Die frohe Osterbotschaft: IHC Atting erhält eigene Spielstätte

Fabian Hillmeier (Kapitän der Bundesligamannschaft) beim Test gegen Bernhardswald. Foto: M.Bauer

Die Sportarten Inline-Skaterhockey und Eisstockschießen erhalten in Atting schon in Kürze eine neue überdachte Heimat. 1. Bürgermeister Robert Ruber legte am Samstag bei der Jahresversammlung des Skaterhockey-Clubs IHC Atting die Pläne der Gemeinde zur Schaffung einer gemeinsamen Spielstätte dar.

„Frohe Botschaften gibt es normalerweise nur an Weihnachten, doch diesmal gibt es sie auch an Ostern“, sagte Ruber. „Der IHC Atting hat sich in der Gemeinde durch seine Erfolge und auch sein Engagement großen Respekt erarbeitet. Daher hat der Gemeinderat auch zugestimmt und es für überaus richtig empfunden, nun eine stolze Summe für eine eigene Spielstätte bereitzustellen.“ Die zahlreichen Mitglieder reagierten mit großem Applaus auf Rubers Worte. 1. Vorsitzender Bernd Maier meinte sogar: „Ich freue mich schon jetzt auf den Tag, an dem ich sagen kann: Der IHC Atting kehrt nach Hause zurück, dort wo sein Herz ist.“

Bis jetzt trainieren die Wölfe in der Ausstellungshalle am Hagen und tragen ihre Heimspiele im Eisstadion am Pulverturm aus. Das Eisstadion steht aber nur wenige Monate im Jahr zur Verfügung und der Verband verlangt eine ganzjährig verfügbare Spielstätte, um eine Bundesligalizenz auch in Zukunft zu erteilen. Die Stadt Straubing lehnte einen Umbau der Ausstellungshalle zu einer offiziellen Spielstätte wegen zu hoher Kosten Ende 2012 ab. „Die Gemeinde hat die Probleme des Vereins aus der Presse verfolgt“, sagte Ruber. Auch deshalb habe man nun gehandelt.

Doch nicht nur ein Verein in Atting soll vom Neubau profitieren. „Auch die Eisstockschützen lagen mir schon lange in den Ohren, doch einige Bahnen zu überdachen“, so Ruber. „Deshalb wird die Spielstätte beiden Vereinen dienen. Auch für die eine oder andere Festlichkeit soll sie zur Verfügung stehen.“ Dazu wird ein Spezialbelag aus Schweden angeschafft. „Dort teilen sich Inlinehockeysport und Eisstockschützen bereits solche Hallen. Wir haben auch bereits Kontakt zu einer Firma.“ In Deutschland gibt es bereits in Peiting diesen Belag. Eine Abordnung der Vereine soll nun in Kürze mit Inlinehockey- und Eisstock-Ausrüstung diesen testen. Die Mitglieder der Eisstockschützen wurden bereits in der Vorwoche bei der Jahresversammlung über das Bauvorhaben informiert.

In den kommenden Wochen werden die Vereine zusammen mit der Gemeinde über Größe der Spielfläche und Anforderungen an Banden, Netzen usw. beraten. Die Vorstandschaft des IHC hat bereits einen Wunschplan ausgearbeitet. Dessen Umsetzung müsse nun geprüft werden. Aus städtebaulicher Sicht stehe dem Vorhaben nichts mehr im Wege, sagte Ruber. Imissionsschutz und Hochwassersicherheit müssten noch geklärt werden. Als Bauort ist die bisherige Stockbahn an der Laaber in Atting vorgesehen.

Zunächst solle eine Grundausstattung errichtet werden, was auch bedeutet, dass Sanitäreinrichtungen der bestehenden Mehrzweckhalle nur wenige Meter weiter genutzt werden müssen. „Aber die Halle soll dann in Modulbauweise erweitert werden“, sagte Ruber. „Dass wir noch in diesem Jahr eine fertige Spielstätte haben werden, kann ich nicht garantieren, denn wir wollen ja keine plumpe Blechhalle bauen, aber eine Halle wie wir sie im Sinn haben, kann auch in zwei bis drei Monaten gebaut werden“, wollte Ruber keinen genauen „Einzugstermin“ nennen. Als mögliche Zusatzfinanzierung nannte er Namenssponsoring und PV-Anlage.

Im Jubiläumsjahr – der IHC feiert 2013 sein 15-jähriges Bestehen – wird also noch nicht in heimischen Gefilden gespielt. Ab 4. Mai startet die Heimspielsaison im Eisstadion. Drei Nachwuchsteams (Schüler, Jugend, Bambini) und zwei Herrenteams (Oberliga, 2. Bundesliga) nehmen dann am Spielbertrieb teil. Die Bundesligamannschaft hat ihr erstes Spiel schon absolviert. Die Bambini-Mannschaft nimmt außer Konkurrenz bei Turnieren teil, hier hofft man auf weiteren Zulauf.

Neben einem ganz kleinen Jahresplus im mittlerweile fast mittleren fünfstelligen Jahresetat kann der Club auch auf immer weiter steigende Mitgliederzahlen verweisen. 66 Senioren, 57 Nachwuchsspieler und 28 Passive ergeben zusammen 151. „Damit sind wir auf dem richtigen Weg“, sagte Maier. „Doch wir wollen nicht stehen bleiben. Ich sehe in allen Bereichen Optimierungsmöglichkeiten.“ Im Hinblick auf den Hallenbau und der bevor stehenden Eigenleistung appellierte er daher an die Mitglieder: „Wir brauchen euch alle.“

PM: Michael Bauer (IHC Atting)

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