Einen tollen Kampf lieferten sich gestern Abend die Icefighters Leipzig und die Füchse Duisburg. 1.350 Zuschauer machten aus der Dicolor Eisarena in Taucha einen Hexenkessel. Das bessere Ende war den Gastgebern vorbehalten, die sich letztlich knapp mit 5:4 gegen die Füchse durchsetzen konnten. Damit verpassten es die Duisburger eine Vorentscheidung im Kampf um den Einzug in das Playoff-Viertelfinale herbeizuführen.

Alles könnte nun auf einen weiteren „Showdown“ in der Scania-Arena am 10. März hinauslaufen, wenn Leipzig am letzten Spieltag an die Wedau kommt. Auf der kleinen Eisfläche konnten die Duisburger ihre läuferischen und konditionellen Vorteile nicht ausspielen und es entwickelte sich gegen die routinierteren Leipziger eine packende Partie. In der 9. Spielminute gelang Emil Lahti der Führungstreffer zum 1:0 für die Füchse. Eine erste strittige Situation ereignete sich in der 17. Spielminute als Füchse-Verteidiger Nico Opree den Leipziger Tomas Vrba mit einem Check zu Fall brachte. Das Schiedsrichtergespann sprach eine fragwürdige Spieldauerdisziplinarstrafe wegen Kniechecks aus. Als Füchse-Kapitän Markus Schmidt keine 50 Sekunden später wegen Hakens ebenfalls auf der Strafbank Platz nehmen musste, bot sich eine doppelte Überzahlsituation für die Gastgeber. Diese erste schwierige Situation überstanden die Duisburger, mussten aber 13 Sekunden nach Ablauf der Strafe von Markus Schmidt doch noch den Ausgleichstreffer hinnehmen. Dem 44 jährigen Jedrzej Kasperczyk war es in der 20. Spielminute gelungen Füchse-Torhüter Björn Linda erstmals zu bezwingen. Bei einem Schussverhältnis von 11:5 im Mitteldrittel drängten die Füchse auf den Führungstreffer, aber die Gastgeber hielten gut dagegen und klärten Ein ums andere Mal in höchster Not. In der 32. Spielminute nutzte Leipzigs Lars Müller eine weitere Überzahlsituation zum 2:1. Vier Minuten später gelang Jedrzej Kasperczyk im nächsten „Power-Play“ sogar das 3:1 für die Gastgeber.

Spätestens jetzt war den Füchsen eine schwere Aufgabe gestellt. Immerhin konnte Dennis Palka nach Vorarbeit von Emil Lahti und Benjamin Hanke in der 39. Spielminute auf 3:2 verkürzen. Als T. J. Fox einen Schuss von Mats Schöbel in der 43. Spielminute unhaltbar zum 3:3 Ausgleich ins Tor lenkte, waren die Duisburger zurück im Spiel.

Beflügelt vom Ausgleichstreffer wurde das Tempo nochmals erhöht, die Kräfte der Gastgeber neigten sich dem Ende entgegen und die Füchse kontrollierten das Geschehen. Es schien lediglich eine Frage der Zeit zu sein bis die Duisburger den nächsten Treffer erzielen würden. Es kam aber anders. Binnen 20 Sekunden sprach das Schiedsrichtergespann in der 52. Spielminute Strafzeiten gegen Clarke Breitkreuz und Mats Schöbel aus.

Das Geschenk einer weiteren doppelten Überzahlsituation nahmen die Gastgeber an und trafen durch Sebastian Alt in der 53. Spielminute zum 4:3. Eine Minute später schockte Kevin Nighbert die Gäste mit seinem Tor zum 5:3. Das Spiel schien entschieden zu sein. Zwei Minuten vor Schluss nahm Füchse-Trainer Franz Fritzmeier eine Auszeit und ersetzte seinen Torhüter durch einen sechsten Feldspieler. Nur 38 Sekunden später zappelte der Puck im Leipziger Tor. Nach Vorarbeit von Markus Schmidt und Bejamin Hanke hatte Clarke Breitkreuz auf 4:5 aus Duisburger Sicht verkürzt. Das Spiel war an Spannung kaum mehr zu überbieten. Zehn Sekunden vor Schluss hatte Emil Lahti nach sehenswerter Kombination mit Clarke Breitkreuz und T. J. Fox die Großchance zum Ausgleich, scheiterte aber an Nicolas Sievers im Leipziger Tor. Sekunden später verfehlte ein Schlagschuss von Markus Schmidt sein Ziel denkbar knapp.

Leipzig feierte und die Duisburger waren in einem tollen Eishockeyspiel knapp geschlagen. „Meine Mannschaft hat heute alles gegeben und alles versucht. Leipzig hat stark dagegen gehalten und den Zuschauern wurde ein klasse Spiel geboten. Den Unterschied hat das „Power-Play“ ausgemacht. Leipzig macht die ersten vier Tore in Überzahl und wir konnten keines unserer drei Überzahlspiele nutzen“, analysierte Trainer Franz Fritzmeier das Spiel. Am Wochenende treffen die Füchse zweimal auf Kassel und Leipzig zweimal auf Timmendorf.

Tore:
0-1 (08:35) Emil Lahti (Joel Keussen, Oliver Mebus) 5-5
1-1 (19:24) Jedrzej Kasperczyk (Arthur Gross, Sören Breiter) 5-4
2-1 (31:35) Lars Müller (Sören Breiter, Florian Eichelkraut) 5-4
3-1 (35:44) Jedrzej Kasperczyk (Fabian Hadamik, Arthur Gross) 5-4
3-2 (38:46) Dennis Palka (Emil Lahti, Benjamin Hanke) 5-5
3-3 (42:56) T. J. Fox (Mats Schöbel, Clarke Breitkreuz) 5-5
4-3 (52:21) Sebastian Alt (Ziga Svete, Florian Eichelkraut) 5-3
5-3 (53:38) Kevin Nighbert (Jari Mikesz, Marcel König) 5-5
5-4 (58:39) Clarke Breitkreuz (Markus Schmidt, Benjamin Hanke) 6-5

Strafen: Leipzig 6 // Duisburg 17 + 20 (Nico Opree)
Zuschauer: 1.350

PM: EV Duisburg

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