Wölfe bauen durch Siege gegen Langenfeld und Merdingen Tabellenführung vor Spitzenspiel in Bernhardswald aus.

(mb) Saisonziel Nummer eins ist erreicht: Durch ein 7:3 (5:1, 0:0, 2:2) gegen die Langenfeld Devils und ein 10:7 gegen den HC Merdingen (2:1, 5:2, 3:4) beendete der IHC Atting am Wochenende die Heimsaison ohne Niederlage. Das gab es zuletzt beim Aufstieg in die 2. Bundesliga 2007.

 

Fabian Hillmeier (links) trifft zum 7:3 gegen Merdingen. Die Wölfe gewannen am Ende mit 10:7. Foto: Pöschl

Damit wurde auch die Tabellenführung vor dem neuen Zweiten aus Bernhardswald auf sieben Punkte ausgebaut, was unweigerlich die Frage nach einem möglichen Aufstieg in die 1. Bundesliga aufwirft. „Wir haben noch drei schwere Auswärtsspiele in Bernhardswald, Spaichingen und Schwabmünchen, zudem können wir ab sofort nicht mehr trainieren“, sagt Trainer Jürgen Amann. „Und selbst wenn wir danach immer noch oben stehen würden, gibt es noch viele andere Faktoren, die es zu berücksichtigen gibt. Wir freuen uns über den Abschluss der Heimsaison. Wir können nicht mehr schlechter als Dritter werden. Damit sind wir jetzt schon zufrieden.“ Am kommenden Wochenende geht es zum Spitzenspiel nach Bernhardswald.

IHC Atting – Langenfeld Devils 7:3 (5:1, 0:0, 2:2)

Attings Coach hatte einen unangenehmen Gegner erwartet, zumindest im ersten Drittel bewahrheitete sich dies nicht. Die Attinger schossen schnell eine Vier-Tore-Führung heraus, trafen dabei auch zweimal in Überzahl und hatten das Spiel voll im Griff.

Doch ab dem zweiten Drittel – die Gäste hatten nun auch den Goalie gewechselt – waren die Chancen zumindest gleichmäßig verteilt. Langenfeld konnte den erneut starken IHC-Goalie Raphael Heitzer aber vorerst nicht überwinden. Das Spiel schien entschieden.

Doch den Schlussabschnitt dominierten dann die Devils. Ein Doppelschlag in der 44. und 45. Minute brachte sie auf 3:5 heran und so mancher im Stadion fühlte sich an die Begegnung gegen Bernhardswald erinnert, die einen ähnlichen Verlauf genommen hatte und 5:5 endete. Doch der IHC hatte Glück, Langenfeld Pech: Pfosten und Latte verhinderten das 5:5 und in der Schlussphase stellte Kapitän Fabian Hillmeier mit zwei Treffern den 7:3-Sieg sicher.

IHC Atting: Heitzer – Tkocz, Deichslberger, Hiendl, Rothhammer, Edenhofer, Nissen; Hillmeier, Wolf, Bernhard, R. Kuhnle, Prasch, D. Kuhnle, Liebl;

Langenfeld Devils: Koziol (ab 21. Moths) – Melkko, Gladbach, P. Brendel, A. Brendel, Buchholz, Charwat, Grefen, Heintges, Kruber, Schwickhardt, Stein, Weiß, Ginsberg;

Tore: 1:0 (2:59) Rothhammer (Tkocz 4-3), 2:0 (6:44) Bernhard (Wolf), 3:0 (8:30) Tkocz (Hillmeier), 4:0 (10:40) Bernhard (Wolf), 4:1 (11:56) Stein (Weiß), 5:1 (19:00) Hiendl (Hillmeier), 5:2 (43:24) Heintges (A. Brendel 4-3), 5:3 (44:39) P. Brendel, 6:3 (55:35) Hillmeier (Hiendl), 7:3 (58:08) Hillmeier (Wolf);

Schiedsrichter: Wieberneit (Landau/Pfalz), Westrich (Winnenden); Strafminuten: Atting 10 + 10 Bernhard; Langenfeld 6 + 10 Gladbach und Schwickardt; Zuschauer: 75.

IHC Atting – HC Merdingen 10:7 (2:1, 5:2, 3:4)

Das Spitzenteam aus Merdingen hatte tags zuvor in Bernhardswald nur knapp mit 6:7 verloren und ging von Beginn an das hohe Tempo am Pulverturm mit. Die Zuschauer sahen ein packendes, schnelles und chancenreiches Spiel, in dem die Attinger nach dem ersten Drittel mit 2:1 führten.

Nach dem schnellen Ausgleich brachte Dominik Kuhnle mit seinem verwerteten Abpraller wieder in Führung, Florian Tkocz legte nach, nachdem er zuvor einmal um das Tor der Merdinger gekurvt war und Goalie Marco Schmidt mit einem Schlenzer ins kurze Eck überrascht hatte.

Nun wurde es hektisch. Strafe um Strafe folgte – sehr zum Missfallen beider Teams. Zwischendurch saßen auf Attinger Seite vier, auf Merdinger Seite zwei Spieler draußen. Genau in dieser Phase gelang Tim Bernhard bei doppelter Unterzahl mit einem Alleingang das 5:2, Wolfgang Hiendl (nach tollem Pass von Markus Edenhofer und Fabian Hillmeier im Zusammenspiel mit Tobias Wolf stellten gegen Drittelende einen scheinbar beruhigenden 7:3-Vorsprung her.

Doch es war wieder einmal das letzte Drittel, in dem es spannend wurde. „Das verfolg uns die ganze Saison“, sagte Trainer Amann. „Zuvor haben wir zwei Drittel lang super Hockey gespielt.“ Nun war Merdingen an der Reihe. Nach dem es zwischenzeitlich 8:4 gestanden hatte, gelangen den Gästen binnen 2:28 Minuten drei Treffer in Serie, zwei davon in Überzahl.

Nun war Zittern angesagt und wer weiß, wie das Spiel ausgegangen wäre, wenn Nikolas Linsenmeier kurz nach dem 8:7 nicht nur den Pfosten getroffen hätte. Stattdessen konnte sich Atting auf seinen Top-Spieler Tim Bernhard verlassen, der in der Schlussphase mit zwei Treffern alles klar machte.

IHC Atting: Heitzer – Tkocz, Deichslberger, Hiendl, Rothhammer, Edenhofer, Nissen; Hillmeier, Wolf, Bernhard, R. Kuhnle, Prasch, D. Kuhnle, Liebl;

Merdingen: Schmidt (ab 41. Berger); Bitsch, Schopp, Peleikis, Weiß, Linsenmeier, Rutkowski, Suttner, Sauer, Säßle;

Tore: 0:1 (2:48) Schopp (Peleikis 4-3), 1:1 (9:22) Hillmeier (Tkocz), 2:1 (12:49) Hiendl (Tkocz), 2:2 (22:25) Peleikis (Rutkowski), 3:2 (23:25) D. Kuhnle (Prasch), 4:2 (24:54) Tkocz (Hiendl), 5:2 (33:43) Bernhard 2-4; 5:3 (34:30) Suttner (Rutkowski 4-3), 6:3 (36:34) Hiendl (Edenhofer 4-3), 7:3 (39:45) Hillmeier (Wolf), 7:4 (41:29) Suttner, 8:4 (45:17) Bernhard (Edenhofer), 8:5 (51:58) Linsenmeier (Bitsch – 4:3, 8:6 (52:20) Weiß, 8:7 (54:26) Peleikis, 9:7 (57:55) Bernhard (Tkocz), 10:7 (59:44) Bernhard (Tkocz);

Schiedsrichter: Kruppe (Schwabmünchen), Nitsch (Düsseldorf); Strafminuten: Atting 16, Merdingen 10; Zuschauer: 100.

NRWHockey.de / PM IHC Atting

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