verlieren die RAMs das Heimspiel gegen die Crash Eagles Kaarst mit 5:6 vor heimischer Kulisse und können somit den Abstieg in die zweite Bundesliga nicht mehr vermeiden.

Man wollte die theoretische Chance nutzen und Kaarst bezwingen. Der Auftakt war verheißungsvoll, RAMS das stärkere Team mit deutlich besseren Torchancen, die jedoch zu Beginn sträflich ausgelassen wurden.  Kaarst half auch durch eine überaus harte Gangart mit, die zu sechs Hinausstellungen ihrerseits führten, gegenüber Zweien auf Düsseldorfer Seite.

Bei  vier gegen zwei Feldspielern gelang der RAMS durch Moritz Matzkies der erste Treffer, Raphael Scheu hatte die Vorarbeit geleistet.
Im zweiten Drittel keine Umstellungen. In der 22. Minute konnte Robin Wilmshöfer sich bis vor den Kaarster Schlussmann tanken und ihn mit einem Rückhandheber überwinden. Bis dahin lief alles gut für die RAMS, aber es war dennoch erkennbar, dass Kaarst nun besser spielte und ihrerseits einige gute Szenen hatten, die sie in der 32. Minute mit dem ersten Tor abschlossen. Düsseldorf hielt körperlich dagegen, wurden aber nun ebenfalls mit Strafzeiten belegt in den Minuten 35 und 38, die Kaarst beide durch platzierte Schlagschüsse in zählbaren Erfolg umwandeln konnte.

Der Rückstand war dem Spielverlauf nicht angemessen, aber von den RAMSern selbst zu verantworten, auch wenn die Schiedsrichter mal den Abpraller vom Handballtorpfosten gegen RAMS weiterlaufen ließen und mal  bei Rückprall von demselben Gegenstand ins Kaarster Gehäuse nicht als Treffer anerkannten. Und man war auch nicht zufrieden, dass ein Faustschlag, eine offener Cut an der Nase, ein paar blutige Zähne und ein Stockstich an die Schläfe beim Bully mit Verletzungsfolge allesamt ohne Ahndung blieben, aber nochmals: Niemand will dies hier als Entschuldigung gelten lassen, denn sicher hat auch Kaarst von ungeahndeten Fouls zu berichten.
Zurück zum Spiel: Die RAMS kommen mit dem entsprechenden Willen aus der Drittelpause, das Stürmerduo Wilmshöfer / Matzkies belegt dies mit dem Ausgleich. Jedoch nur drei Minuten später sorgen defensive Abstimmungsprobleme für die erneute Führung der Greifvögel. Und wieder stoßen die Widder zu. Jakob Matzken fasst sich ein Herz, hämmert den Ball auf den Kaarster Schlussmann, der nur nach vorne abprallen lassen kann und Matzken hämmert den eigenen Rebound in die Maschen, Ausgleich bei 57:16. Die theoretische Chance auf Klassenerhalt lebt, Lüdenscheid liegt in Iserlohn zurück. Die RAMS jetzt das stärkere Team auf dem Platz, aber Kaarst abgeklärt. Erneuter Defensivfehler, 58:21 Kaarst geht wieder in Führung!

RAMS nehmen die letzte Auszeit Wilmshöfer/Wilbert stimmen die Überzahl ab, zeichnen die Positionen auf und holen Felix Tauer aus dem Tor. Und endlich einmal gelingt der Ausgleich ohne empty net, im riesigen Jubel trifft Raphael Scheu auf Vorarbeit von Jakob Matzken.  Danach folgen die wohl schwärzesten Sekunden des Düsseldorfer Skaterhockeys. Es sind noch exakt 28 Sekunden zu spielen, und aus unerklärlichen Gründen gehen die Spieler auf dem Feld nicht aktiv genug auf die Kaarster Angreifer zu, die sicherlich nicht auf diese Chance hoffen konnten, und so schießt eine Sekunde vor Schluss Kaarst den Siegtreffer durch Mann und Maus hindurch ins Düsseldorfer Tor.

Damit hat Kaarst noch Chancen auf den Klassenerhalt, Düsseldorf geht natürlich mit sehr traurigen Emotionen zu Saison- und Spielverlauf in die zweite Bundesliga. Allerdings mit Konzept. So wird man auch diese Niederlage, wie schon so viele Andere in der Vereinsgeschichte verarbeiten und verkraften. Man wird daraus lernen müssen und sich fragen, was man innerhalb der Mannschaft und im Verein in diesem Jahr richtig, aber was auch alles falsch gemacht hat, um die positiven Aspekte zu stärken und die negativen abzustellen. Düsseldorf hat kein klassisches Absteigergesicht gezeigt. Viel zu viele Spiele waren äußerst knapp verloren und bis zum Ende offen. Aber es gibt keinen halben Abstieg.  Man muss sich auch fragen, ob die eingleisige Bundesliga eine richtige Entscheidung war, ob die Möglichkeit mit Spielern zum Erfolg zu kommen, die nicht ganzjährig Skaterhockey spielen, zulässig sein sollte, wenn Traditionsvereine, die diesen Sport aufgebaut haben, den U16 Europapokalsieger stellen, mit ganz vielen Nachwuchskräften Europameister wurden und diese im Team aktiv sind, nicht mal bundesligatauglich sind. Der Verein, die Trainer müssen sich fragen, was daran richtig und falsch war, der Verein muss sich auch fragen, ob er dabei aktiv genug im Verband mitgewirkt hat, aber auch der Verband muss sich fragen, wie diese Dinge zusammenpassen und dies das Signal ist, welches man senden möchte. Niemand möchte dies als Entschuldigung oder einseitiges kritisieren verstanden wissen, es ist eine differenzierte Selbstkritik, die alle Faktoren einmal ins Bewusstsein bringen kann.

Am kommenden Samstag findet somit das letzte Erst-Bundesligaspiel der RAMS im Sportpark Niederheid gegen die Bissendorfer Panther statt. Vielleicht wollen die Fans Ihre Mannschaft dennoch positiv verabschieden, die Mannschaft möchte in jedem Fall noch einmal die letzten Kräfte mobilisieren.

PM Düsseldorf Rams

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.