Huskies mit erneutem Kantersieg. Foto:Diekmann
Huskies mit erneutem Kantersieg. Foto:Diekmann

Nach zwei Vorbereitungsspielen im September 2011, die die Huskies jeweils deutlich gewannen, trafen die Nordhessen am heutigen Freitag erstmals in einem Pflichtspiel auf die Black Dragons Erfurt. Huskies Coach Jürgen Rumrich musste dabei auf die Verletzten Kyle Doyle und Marc-Philip Haaf sowie den aus dem Auswärtsspiel in Rostock gesperrten Florian Böhm verzichten. Im besonderen Fokus auf Seiten der Thüringer stand vor allem Petr Sikora, der in den vergangenen zwei Spielzeiten an der Seite von Michi Christ und Manuel Klinge aufs Eis gegangen war. Als Hallensprecher Sven Breiter Sikora kurz vor Spielbeginn begrüßte, erhob sich die Eissporthalle und zollte dem 43-jährigen mit stehendem Applaus Tribut.

Davon völlig unbeeindruckt legten die Huskies los wie die Feuerwehr. Nach 99 Sekunden musste Max Gimbel im Tor der Erfurter das erste Mal hinter sich greifen als Chris Billich im Powerplay Brad Snetsingers Rebound mühelos über die Torlinie schob. Und gerade die zweite Reihe der Huskies machte zu Beginn der Partie richtig Freude. In der 5. und der 9. Spielminute stellte Snetsinger mit einem Doppelschlag auf 3:0. Zuvor hatte bereits Branislav Pohanka das vermeintliche 3:0 markiert, doch Hauptschiedsrichter Steffen Klau verwehrte dem Treffer die Anerkennung, da er den Puck unter Kontrolle des Torwarts ahnte. Dann endlich durften die rund 150 mitgereisten Erfurt Fans jubeln. Gregor Stein pflückte unglücklich eine hoch reingespielte Scheibe herunter und legte sie Enrico Manske vor die Füße, der aus kürzester Distanz kein Problem hatte Kai Kristian zu überwinden.

Nach diesem Treffer fanden die Thüringer besser in die Partie. Zuvor hatten die Huskies auch bei gleicher Stärke auf dem Eis ein deutliches optisches Übergewicht, doch dieses Tor sorgte für reichlich Selbstbewusstsein bei den Gästen. Doch wirklich viel bekam Kristian auch in der Folge nicht zutun. So ging es mit einer beruhigenden Führung zum ersten Pausentee.

Kaum wieder auf dem Eis nutzte Tobi Schwab erneut einen Fehler von Max Gimbel und verwertete einen Rebound zum 4:1. In der Folgephase legten die Huskies eine Schippe drauf und die Black Dragons zollten ihrem „Zwischensprint“ aus dem ersten Drittel Tribut. So schnürten die Nordhessen ihren Gegner minutenlang im eigenen Drittel ein und beendeten die Dominanz sogar mit einem Tor. Snetsinger fälschte einen Schlagschuss von Alex Engel unhaltbar ab und markierte seinen persönlichen Treffer Nummer 3 an diesem Abend. In der 30. Minute war der Abend für Max Gimbel dann beendet. Black Dragons-Coach Tim Donnelly wechselte seine Torhüter und schickte Stephan Löffelholz in die Partie. Doch auch dieser behielt seine weiße Weste nicht lang. Branislav Pohanka überwand den 22-jährigen bereits nach wenigen Sekunden per Bauerntrick zum 8:2.

Vor 3.847 ein tolles Eishockeyfest feiernden Zuschauern geriet das Ergebnis zusehens zur Nebensache. Adam Sergerie verkürzte auf 8:3, der nimmermüde Brad Snetsinger legte nochmal zwei Treffer drauf. In diesem Spiel hätte Snetsinger womöglich auch mit verbundenen Augen die Lücke zwischen den Torhüterschonern gefunden.

Den Schlusspunkt des Drittels setzte Michi Christ in der 40. Minute, indem er auf 11:3 erhöhte. Bei diesem Treffer verletzte sich der Erfurter Torsteher allerdings so schwer, dass er die Partie nicht fortsetzen konnte. Somit kehrte Max Gimbel mehr oder weniger freiwillig zurück aufs Eis. Zu Beginn des dritten Drittels zogen die Nordhessen durch Treffer von Archie Kostyrev und Manuel Klinge auf 13:3 davon, ehe Ryan Olidis in der 49. Minute auf 13:4 verkürzte. Den Schlusspunkt unter eine torreiche Partie setzte Alex Engel mit seinem Powerplaytreffer zum 14:4.

Damit gewinnen die Huskies auch ihr drittes Spiel der Endrunde der Oberliga und gehen mit viel Selbstvertrauen in das kommende Wochenende. Am Freitag gastieren die Nordhessen bei den Duisburger Füchsen zum Spitzenspiel an der Wedau. Am darauf folgenden Sonntag empfangen die Huskies ihren langjährigen DEL-Konkurrenten, die Hannover Scorpions. Erstes Bully ist um 18:30 Uhr.

1:0 (01:39) Chris Billich (Snetsinger) 5-4
2:0 (04:15) Brad Snetsinger (Wycisk)
3:0 (08:45) Brad Snetsinger (Billich, Wycisk)
3:1 (08:54) Enrico Manske (Kämmerer)
4:1 (21:32) Tobias Schwab (Gulda, Billich)
5:1 (24:41) Brad Snetsinger (Engel, Billich)
5:2 (26:30) Ryan Olidis (Sergerie) 4-5
6:2 (27:31) Manuel Klinge (Christ, Pohanka) 5-4
7:2 (29:43) Sven Valenti (Pohanka)
8:2 (32:01) Branislav Pohanka (Klinge, Heinrich)
8:3 (32:51) Adam Sergerie
9:3 (33:21) Brad Snetsinger (Engel, Billich)
10:3 (37:26) Brad Snetsinger (Billich)
11:3 (39:22) Michael Christ (Klinge)
12:3 (42:39) Artjom Kostyrev (Schwab, Gulda)
13:3 (46:35) Manuel Klinge (Kostyrev, Stein)
13:4 (48:45) Ryan Olidis (Sergerie, Grosch) 5-4
14:4 (55:59) Alexander Engel (Schwab, Wycisk) 5-4

Schiedsrichter: Klau

Zuschauer: 3.847

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