Kassel huskiesDamit hatten wohl nur die kühnsten Optimisten gerechnet. Ohne sechs waren die Huskies am heutigen Tag nach Frankfurt gereist und dennoch gingen sie als Sieger vom Eis.Nachdem Manuel Klinge am Freitag einen Pferdekuss abbekommen hatte und ebenfalls passen musste, fehlten den Huskies am heutigen Nachmittag gleich sechs Spieler verletzungsbedingt. Benni Finkenrath, Michi Christ, Danny Albrecht, Stefan Heinrich, Fabian Pyszyski und eben Manuel Klinge konnten allesamt nicht ins Geschehen eingreifen. Und nachdem die Huskies eben erst seit einer Woche auf dem Eis stehen, während ihr Rivale schon deutlich länger trainiert, hieß die Devise für viele der rund 200 mitgereisten Fans :“Hoffentlich wird es nicht ganz so schlimm.

Und es wurde nicht schlimm, zumindest nicht für die Huskies und ihre Fans. Zwar legten die Hausherren los wie die Feuerwehr und konnten auch gleich eine ihre ersten Chancen durch Roland Mayr zur 1:0-Führung nutzen, aber für die Huskies war dieser Treffer nicht mehr als ein Weckruf. Trotz der erforderlichen Reihenumstellungen kombinierten die Nordhessen gefällig und waren mit blitzsauber vorgetragenen Spielzügen stets gefährlich. Vor allem das Umschalten von der Defensive in die Offensive klappte hervorragend und brachte die Verteidigung vor Björn Linda im Tor der Löwen nicht selten in Verlegenheit. auf Sven Valenti und der versenkte eiskalt zum Ausgleich. Und es kam noch besser. Als die Huskies kurz vor Drittelende in Überzahl agierten, gelang Kyle Doyle mit einem Handgelenkschuss ausSpitzem Winkel die Huskies-Führung. Eine Punktlandung, denn die Uhr zeigte zu diesem Zeitpunkt noch genau eine zu spielende Sekunde.Das zweite Drittel stand vor allem im Zeichen der beiden Hauptschiedsrichter. Reihenweise mussten die Spieler auf der Strafbank Platz nehmen, gern auch doppelt, sodass sich die Huskies wütender Angriffe und einem wahrlichen Trommelfeuer der Löwen gegenüber sahen, doch die Huskies machten ihre Sache prima, allen voran Goalie Kai Kristian, der am heutigen Abend eine überragende Leistung ablieferte und die Löwen mit seinen Paraden schier zur Verzweiflung brachte. Tore fielen aber dennoch, für jedes Team wurde ein Tor hinzuaddiert. Zunächst nutzte Stanley eine Überzahlsituation (34.), Schneider brachte die Huskies wieder in Führung.

Auch das letzte Drittel hatte es in sich. Nach nur wenigen Minuten sahen sich die Huskies wieder einmal einer doppelten Unterzahlsituation gegenüber. Die erste überstanden die bissig kämpfenden Huskies schadlos, aber nur Sekunden später gelang erneut Mayr der Ausgleich.Beide Teams mobilisierten nun ihre letzten Kräfte und es schien, als ob die Hausherren im letzten Drittel das Spiel doch noch für sich entscheiden konnten. Hierbei machten sie die Rechnung aber erneut ohne den erst 22 Jahre alten Huskies-Goalie Kai Kristian. Dieser wuchs nun förmlich über sich hinaus und zeigte einen Riesensave nach dem anderen. Nicht wirklich eingreifen musste er in der 51. Minuten, als Lanny Gare bei einem ihm zugesprochenen Penalty aus ihn zulief. Die Körpertäuschungen klappten, das Stickhandling aber nicht, sodass Gare die Scheibe vertändelte.

Wer sie Dinger nicht macht, kriegt sie selbst. Eine Grundregel des Sports. Am heutigen Abend bewahrheitete sie sich wieder einmal, denn nur fünf Minuten später passte Brad Snetsinger im Powerplay auf Gregor Stein, dieser zog ab und die Scheibe schlug hoch im Tor von Björn Linda ein (55.). Es folgten wütende Angriffe der Hausherren, aber die Huskies ließen mit vereinten Kräften nichts mehr anbrennen und sorgen für die erste dicke Überraschung der Saison.

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