(mb) Nach neun ungeschlagenen Spielen in Folge musste der IHC Atting am Sonntag wieder eine Niederlage hinnehmen. Beim Vorletzten Commanders Velbert verlor die Mannschaft von Trainer Jürgen Amann deutlich mit 6:13 (0:6, 2:4, 4:3), bleibt aber an der Tabellenspitze.

Juniorenspieler Dominik Nissen erzielte in Velbert ebenso wie Tim Bernhard zwei Tore. Foto: Michael Kinseher

Mit den Worten „Pleiten, Pech und Pannen“ fasste der Coach die Niederlage zusammen. Den Wölfen wollte an diesem Tag gar nichts gelingen, so sei auch das hohe Ergebnis vertretbar. „Ein verspäteter Spielbeginn aufgrund fehlender Schiedsrichter, ein  Skatebruch von Martin Deichslberger im zweiten Abschnitt, unnötige Strafzeiten, in denen wir sechs Gegentore kassiert haben und ein starker Gegner – für uns kam diesmal alles Schlechte zusammen.“ Auf der anderen Seite klappte bei den Commanders fast alles. Wie von Amann befürchtet, platzte ausgerechnet gegen den IHC beim Vorletzten der Knoten. „Sie haben sich ihren Frust über die knappen Niederlagen von der Seele geschossen.“ Vor diesem Szenario hatte Amann bereits im Vorfeld des Spieles gewarnt. Dass es letztlich so weit kommen konnte, lag aber in erster Linie an den Wölfen selbst. „ Wir waren heute einfach nicht bereit für den Gegner, im Kopf und in den Beinen müde, kamen so nicht in die Zweikämpfe und waren ständig einen Schritt zu langsam. “ Und in der Tat, das Spiel fand für die Attinger bereits sein Ende, bevor es richtig begonnen hatte.

Nach einem desaströsen ersten Drittel lag man bereits aussichtslos mit 0:6 in Rückstand, dabei wurde man förmlich von den Commanders überrollt. Im zweiten Abschnitt kam man zwar etwas besser in Spiel, während man vorne jedoch reihenweise Chancen vergab, klingelte es im eigenen Kasten in schöner Regelmäßigkeit. Das Schlussdrittel gehörte zwar dann rein ergebnistechnisch den Wölfen, am klaren Sieg der Velberter änderte dies nicht mehr viel. Am Ende musste man der Amann-Truppe aber zumindest etwas zu Gute halten, dass die Velberter mit drei Reihen permanent Druck machen konnten, die Wölfe ihrerseits wieder einmal nur zwei Reihen zur Verfügung hatten und zwischendurch nur noch zwei nominelle Verteidiger auf dem Feld standen. Wie schon in den vergangenen Wochen war dies ein Kraftakt, der diesmal nicht mehr gut ging.

„Klar, das war sicher die mit Abstand schwächste Leistung in dieser Saison. Letztlich heißt es aber Mund abwischen und wieder nach vorne schauen“, so Amann, der aber auch feststellen musste, dass für das junge Attinger Team Ausfälle von erfahrenen Leistungsträgern wie Wolfgang Hiendl oder Markus Edenhofer auf Dauer nicht einfach so wegzustecken sind. Auf deren Rückkehr hofft der Trainer in zwei Wochen zum Heimspiel-Kehraus. Der Vorsprung auf Schwabmünchen und Merdingen bleibt bei fünf Punkten konstant. Die Merdinger treffen vor dem Spiel in Straubing am 8. Juli zweimal auf den TSV Bernhardswald, haben also ebenfalls schwere Aufgaben vor sich. Die Attinger müssen vor dem Merdingen-Spiel am 7. Juli zu Hause gegen die Langenfeld Devils ran. Der erste Absteiger steht unterdessen schon fest: Die Mannheim Monsters haben sich aus der Liga zurückgezogen.

Velbert: Werner – Winzen, Schlüter, Doden, Hoffmann, Jakobowski, Joppe, Langer, Luchtenberg, Mersmann, Pickhardt, Schmitz, Utz; Atting: Jauernig – Tkocz, Deichslberger; R. Kuhnle, Rothhammer – Hillmeier, Wolf; Bernhard, Prasch; Nissen, Liebl;

Tore: 1:0 (6:46) Langer (Jakobowski), 2:0 (7:43) Doden, 3:0 (11:11) Schmitz (Langer – 4:3), 4:0 (13:12) Doden – 4:3, 5:0 (16:49) Utz (Doden – 4:3), 6:0 (18:37) Winzen (Pickhardt – 3:3), 7:0 (23:07) Langer (Mersmann), 7:1 (25:09) Bernhard (Rothhammer – 4:3), 8:1 (28:11) Luchtenberg (Doden), 8:2 (30:32) Wolf (Hillmeier), 9:2 (33:35) Pickhardt (Utz – 4:3), 10:2 (38:44) Pickhardt (Doden – 4:3), 10:3 (41:51) Nissen (Hillmeier – 4:3), 11:3 (43:29) Pickhardt (Doden), 12:3 (45:12) Doden (Pickhardt – 4:3), 13:3 (55:05) Doden (Schmitz), 13:4 (57:54) Bernhard (Tkocz), 13:5 (58:23) Nissen (Prasch), 13:6 (58:42) Tkocz (Hillmeier – 4:3);

Schiedsrichter: Klütnig, Brütt; Strafminuten: Velbert 16, Atting 18 + 10 für Kuhnle wg. Reklamierens; Zuschauer: 50.

NRWHockey.de / PM IHC ATTING

 


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