um gemeinsam mit den Eisadlern die erste Meisterschaft der noch jungen Vereinsgeschichte zu feiern. Doch vor der Feier war noch ein letztes Ligaspiel zu absolvieren, und zwar gegen die Eisbären aus Hamm. Doch anstelle zweier unterschiedlicher Teams, sahen die Zuschauer erst einmal nur die Farben der Eisadler auf dem Spielfeld. Der Grund war schnell geklärt: Die Gegner aus Hamm waren ohne eigenen Trikotsatz angereist, und zogen zum Spiel das Auswärtstrikot der Dortmunder über, die diese natürlich gerne bereitgestellt hatten. Man hilft sich halt untereinander in der Eishockeyszene.

Und noch bevor die Zuschauer Heim- und Auswärtsmannschaft sortiert hatten, klingelte es bereits das erste Mal im Tor der Gäste. Constantin Wichern eröffnete das Schützenfest des Abends und am Ende siegten die Eisadler gegen aufopferungsvoll kämpfende Eisbären, in einem immer fairen Spiel, mit 19:3. Doch nicht nur das letzte Spiel begeisterte die Zuschauer, sondern in den Drittelpausen sorgten auch die Eiskunstläuferin Marina Kalicanin, sowie die Eistänzer Florence Clarke und Tim Dieck für Abwechslung auf dem Eis und ernteten den verdienten Applaus von den Rängen.

Nach dem Spiel folgte dann der Moment, auf den alle Zuschauer in den letzten Monaten hin gefiebert haben. Ligaleiter Markus Schweer überreichte Kapitän Niko Bitter den Pokal, der die erreichte Meisterschaft besiegelte. Neben dem Landesverband zählte auch Oberbürgermeister Ulrich Sierau zu den ersten Gratulanten auf dem Eis. Unter dem Jubel der Fans fuhr die Mannschaft eine erste Ehrenrunde, bevor auch der Meistertrainer Krystian Sikorski von den Zuschauern auf das Spielfeld gerufen wurde, den das Team sofort mit einer erfrischenden Bierdusche empfang.

Das war Freude pur nach einer harten umkämpften Saison, und auch die Zuschauer sollten noch einmal Grund zum Jubeln haben, wurde unter ihnen doch noch Eintrittskarten für das DFB-Pokalfinale in Berlin verlost. Nach dem damit abgeschlossenen offiziellen Teil, wurde nun das Eis für die Fans geöffnet und die nahmen die Chance gerne wahr, einmal hautnah mit ihren “Aufstiegshelden“ zu sprechen, zu feiern oder sich das ein oder andere Trikot signieren zu lassen. Aber nicht nur das Eis wurde geöffnet, sondern auch die Zapfhähne der Gaststätte öffneten sich und es gab Freibier für den treuen Anhang der Eisadler. Nach diesem gelungenen Abend waren sich dann alle Verantwortlichen einig, dass sich die Strapazen der vergangenen Monate gelohnt haben. Noch vor einem Jahr konnte man sich nicht sicher sein, ob es jemals wieder Eishockey in Dortmund geben würde.

Der Vorstand und das Team der Eisadler möchten sich an dieser Stelle bei den Fans bedanken, die durch Ihre Unterstützung am gestrigen Abend und während der gesamten Saison bewiesen haben: Eishockey in Dortmund hat eine Zukunft! Aber auch sportlich geht es nach der gewonnen Meisterschaft noch weiter. Es folgen nun die Spiele um den Regionalligapokal, bei denen sich die Eisadler mit erfahrenen Regionalligisten messen können.

Das erste Spiel der Pokalrunde findet am 28.02.2014 um 20:00 Uhr im Eisstadion an der Strobelallee statt. Gegner ist dann die Soester EG. Die Partien werden mit Hin- und Rückspiel absolviert, und es kommt die Mannschaft weiter, die das bessere Gesamtergebnis hat. Das Rückspiel in Soest bzw. Möhnesee ist dann am Sonntag um 19:00 Uhr.

Tore:
1:0 Wichern (Kuntu-Blankson, Alda) 01:06
2:0 Sondermann ( Bergstermann, Ballnus) 12:27
3:0 Ballnus (Bergstermann, Berger) 16:11
4:0 Bergstermann (Bitter, Sondermann) 18:01
5:0 Oster (Hill, Hüning) 18:16
6:0 Kuntu-Blankson (Wichern, Alda) 21:35
7:0 Ballnus (Bergstermann, Berger) 24:00
8:0 Branz (Oster, Heinrich) 29:18
9:0 Alda (Kuntu-Blankson, Wichern) 32:23
9:1 Cicigin (Berg, Feske) 34:44
10:1 Wichern (Kuntu-Blankson, Alda) 35:36
11:1 Bergstermann (Sondermann, Berger) 36:54
12:1 Wichern (Alda, Domula) 38:42
12:2 Mösch (Mende) 43:45
13:2 Bergstermann (Bitter) 44:36
14:2 Hill (Kuntu-Blankson) 46:20
15:2 Ballnus (Bitter) 52:32
16:2 Heinrich (Oster, Hüning) 54:36
17:2 Bitter (Bergstermann, Berger) 56:07
17:3 Kondrun (Cicigin, Strube) 58:57
18:3 Berger (Sondermann) 59:20
19:3 Bitter (Bergstermann, Berger) 59:57

Strafminuten:Dortmund 6 – Hamm 6
Zuschauer: 561
Aufstellung: Dräger, Breitfeld (TW nicht einges.) Branz, Domula, Oster, Sondermann, Heinrich, Kolberg, Berger, Bitter, Hill, Hüning, Alda, Kuntu-Blankson, Bergstermann, Wichern, Rinke, BallnusAbschlusstabelle

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