Auch im zwölften Spiel der NRW-Liga bleiben die Eisadler ungeschlagen. Die Dortmunder gewannen das Derby gegen Herne mit zwar mit 5:2, der Weg zum Sieg war aber steiniger, als viele wahrscheinlich im Vorfeld vermutet hatten. Vielleicht wäre das Spiel einfacher geworden, wenn die Eisadler ihre erste Großchance nach nur 3 Sekunden verwandelt hätten. So aber nahm das Spiel einen Verlauf, in dem man der Truppe von Trainer Krystian Sikorski anmerkte, dass sie eine vierwöchige Spielpause hinter sich hatte. Gegen defensiv eingestellte Herner, war man zwar die überlegene Mannschaft, an der gegnerischen blauen Linie war dann aber meistens Schluss. Zu dicht stand das Abwehrbollwerk der Gäste und wenn dieses einmal überwunden wurde, war da noch ein hervorragend aufgelegter Gästegoalie Sven Domkowski, der die Chancen der Eisadler zunichtemachte.

Aber auch Christian Lüttges auf Dortmunder Seite bekam einige Gelegenheiten, seine Klasse unter Beweis zu stellen, denn wenn die Herner mal zu Kontern kamen, waren die durchaus gefährlich. Und mit einem dieser Konter gingen die Gäste dann auch in Führung. In der 28. Minute konnte Andrej Karmancikov ein Zuspiel von Nikolai Tsetkov zur Führung der Gäste verwerten. Damit hatten wohl die wenigsten vor dem Spiel gerechnet. Und die verdutzten Zuschauer mussten weitere sechs Minuten warten, ehe es zum verdienten Ausgleich der Eisadler kam. Fünf Minuten vor Ende des zweiten Drittels war es Marc Kolberg der zum 1:1 Pausenstand einnetzte.

Somit musste das letzte Drittel die Entscheidung in diesem Derby bringen. Doch auch hier taten sich die Dortmunder in den ersten Minuten schwer, den Abwehrriegel der Herner zu knacken. In der 48. Minute war es dann aber soweit. Felix Berger erzielte auf Zuspiel von Roberto Rinke das erlösende 2:1. Jetzt hatten die Eisadler Blut geleckt, und konnten innerhalb von zwei Minuten das Spiel entscheiden. Dominik Oster und Nikolas Bitter reihten sich in die Riege der Torschützen ein, und erhöhten den Spielstand auf 4:1.

Zwar konnten die Gäste knapp vier Minuten vor Schluss noch einmal den Anschlusstreffer erzielen, nur 20 Sekunden später stellte Malte Bergstermann den alten Drei-Tore-Abstand wieder her, und die Eisadler gewannen das Spiel mit 5:2.

Fazit: Die mit nur 12 Feldspielern angereisten Gäste machten den Eisadlern das Leben wirklich schwer. Doch auch Spiele, in denen man als Favorit aufs Eis geht, und bei denen sich die “Fachleute“ nur noch über die Höhe des Sieges unterhalten, müssen erst einmal gewonnen werden. Dass bei einem solchen Spiel, zudem noch einem Derby, auch der “Underdog“ mal über sich hinauswachsen kann, ist sicherlich nicht nur aus dem Eishockey bekannt. Trotzdem haben die Eisadler das Spiel gewonnen, und bleiben somit auch im 12. Meisterschaftsspiel ungeschlagen.

Beste Voraussetzungen also, um in die vielleicht wichtigste Woche der noch jungen Vereinsgeschichte zu gehen. Am Freitag, beim vorgezogenen Auswärtsspiel in Hamm, kann man bei einem Sieg bereits den Aufstieg klarmachen. Und am Sonntag kommt es im heimischen Eisstadion zum Spitzenspiel gegen Bergisch Land, das wohl eine vorentscheidende Rolle im Kampf um die Meisterschaft einnehmen wird. Die Fans sollten sich also den Sonntag ab 19:00 Uhr reservieren. Es könnte eine Menge zu feiern geben, wenn es gut läuft, an diesem Abend.

Tore:
0:1 Karmancikov (Tsvetkov, Erdmann) 28:09
1:1 Kolberg (Ballnus) 34:24
2:1 Berger (Rinke, Domula) 48:34
3:1 Oster (Ballnus) 49:39
4:1 Bitter (Kuntu-Blankson, Domula) 50:17
4:2 Damm (Happe) 56:12
5:2 Bergstermann (Kuntu-Blankson, Bitter) 56:36

Strafminuten: Dortmund 4 – Herne 2

Aufstellung Dortmund
Lüttges (bis 31. Minute), Dräger (ab 31. Minute), Branz, Domula, Deutsch, Oster, Rangen, Heinrich, Kolberg, Berger, Bitter, Hüning, Kuntu-Blankson, Bergstermann, Wichern, Rinke, Ballnus

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