Attings Kapitän Fabian Hillmeier ist mit 33 Punkten drittbester Scorer der 2. Bundesliga Süd. Foto: Michael Kinseher

Wölfe gastieren zum Spitzenspiel in Bernhardswald: Regen ist die größte Sorge.
(mb) Seit den beiden Siegen gegen Langenfeld und Merdingen am vergangenen Wochenende gehört der IHC Atting endgültig zu den großen Anwärtern auf die Meisterschaft in der 2. Bundesliga Süd. Im Spitzenspiel in Bernhardswald steht die tolle Form des Tabellenführers am heutigen Samstag (Spielbeginn 15.30 Uhr) aber sofort auf dem Prüfstand.

„Es spielt der Erste gegen den Zweiten, es ist ein Derby und wir wollen die Punkte!“ So fasst Attings Coach Jürgen Amann die Partie gegen den ewigen Rivalen zusammen und erinnert an die viel beschriebenen eigenen Derby-Gesetze. Vor wenigen Wochen sahen die Attinger um Kapitän Fabian Hillmeier im Hinspiel wie der sichere Sieger aus, verspielten aber im letzten Drittel noch einen 5:1-Vorsprung. „Bei einem Derby kann man sich also nie sicher sein“, so der Coach, der bis auf Benjamin Franz einen vollen Kader zur Verfügung hat, aber aufgrund der frühen Sperrung des Eisstadions mit seiner Mannschaft schon nicht mehr trainieren kann.

Wie schon im Hinspiel schieben die Bernhardswalder, die am Wochenende ebenfalls gegen Merdingen (7:6) und Langenfeld (5:3) gewinnen konnten und bis auf Benjamin Frank vollzählig sind, die Favoritenrolle nach Atting: „Sie stehen unter Druck, im Aufstiegskampf zählt nur ein Sieg für sie“, sagt Goalie Stefan Dorfner, der beim 5:5 in Straubing eine starke Leistung zeigte. „Aber bereits im Hinspiel haben wir gesehen, dass im Derby immer alles möglich ist, zumal der Heimvorteil dieses Mal auf unserer Seite ist und wir zu Hause in dieser Saison noch kein Spiel verloren haben.“

Genau das wollen die Attinger ändern: „Es wird mal Zeit, dass Bernhardswald zu Hause ein Spiel verliert. Im letzten Jahr hatten wir in der ganzen Saison viel Pech, dieses Jahr schon sehr viel Glück. Vielleicht gleicht sich ja alles aus und wir holen uns auch die Punkte in Bernhardswald. Meine Mannschaft ist auf alle Fälle heiß.“ Ausreden wie die kleine und ungewohnte Fläche zählten diesmal nicht, meint er. Denn die Attinger haben ein Ziel: Die Meisterschaft. „Um den Aufstieg geht es momentan noch nicht, da spielen andere Faktoren eine Rolle, die nach der Saison diskutiert werden müssten. Aber jetzt haben wir die große Chance, Meister der 2. Bundesliga zu werden.“ Von den ausstehenden drei Spielen – außerdem in Spaichingen und Schwabmünchen – müssten dazu wohl zwei gewonnen werden. Denn der Vorsprung in der Tabelle ist zwar groß, Konkurrent Schwabmünchen beispielsweise hat aber fünf Spiele weniger ausgetragen. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Mammuts noch viele Spiele verlieren, daher müssen wir unsere Punkte holen! Mit neun Minuspunkten wird man nicht Meister.“ Momentan haben die Attinger fünf Minuspunkte und die Mammuts spielen alleine noch fünfmal im September, unter anderem am 8. zu Hause gegen Atting. Es ist das letzte Saisonspiel der Wölfe und dann könnte es zum großen Showdown kommen.

Eine große Sorge teilen vor dem Derby Bernhardswald und Atting: Die unsichere Wetterlage. Denn es ist Regen vorhergesagt und die Fläche in Bernhardswald ist nicht überdacht. „Wir hoffen, dass das Wetter stabil bleibt“, sagt Dorfner. Auch wenn den ganzen Tag über Regen herrschen sollte, müssen die Attinger anreisen. Die Schiedsrichter entscheiden dann, ob gespielt werden kann, oder nicht.

NRWHockey.de / PM IHC Atting

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