Benjamin Finkenrath fällt vorerst aus. Foto:Diekmann
Benjamin Finkenrath fällt vorerst aus. Foto:Diekmann

Noch fünf Spiele, dann ist die Endrunde der Oberliga West vorbei. Endlich, denken sich sicher viele Teams, denn letztendlich geht es in dieser Runde schlicht um nichts anderes als um die Platzierungen für die Oberliga-Endrunde. Kein Team scheidet aus, alle kommen weiter, es ist nur die Frage auf welchem Platz, nicht einmal die erzielten Punkte sind relevant.

Es geht also in 20 (!) Spielen, die jedes teilnehmende Team dieser Runde absolvieren muss, nur darum, am Schluss zu schauen, in welcher Gruppe der Oberliga-Endrunde man an den Start gegen muss oder will. Das einem zahlenden Zuschauer zu verkaufen, ist nicht leicht, entsprechend erleichtert dürften die Fans sein, wenn diese Runde endlich vorbei ist.

Aber bis dahin sind es wie gesagt noch fünf Spiele und allein schon der sportliche Ehrgeiz gebietet es den Huskies, diese Spiele sieg- und erfolgreich zu absolvieren, denn auch wenn es hinsichtlich der späteren Gruppeneinteilung in der Oberliga-Endrunde unerheblich ist ob man Zweiter oder Dritter wird, so ist es doch schon allein aus psychologischer Sicht nicht ganz unerheblich, als Zweiter hinter den Löwen Frankfurt die Runde zu beenden. Dies verhindern können praktisch nur die Füchse Duisburg, die derzeit fünf Punkte hinter den Huskies liegen, während die Hammer Eisbären mit 13 Punkten Rückstand nur noch theoretischen Chancen haben, in den Kampf um Platz zwei einzugreifen.

Los geht´s für die Huskies am Freitag (19:30, Eissporthalle Kassel) mit dem direkten Rückspiel gegen den Herner EV. Der Aufsteiger belegt derzeit mit acht erzielten Punkten den sechsten Tabellenplatz, zumindest Platz fünf ist für den HEV aber noch erreichbar und ganz sicher wird sich die Mannschaft von Trainer Carsten Plate den Huskies nicht kampflos geschlagen geben. Eine deutliche Geschmacksprobe diesbezüglich gab es am vergangenen Sonntag, als die Huskies zumindest über zwei Drittel ganz erhebliche Probleme mit dem HEV hatten und sogar kurzzeitig zurücklagen, ehe sich dann aber letztendlich doch die Klasse der Huskies durchsetzte und ein ungefährdeter 11:4-Sieg mit nach Kassel genommen werden konnte.

Am Sonntag geht es dann nach Unna, wo die fünftplatzierten Bulldogs auf die Huskies warten. Auch die Mannschaft von Frank Gentges wird trotz aller Personalsorgen, die in der vergangenen Woche sogar dazu geführt haben, dass der KJEC einmal gar nicht antreten konnte, alles in die Waagschale werfen, denn Kassel möchte jeder gerne ärgern, zudem dürfte es ein starkes Bedürfnis der Bulldogs sein, die Runde nicht als Letzter zu beenden.

Personell hat sich bei den Huskies in der laufenden Woche einiges getan. Fabian Pyszysnki ist wieder fit, auch Semen Glusanok ist wieder auf dem Eis, auch wenn er dieses Wochenende noch geschont wird, Brad Snetsinger hat seine Handverletzung auskuriert und wird am Freitag ebenfalls wieder mit von der Partie sein, dafür wird Brano Pohanka pausieren.

Ausfallen werden Michi Christ (Sperre), M-P Haaf (Schambeinentzündung) und leider auch wieder Benjamin Finkenrath.

„Finke“, wie ihn die Fans rufen, leidet noch an den Folgen seiner Hüft-OP. Zwar verläuft die Heilung bzw. die Reha nach wie vor optimal, allerdings handelte es sich um eine größere OP, daher ist hier nicht nur das Hüftgelenk selbst sondern auch die mit der Hüfte in Verbindung stehenden Bänder, Sehnen und die Muskulatur mittelbar betroffen, was ihn derzeit noch behindert und ihm Schmerzen bereitet.

„Natürlich bin ich nicht glücklich darüber, wieder nicht spielen zu können, aber es ist die vernünftigste Entscheidung. Meine Hüfte ist ok, aber ich bin einfach noch nicht so beweglich, wie ich es sein muss, um dem Team richtig zu helfen. Ich bin vielleicht bei 60 oder 70 Prozent und kann nur unter Schmerzen spielen. Das bringt nichts, denn wir haben zwei weitere starke Torhüter in der Mannschaft, die 100%ig fit sind.“

Benjamin Finkenrath wird sich jetzt wieder voll auf die Reha konzentrieren. Ob ein Einsatz noch in dieser Saison möglich ist, wird sich zeigen, das Hauptaugenmerk liegt jedoch nunmehr darauf, wieder vollständig fit zu werden, diesbezüglich sind sich sowohl Finkenrath selbst als auch die medizinische Abteilung der Huskies sowie das Management einig.

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