Am Sonntag setzten sich die Füchse trotz klarer Überlegenheit erst im Penaltyschießen gegen die Hannover Scorpions durch. Verteidiger Joel Keussen avancierte dabei mit zwei Toren in der regulären Spielzeit und dem „game winning shot“ zum Matchwinner für die Gastgeber. Durch den Punktverlust hätte sich der Rückstand der Duisburger auf Kassel eigentlich auf vier Punkte erhöht, weshalb das junge Team von Trainer Franz Fritzmeier den Gruppensieg nicht mehr aus eigener Kraft hätte realisieren können. Unerwartete Schützenhilfe erhielten die Füchse jedoch vom Reviernachbar aus Herne. Am Gysenberg konnte der Herner EV einen überraschenden 4:2 Heimsieg über die Huskies feiern und fügte den Hessen damit die erste Niederlage in der Oberliga Endrunde zu. Dies hat zur Folge, dass der Rückstand der Füchse
auf die Huskies nur noch einen Punkt beträgt.

Bei noch drei ausstehenden Spielen spitzt sich die Spannung um den Gruppensieg zu und alles scheint auf ein Endspiel am 23. März in Kassel hinaus zu laufen. Voraussetzung hierfür sind aber zwei Duisburger Siege in Herne und gegen Rostock. Gegen die Scorpions kontrollierten die Duisburger von Beginn an Puck und Gegner, verlagerten das Spielgeschehen fast ausschließlich ins Verteidigungsdrittel der Gäste und erspielten sich Chancen im Minutentakt. Nach Vorarbeit von Patrick Klöpper und Cornelius Krämer brachte Joel Keussen die Füchse in der 6. Spielminute mit 1:0 in Führung. Nur 38 Sekunden später konnten die Scorpions den Rückstand durch ein Tor von Alexander Janzen jedoch egalisieren. Die Gastgeber spielten unbeirrt weiter und drängten auf den erneuten Führungstreffer. Dieser sollte Joel Keussen in der 13. Spielminute auch gelingen. Kurz vor Drittelende erhöhte Jack Paul auf 3:1, weshalb es für die Füchse mit einer beruhigenden Führung in die erste Pause ging.

Im Mitteldrittel agierten die Hausherren noch dominanter und die Gäste hatten kaum etwas entgegen zu setzen. Eine Angriffswelle nach der anderen rollte auf das von Maximilian Englbrecht gehütete Scorpions-Tor zu. Insgesamt erspielten sich die Duisburger in dieser Phase ein Schussverhältnis von 23:2, scheiterten aber immer wieder am überragenden Gäste-Torhüter, der die Füchse zur Verzweiflung brachte. Kurz vor Drittelende verkürzte Alexander Janzen völlig überraschend auf 2:3 aus Sicht der Hannoveraner. Im Schlussdrittel hielten die Füchse das Tempo weiter hoch, konnten Maximilian Englbrecht jedoch weiterhin nicht überwinden. In der 58. Spielminute schockte Ex-Nationalspieler Andreas Morczinietz die Duisburger mit seinem Tor zum 3-3 Ausgleich. Da es weder in der regulären Spielzeit noch in der Verlängerung einen alles entscheidenden Siegtreffer gab, musste die Entscheidung im Penaltyschießen fallen.

Füchse-Torhüter Felix Bick war dabei nicht zu bezwingen und Joel Keussen gelang der „game winning shot“, weshalb der Zusatzpunkt an die Gastgeber ging. „Meine Mannschaft hat sehr gut gespielt, die taktischen Vorgaben 1:1 umgesetzt, fast alle Zweikämpfe gewonnen, ein Offensivfeuerwerk abgefeuert und sich ein Schussverhältnis von 63:18 erarbeitet. Was die Jungs dabei leider vergessen haben ist das entscheidende in einem Eishockeyspiel – das Toreschießen. Dass man trotz einer solchen Überlegenheit nach 60 Minuten nicht als Sieger vom Eis gehen kann, ist unglaublich“, so die Worte von Trainer Franz Fritzmeier nach dem Spiel.

In dieser Situation dürfen sich die Füchse beim Herner EV für die Schützenhilfe bedanken, aber am Freitag brauchen die Duisburger drei Punkte am Herner Gysenberg. Im letzten Revierderby der Saison ist ein weiteres spannendes Spiel zu erwarten. Der HEV wird nach Siegen in Hannover und gegen Kassel mit sehr viel Selbstvertrauen in das Derby gehen. Die Füchse dürften eine harte Trainingswoche, in der am Toreschießen gearbeitet wird, vor sich haben.

Tore:
1-0 (06:00) Joel Keussen (Patrick Klöpper, Cornelius Krämer) 5-5
1-1 (06:38) Alexander Janzen (Arthur Lemmer, Sergej Janzen) 5-5
2-1 (12:04) Joel Keussen (Pascal Zerressen, Diego Hofland) 4-4
3-1 (18:07) Jack Paul (Scott Wasden, Joel Keussen) 5-5
3-2 (39:17) Alexander Janzen (Jon-Thomas MacDonald, Andreas Morczinietz) 5-5
3-3 (57:13) Andreas Morczinietz (Jan Hemmes, Jon-Thomas MacDonald) 5-5
4-3 (65:00) Joel Keussen GwS

Strafminuten: Duisburg 6 // Hannover 8

Zuschauer: 983

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