Duisburgs Verteidiger Jean-Luc Grand Pierre blockt hier den zweifachen Torschützen Adriano Carciola (l) Foto: www.american-sports.info

Im Viertelfinale des DEB-Pokals mussten sich die Duisburger den Heilbronner Falken mit 1-5 geschlagen geben. Den Unterschied zugunsten der Gäste machten gestern Abend die „Special Teams“ aus. Während die Falken ihre Überzahlsituationen zu vier Toren nutzen konnten, ging das Füchse „Power-Play“ leer aus.

Die Partie hätte aus Sicht der Gastgeber kaum besser beginnen können. Die Füchse spielten munter nach vorn und kamen auch gleich zu ersten Möglichkeiten. Diese blieben jedoch ebenso ungenutzt wie eine frühe doppelte Überzahlsituation und ein weiteres „Power-Play“ wenig später. „Um gegen ein Bundesliga-Team bestehen zu können, muss man die wenigen sich bietenden Chancen konsequent nutzen. Wenn wir nach zehn Minuten 2-0 geführt hätten, wäre ein Erfolg möglich gewesen“, so Trainer Franz Fritzmeier. Wie man eine Überzahlmöglichkeit nutzt, demonstrierten die Gäste in der 14. Spielminute. Nach Vorarbeit von Michel Leveille und Top-Scorer Fabio Carciola traf Verteidiger Bruno Gervais zum 0-1. Ärgerlicherweise wurden weitere drei Zwei-Minuten-Strafen gegen die Füchse noch vor Drittelende ausgesprochen. So kam es, wie es kommen musste. Michel Leveille erhöhte in der 17. Spielminute in Überzahl auf 0-2.

Im Mitteldrittel wurden die Gastgeber in der 23. Spielminute kalt erwischt. Adriano Carciola setzte sich auf der linken Seite durch und erhöhte mit einem platzierten Schuss auf 0-3. Hoffnung beim Duisburger Anhang keimte in der 25. Spielminute auf als Brett Breitkreuz nach Vorarbeit von Markus Schmidt und Marcel Ohmann auf 1-3 verkürzte. Die Füchse blieben dran, erhöhten das Tempo und erspielten sich gegen Drittelmitte Vorteile. Falken-Torhüter Kevin Nastiuk war jedoch nicht mehr zu überwinden. Unglücklicherweise wurde Torschütze Brett Breitkreuz von einem verirrten Puck im Gesicht getroffen und mit Verdacht auf Jochbeinbruch ins Krankenhaus gebracht. Ein Verteidiger der Falken hatte den Puck auf die Duisburger Spielerbank geschossen anstatt aus dem Drittel. In den letzten 20 Minuten nahm die Partie an Härte zu und die Unparteiischen hatte einige Regelwidrigkeiten zu ahnden. Die Gastgeber ließen ihre Chancen im „Power-Play“ weiterhin ungenutzt. Heilbronn machte es besser und nutzte zwei weitere Überzahlspiele durch Adriano Carciola (45.) und Fabio Carciola (47.) zu den Treffern vier und fünf. Letztlich setzte sich die erfahrenere und individuell besser besetzte Mannschaft durch. „Wenn man Spieler wie Michael Hackert, die Carciola-Brüder, Michel Leveille, Bruno Gervais und David Fischer in seinen Reihen hat, verfügt man über „Power-Play“ Spezialisten. Auch gegen die beste Unterzahlformation finden diese Spieler Lösungen. Irgendwann schlägt es dann eben ein. Wir hatten zu viele Strafzeiten um heute bestehen zu können“, so Trainer Franz Fritzmeier nach dem Spiel. Das nächste Spiel der Füchse findet morgen Abend um 20.00 Uhr in Hamm statt. Gegen den Tabellensechsten wollen die Duisburger wieder in die Erfolgsspur zurückkehren.

Tore:
0-1 (13:41) Bruno Gervais (Fabio Carciola, Michel Leveille) 5-4
0-2 (16:20) Michel Leveille (Michael Hackert, David Fischer) 5-4
0-3 (22:05) Adriano Carciola (David Fischer, Fabio Carciola) 5-5
1-3 (24:13) Brett Breitkreuz (Markus Schmidt, Marcel Ohmann) 5-5
1-4 (44:52) Adriano Carciola (Michel Leveille, Fabio Carciola) 5-4
1-5 (46:47) Fabio Carciola (Michel Leveille, Adriano Carciola) 5-4

Strafen:

Duisburg 22 + 10 (Markus Schmidt) // Heilbronn 24 + 40
(Spieldauer Gervais und Ackermann)

Zuschauer: 769

PM: EV Duisburg

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