Verrückte Welt beim Spiel der Kassel Huskies beim Herner EV. Zunächst stand die Mannschaft wegen einer Vollsperrung im Stau auf der A44 und traf erst 45 Minuten vor Spielbeginn an der Herner Gysenberghalle ein. Kaum eingetroffen, prasselte ein heftiges Gewitter mit Hagel über die Halle nieder, sodass man das Gefühl haben konnte, die Welt ginge unter.

Das Gewitter schienen die Huskies, zum Anlass genommen zu haben, wie Selbiges aus der Kabine zu kommen. Ohne Warmup abseits des Eises, dafür motiviert bis in die Haarspitzen legten sie los, schnürten den HEV im eigenen Drittel ein und machten von Beginn an klar, dass sie keinesfalls gewillt waren, Punkte in Herne zu lassen. Nachdem Artjom Kostyrev und Fabian Pyszynski noch verfehlt hatten, machte es in die neu formierte dritte Reihe um Kostyrev, Heinrich und Wycisk in der fünften Minute besser. Auf Vorlage von Alex Heinrich und Artjom Kostyrev erzielte Austin Wycisk zur Freude der rund 100 mitgereisten Huskies- Fans den hochverdienten Führungstreffer. Und die Huskies machten weiter. Nur drei Minuten später war es wieder die dritte Reihe. Alex Heinrich hatte Artjom Kostyrev freigespielt, dieser zog zum Tor und ließ Björn Wolf keine Chance (8.) Doch damit nicht genug. Nun war auch die erste Reihe um Manuel Klinge dran. Selbiger startete an der eigenen blauen Linie durch, überlief zwei Herner Verteidiger, die ganz und gar keine gute Figur machten und netzte flach zum 3:0 ein.

Eine beruhigende Führung, die die Huskies Huskies zum Anlass nahmen, ein klein wenig durchzuatmen. Die Folge waren –auch bedingt durch drei Strafzeiten zum Nachteil der Huskies- einige Chancen für die Gastgeber, die jedoch allesamt ungenutzt blieben. Entsprechend ging es mit einer hochverdienten 3-0-Führung für die Huskies in die ersten Pause. Die Pausenansprache des HEV-Trainers Carsten Plate war offenbar deutlich, denn die Hausherren wie verwandelt aus der Kabine. Auch begünstigt durch zwei weitere Powerplay-Situationen gingen die ersten fünf Minuten klar an die Gastgeber, die es allerdings zunächst versäumten, ihre Chancen zu verwerten.

In der neunten Minute war es dann aber doch soweit. Gerade als beide Mannschaften wieder in voller Stärke spielten, erzielte Jakub Rumpel auf Zuspiel von Jiri Svejda den verdienten Anschlusstreffer für die Hausherren. In der Folge spielten beide Teams mit offenem Visier, es entwickelte sich ein ausgesprochen munteres Eishockeyspiel mit Chancen hüben wie drüben, lediglich die Defensivstrategen dürften nicht wirklich viel Spaß am Verlauf des zweiten Drittels gehabt haben.

Dass das 1:3 aus Sicht des Herner EV der einzige Treffer im zweiten Drittel war, war in erster Linie den beiden starken Goalies und der nicht optimalen Chancenauswertung beider Teams zuzuschreiben. Das letzte Drittel begann für die Huskies erneut in Unterzahl und einer Schocksekunde, nachdem Michel Ackers Brano Pohanka mit einem mächtigen Open-Ice-Hit erwischte und dieser benommen liegen blieb. Dieser Check blieb seitens des Schiedsrichters ungeahndet, nicht aber das Foul an Chris Billich, sodass es mit vier gegen vier weiter ging.

Postwendend die nächste Schrecksekunde. Michi Christ zog von der blauen Linie ab und erwischte Kyle Doyle am Ohr, der zunächst mit schmerzverzerrtem Gesicht vom Eis musste, glücklicherweise konnte er genauso weiterspielen wie Branislav Pohanka. Die Zeit zwischen der 45. Und der 47. Minute brachte dann die Entscheidung zu Gunsten der Huskies.

Waren die Treffer Brad Snetsinger und Alex Heinrich noch erzwungen und dem zwischenzeitlich wieder aufgebauten Dauerdruck der Huskies „geschuldet“, so war das 5:1 durch Branislav Pohanka ein echtes Traumtor á la „Tic Tac Toe“. Beginnend bei Fabian Pyszysnki über Manuel Klinge und Tobi Schwab, jeweils direkt. Die Huskies hatten nun ihre Sicherheit aus dem ersten Drittel wieder und die Gegenwehr der Hausherren war gebrochen.

Tobi Schwab (50.) und Alex Heinrich (51.) erhöhten auf 8:1. Das 9:1 erzielte Brad Snetsinger in Überzahl, freigespielt von Chris Billich, das zweite Tor für den HEV stellte letztendlich nur noch Ergebniskosmetik dar.

Weiter geht’s für die Huskies am kommenden Sonntag. Zu Gast sind dann die Königsborn Bulldogs, die am heutigen Abend einen doch überraschenden Sieg gegen die Füchse aus Duisburg feierten. [standings league_id=4 template=extend logo=true] [team id=34]

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