Kassel huskiesDie Kassel Huskies haben einen weiteren Schritt in Richtung Aufstieg in die DEL 2 getan und kehren mit drei wichtigen Punkten aus Freiburg zurück.

Durch den klaren Sieg über den VER Selb vom vergangenen Sonntag hatten sich die Blau-Weißen in die komfortable Situation gebracht, mit zwei Erfolgen über den EHC Freiburg den Aufstieg in die DEL 2 vorzeitig klar machen zu können. Während Huskies-Trainer Jürgen Rumrich auf sein bestes Team zurückgreifen konnte, musste Leos Sulak, Coach der Gastgeber, auf seinen tschechischen Center David Appel verzichten.

Vor stimmungsvoller Kulisse starteten die Schlittenhunde zunächst etwas nervös in die Partie, hatten dann aber durch Sven Valenti innerhalb weniger Sekunden drei gute Möglichkeiten auf den Führungstreffer. Doch die Scheibe wollte zunächst nicht über die Linie. Dafür bewahrheitete sich einmal mehr der in nahezu allen Sportarten, in denen es um Tore geht, bekannte Spruch: „Machste keinen, kriegste einen“. Michael Schmerda nutzte die erste Überzahlsituation für die Hausherren und überwand Kai Kristian in Überzahl zum 1:0.

Die Schlittenhunde zeigten sich von dem frühen Rückstand jedoch nicht lange beeindruckt und hatten in der Folge gute Möglichkeiten zum Ausgleich. Vor allem Branislav Pohanka hätte quasi im Alleingang das Spiel ausgleichen können, scheiterte aber aus besten Positionen am starken Wölfe-Torhüter Christoph Mathis. Dieser vereitelte in der 13. Minute auch einen Unterzahlkonter von Manuel Klinge. Es schien kurzzeitig, als sei das EHC-Gehäuse wie vernagelt, doch die Huskies erzwangen ihr Glück. Auch für sie musste das erste Powerplay herhalten. Nachdem Mathis einen Heinrich-Schlenzer von der blauen Linie nicht festhalten konnte, stand Branislav Pohanka goldrichtig und markierte das hochverdiente 1:1.

Bis zur Pause hätte der EHC aufgrund zwei Stein-Fouls erneut in Front gehen können, Hauptschiedsrichter Sicorschi schickte den Abwehr-Recken folgerichttig mit 2+2 Strafminuten in die Kühlbox. Jedoch verteidigten die Huskies diese Unterzahlphase stark und ließen die Gastgeber nicht ins Verteidigungsdrittel kommen. Quasi mit der Schlusssirene sicherte Kai Kristian das 1:1 endgültig in die erste Pause, indem er stark per Pad-Save eine Wiecki-Großchance nach Schmerda-Solo vereitelte.

Die Huskies überstanden zu Beginn des Mittelabschnitts auch die Rest-Unterzahlphase und hatten direkt nach Ablauf der Strafe durch den über links durchgestarteten Kyle Doyle die erste Chance zur Führung, jedoch war es erneut Christoph Mathis, der mit einem Stockhandsave im langen Eck den nächsten Treffer verhinderte. Generell bekamen die Huskies das Spiel aber im zweiten Drittel immer besser unter Kontrolle und belohnten sich auch endlich auf der Anzeigentafel – in Überzahl wagte Austin Wycisk ein Solo gegen zwei Freiburger, ließ diese stehen und verlud auch Torhüter Christoph Mathis zum 1:2. Wenige Sekunden nach diesem Treffer hätte Artjom Kostyrev im Rebound sogar das 1:3 erzielen können, jedoch legte Mathis diesmal rechtzeitig den Handschuh auf den Puck.

Ohnehin hatten die Gastgeber es vor allem ihrem Torhüter zu verdanken, dass es nur mit einer knappen Huskies-Führung ins letzte Drittel ging. Zwei Minuten vor der Pause legte er eine sensationelle Parade gegen den völlig freien Tobias Schwab hin, der das freie Tor vor sich hatte und dieses per Direktschuss auch anvisierte – jedoch streckte Mathis seinen langen Arm samt Kelle Richtung Puck und verhinderte so das eigentlich sichere 1:3.

Auch zu Beginn des letzten Drittels standen die Huskies defensiv stark, ließen keine Großchancen der Gastgeber zu. Aber wie es so oft bei diesem wunderschönen Sport reicht ein Moment aus, um ein Spiel kippen zu lassen. Solch ein Moment fand in der 44. Spielminute statt, als die Scheibe Jakub Wiecki über Umwege vor die Füße fiel und dieser das Spiel per Sonntagsschuss zum 2:2 ausglich.

Der Spielverlauf war somit auf den Kopf gestellt und die Wölfe bekamen nach diesem Tor zum 2:2 sichtlich Oberwasser. Beindruckt und nervös zeigten sich die Huskies, jedoch gelang es mit Glück und Geschick, einen weiteren Nackenschlag zu verhindern.

In der Schlussphase schienen sich beide Teams zu belauern, keiner wollte ein unnötiges Risiko eingehen. So musste erneut eine Einzelaktion her, um die Schlittenhunde wieder in Führung zu bringen. Wie schon vor dem 1:2zog Austin Wycisk von Außen in den Torraum, wurde zunächst gestoppt, jedoch konnte Tobias Schwab diesmal den Rebound zum 2:3 im Torunterbringen. Grenzenloser Jubel bei den ca. 200 mitgereisten blau-weißen Fans, die mit ihrem Team nunmehr wieder auf der Siegerstraße waren, denn der sonst überwiegend sich auf Konter konzentrierende EHC musste nun selbst das Spiel machen, den Schlittenhunden kam dies entgegen, sie verteidigten clever und hielten den Puck weg von Kai Kristian.

Spannung brachte Gregor Stein dann dreieinhalb Minuten vor Schluss noch in die Partie, indem er den Puck auf die Tribüne beförderte. „Spielverzögerung“ lautete das richtige Urteil von Hauptschiedsrichter Sicorschi, die Huskies mussten ihre Führung somit nochmals in Unterzahl verteidigen. Eine gute Minute vor der Schlusssirene kam zusätzlich Hektik auf, als Wölfe-Stürmer Linsenmaier Alex Engel attackierte, mit 2+10 Minuten wegen unnötiger Härte vorzeitig Feierabend hatte und zeitgleich auch Austin Wycisk wegen Beinstellens auf die Strafbank musste. Zwar nahm EHC-Trainer Leos Sulak seinen Torhüter zu Gunsten eines fünften Feldspielers vom Eis, die Huskies verteidigten ihr Haus aber weiterhin klug.

15 Sekunden vor Ende sorgte dann Branislav Pohanka mit seinem 2:4 ins leere Tor für die endgültige Entscheidung und die Erlösung der Huskies-Fans.

Die Huskies fuhren somit einen unter dem Strich hochverdienten und ganz wichtigen Dreier bei der direkten Konkurrenz ein und wollen nunmehr am Ostersamstag (19:30 Uhr, Eissporthalle Kassel) im direkten Rückspiel gegen den EHC Freiburg vor heimischem Publikum den Aufstieg perfekt machen und ihrem Rivalen, den Löwen Frankfurt, in die DEL 2 folgen.

Die Wölfe Freiburg haben sich als erwartet schwerer Gegner präsentiert und einmal mehr unter Beweis gestellt, warum sie unter den Top vier der Qualifikationsrunde zu finden sind. Entsprechend rechnen die Huskies auch keinesfalls damit, dass das Rückspiel am kommenden Ostersamstag ein Selbstläufer wird. Aus diesem Grund hoffen die Huskies, dass ihre Fans die Eissporthalle von der ersten bis zur letzten Sekunde in ein Tollhaus verwandeln.

Sitzplätze sind bereits restlos ausverkauft, Stehplatztickets sind derzeit noch online sowie an der Abendkasse verfügbar.

#eck

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