In Spiel 1 der Viertelfinale-Serie konnten sich die Füchse gestern Abend mit 3:1 bei den favorisierten Selber Wölfen durchsetzen. Damit hat sich das Team von Trainer Franz Fritzmeier eine gute Ausgangsposition erarbeitet und die Wölfe stehen morgen bereits unter Druck. Spielbeginn des zweiten Viertelfinal-Spiels in der „best of five“-Serie ist dabei in der Scania-Arena um 18:30 Uhr.

Im ersten Drittel agierten beide Teams sehr diszipliniert und versuchten zunächst die Schwächen des Gegners auszuloten. Nach Vorarbeit von David Hördler und Sebastian Lehmann konnte Wölfe-Verteidiger Yann Jeschke Füchse-Torhüter Björn Linda in der 5. Spielminute mit einem verdeckten Schuss von der blauen Linie erstmals überwinden. Insgesamt hatten die Gäste in den ersten 20 Minuten die besseren Möglichkeiten, allerdings blieb den Füchsen ein Torerfolg verwehrt. Im Mitteldrittel gestaltete sich die Partie etwas anders. Nun hatten die Gastgeber die besseren Möglichkeiten, aber Füchse-Goalie Björn Linda im Duisburger Tor war in dieser Phase nicht zu überwinden. Durch einen Doppelschlag von Verteidiger Oliver Mebus sollte den Füchsen gelingen, was in dieser Saison nur ganz selten gelang – einen Rückstand in eine Führung zu drehen.

In der 34. Spielminute wurde Oliver Mebus zunächst von T. J. Fox und Clarke Breitkreuz frei gespielt und nutzte den Platz mit einem platzierten Schuss zum Ausgleichstreffer. Eine gute Minute später gewann Emil Lahti das Bully im Drittel der Wölfe zu Oliver Püllen, der seinen Verteidiger-Kollegen mit einem präzisen Pass bediente. Der 2 Meter und 7 Zentimeter große Mebus fackelte nicht lange und feuerte den Puck zur Duisburger Führung in die Maschen. In einer ausgeglichenen Partie hatten sich die Füchse nach 40 Minuten eine knappe 2:1 Führung erspielt. Das Schussverhältnis betrug zu diesem Zeitpunkt 26-25 für die Gastgeber.

Im Schlussdrittel verwalteten die Füchse ihre Führung clever und lauerten auf Konterchancen. Die Wölfe mussten nun mehr investieren und drängten mit der Unterstützung von 2.486 Zuschauern auf den Ausgleich. Die jungen Duisburger hielten dem Druck jedoch stand und sorgten in Person von Alexander Preibisch 37 Sekunden vor dem Ende per „emty-net-goal“ für die endgültige Entscheidung. „In einem ausgeglichenen Spiel hatte meine Mannschaft das bessere Ende für sich. Damit ist ein erster Schritt in Richtung Halbfinale gemacht. Am Sonntag können wir mit einem Heimsieg den nächsten Schritt folgen lassen. Dafür ist jedoch erforderlich, dass wir das Tempo erhöhen und Selb stärker unter Druck setzen. Es ist uns nur phasenweise gelungen das Spielgeschehen ins Verteidigungsdrittel des Gegners zu verlagern. Das können wir besser“, so die Worte von Trainer Franz Fritzmeier nach Spiel Eins.

Nicht mit von der Partie war neben Kapitän Markus Schmidt, der mit Fieber das Bett hüten musste, auch Maik Klingsporn, der eine Vorabitur-Klausur schreiben musste. Da sich Jannik Woidtke im Mitteldrittel verletzte, standen den Füchsen zu diesem Zeitpunkt nur noch vier Verteidiger zur Verfügung. Ob Schmidt und Woidtke in Spiel Zwei mit dabei sein können ist fraglich. Lob bekamen die Duisburger von Selbs Vorsitzendem Jürgen Golly, der auf der Homepage der Wölfe wie folgt zitiert wird: „Duisburg ist läuferisch überragend. Das war das Beste, was wir heuer in Selb gesehen haben.“

Tore:
1-0 (04:59) Yann Jeschke (Sebastian Lehmann, David Hördler) 5-5
1-1 (33:18) Oliver Mebus (Clarke Breitkreuz, T. J. Fox) 4-4
1-2 (34:46) Oliver Mebus (Oliver Püllen, Emil Lahti) 4-4
1-3 (59:23) Alexander Preibisch (Björn Linda) EN

Strafen: Selb 12 // Duisburg 12

Zuschauer: 2.486

PM: EV Duisburg

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