Wie in der Vorberichterstattung bereits mitgeteilt, wurde während des diesjährigen Pfingstwochenendes der Summer Cup 2014 erneut auf der Bezirkssportanlage Niederheid an der Paul-Thomas-Straße ausgetragen. Bei schwülheißen Temperaturen in und vor den Hallen wurde den aktiven Sportlern, den Organisatoren, aber auch den unzähligen Helfern und Betreuern aus dem ganzen Verein alles abverlangt. Umso erfreulicher, welche ausgezeichneten spielerischen Leistungen den zahlreichen Zuschauern im Verlauf des gesamten Turniers geboten wurden. Unsere Damenmannschaft trat als Summer Cup Sieger der Jahre 2009, 2010, 2011, 2012 und 2013 in der Damenkonkurrenz an und das erklärte Ziel war auch für 2014 klar definiert: der Titel sollte auch zum 6. Mal in Folge geholt werden und in Düsseldorf verbleiben! Neben dem Titelverteidiger Düsseldorf Rams traten an die Spielgemeinschaft Vesterbro Starz und Gentofte aus Dänemark, die in diesem Jahr unter dem Vereinsnamen von Gentofte antraten, zudem aus der Schweiz die Bienne Sealanders und aus Deutschland die Bissendorf Panther und der aktuelle Tabellenzweite der 1. Damenliga, unsere Dauerkonkurrenten Menden Mambas. Im gesamten Turnierverlauf der Damenkonkurrenz wurden alle Spielbegegnungen 2 x 15 Minuten gespielt, nicht nur in der Vorrunden, sondern auch im Halbfinale und das Finalspiel selbst. In der Vorrunde spielte zunächst jeder gegen jeden, aus der Rangfolge ergaben sich die Halbfinalpaarungen Erster gegen Vierter und Zweiter gegen Dritter. Die Sieger bestreiten das Finale am Sonntag. Begonnen wurde die Damenkonkurrenz mit der kompletten Vorrunde am Samstag und am Sonntagmorgen traditionell in der Skaterhalle. Die Halbfinalspiele und das Finale hingegen wurden in der großen Dreifachturnhalle vor entsprechend großem Publikumsrahmen ausgetragen. Ebenso traditionell begannen die Rams-Damen das Turnier am Samstagmorgen, 07:00 Uhr, mit dem Brötchendienst an der Kuchentheke für Sportler, Betreuer, Orga-Team und sonstige Frühaufsteher.

Spielerisch griffen die Ramserinnen in das Turnier erst am Samstag um 12:15 Uhr ein, hier jedoch direkt mit der Topbegegnung gegen die Menden Mambas, die bereits eingespielt im Turnierverlauf standen, denn sie hatten bereits vormittags gegen Gentofte knapp mit 3:2 gewonnen. Spielertrainerin Nadine Joisten konnte beim diesjährigen Summer Cup auf einen fast kompletten Kader zurückgreifen; es fehlten lediglich Nina Heuser und Jessica Trinks, sowie die weiterhin mit Kreuzbandriss verletzte Britta Schroeder. In der Defense liefen auf die bekannten und entsprechend eingespielten Duos Kira Kanders / Maren Krämer und Kira Riepe / Susanne Schwedt. In der Offensive standen bereit Andrea Lanzl / Vena-Marie Kanters, Jana und Mia Bagusat, Janine Wilbert und Elena Unterlöhner, sowie Nadine Joisten selbst. Demzufolge präsentierte sich der Titelverteidiger gleich zu Beginn des Turniers offensiv und laufstark. Spielertrainerin Nadine Joisten ließ das Team im schnellen Wechsel in die erste Partie starten und die Mambas wurden von der starken Laufoffensive des Heimteams regelrecht überrannt. Bereits nach 2 Minuten gelang Andrea Lanzl mit einem Schlagschuss im rechten unteren Eck die Führung zum 1:0. Danach entwickelte sich im ersten Spielabschnitt ein sehenswertes Kräftemessen der beiden Topteams aus der 1. deutschen Damenliga. Beide Teams zeigten schnelles und kombinationssicheres Damenhockey auf höchstem Niveau, sowohl die Offensivabteilungen, wie auch die Defensiven beider Teams hellwach mit exzellenter Laufarbeit und sicherem, schnellem Passspiel. Dazu zwei Goalies, die mehrfach hüben wie drüben ihr Können unter Beweis stellen konnten und ausgezeichnete Saves zeigten. So endete der 1. Spielabschnitt – trotz einer Düsseldorfer Unterzahl – mit der knappen 1:0 Führung für Düsseldorf.

Auch im zweiten Spielabschnitt begannen die Ramserinnen mit einer Unterzahl, die aber ebenfalls unbeschadet und sicher überstanden wurde. In der Folge zeigten die Ramserinnen stärkeres Pressing, kamen dadurch zu weitaus mehr Spielanteilen und höherem Ballbesitz. Das zeichnete sich aus, wurde Menden doch mehr und mehr in die Defensive gedrängt, reagierte eigentlich nur noch auf die Tempogestaltung der Ramserinnen. Selbst in der Unterzahlsituation zeigten sich die Ramserinnen mutig und offensiv. Andrea Lanzl eroberte den Ball, brach durch die Mendener Linie hindurch und passte exakt auf die mitgelaufene Vena-Marie Kanters, die sicher zum 2:0 für Düsseldorf einschob. Nur kurz darauf folgte das 3:0 für Düsseldorf, als man mustergültig im Slot vor dem Mendener Tor agierte, den Ball nicht verlorengab und ihn letztlich mit viel Arbeit über die Linie drücken konnte. Mit diesem 3:0 war die Partie entschieden, obwohl die Mambas noch mehrfach gefährliche Tempogegenstöße zeigten, die aber sicher von der gut gestaffelten Düsseldorfer Defensive abgelaufen wurden. Düsseldorf war jedoch nach dem Treffer zum 3:0 ca. 3 Sekunden vor Abpfiff beim letzten Bully unkonzentriert und unorganisiert, so dass die Mambas noch den Treffer zum 3:1 Endstand erzielen konnten. Nach der gewonnenen Partie absolvierten unsere Spielerinnen wieder ihre Dienste an der Kuchentheke und traten um 16:00 Uhr in der nächsten Topbegegnung gegen die Spielerinnen aus Gentofte / Dänemark an. Auch in dieser zweiten Turnierpartie zeigten die Ramserinnen erneut gutes Tempospiel, gepaart mit sicherem – und vor allem schnellem Zuspiel. Die Dänen zeigten wieder einmal ihr sicheres und kräfteschonendes Stellungsspiel, ist doch diese Mannschaft über viele Jahre hinweg gereift und entsprechend spiel- und turniererfahren. Im ersten Spielabschnitt war es aber wieder Andrea Lanzl, die ihrer jungen Sturmpartnerin Vena-Marie Kanters den Ball auflegte und Vena durch die Beine der dänischen Torfrau zum 1:0 einschob.

Im zweiten Spielabschnitt erhöhten die Dänen das Spieltempo und es ergab sich ein offener Schlagabtausch auf beiden Seiten des Feldes. Gentofte gelang dann im zweiten Spielabschnitt der Ausgleich zum 1:1, es verblieben noch 5 Spielminuten, in denen Captain Nadine Joisten ihre Spielerinnen noch einmal antrieb. Die Ramserinnen reagierten umgehend, zeigten ausgezeichnete Kombinationen und kamen im direkten Gegenzug gefährlich vor das dänische Tor, Mia Bagusat, bestens postiert im Slot, bekam den Ball und schoss unhaltbar und sicher im oberen linken Eck zum 2:1 Endstand ein. In der noch verbleibenden Spielzeit versuchten die Dänen zwar, den Ausgleich doch noch zu erzwingen, aber Düsseldorfs erfahrene Defensive ließ alle Torversuche scheitern. Damit hatten die Ramserinnen beide Spitzenpartien direkt zu Turnierbeginn gewonnen. Um 19:30 Uhr ging es dann weiter mit der Partie gegen die Bissendorf Panther. Die hohen Temperaturen hatten die Halle mittlerweile extrem aufgeheizt und den Spielerinnen war die Anstrengung deutlich anzusehen. Dennoch spielten die Ramserinnen temporeich auf, führten den Ball lange und sicher in den eigenen Reihen, bis Verteidigerin Kira Kanders mit einem sehenswerten Schlagschuss Bissendorfs Torfrau prüfte, die den gewaltigen Schuss nur mit der Kelle am Boden abwehren konnte, der Spielball flog senkrecht weit nach oben in Richtung Hallendecke, kam kerzengerade wieder herunter und schlug hinter der Torfrau im Bissendorfer Tor ein. 1:0, ein kurioses Tor. In der Folge spielten die Ramserinnen weiter überlegen auf, hatten deutlich mehr Spielanteile und kontrollierten die Partie zusehends. Selbst Leihspielerin Jana Gowinkowsky von den Duisburg Ducks, die im Turnier für Bissendorf spielte, konnte in dieser Partie keine gefährlichen Akzente setzen. Die Feldüberlegenheit setzten die Ramserinnen daher direkt in Tore um, Vena-Marie Kanters passte auf Andrea Lanzl, die aus halblinker Position das 2:0 erzielte und noch im ersten Spielabschnitt folgte Captain Nadine Joisten mit dem Treffer zum 3:0, als Vena-Marie Kanters zurücklegte auf ihren Captain, die mit einem Schlagschuss aus halbrechter Position das Ergebnis des ersten Durchgangs markierte.

Im zweiten Spielabschnitt ließen es die Ramserinnen etwas ruhiger angehen, kontrollierten die Partie jedoch weiterhin deutlich, bestimmten das Spieltempo, nahmen aber den Druck etwas heraus, um Kräfte zu schonen. So fiel im zweiten Spielabschnitt nur noch ein Treffer, als sich Kira Riepe auf Zuspiel von Vena-Marie Kanters kämpferisch stark vor dem Bissendorfer Tor durchsetzen konnte und den 4:0 Endstand dieser letzten Tagespartie erzielte. Am Sonntag begann der Tag für unsere Damen erneut um 07:00 Uhr mit dem Brötchendienst, danach begann um 08:45 Uhr pünktlich die letzte Vorrundenpartie gegen die Schweizer Bienne Sealanders. Auch hier zunächst das gleiche Bild wie am Vortag, die Rams läuferisch stark, schnelle Zuspiel und vor allem druckvolle und sichere Angriffskombinationen durch die gesamten Reihen und Blöcke, selbst die Defensive zeigte sich spielerisch druckvoll nach vorn, schaltete sich immer wieder in die flüssigen Angriffskombinationen ein. Den Torreigen eröffnete wieder Andrea Lanzl auf Zuspiel ihrer jungen Sturmpartnerin Vena – Marie Kanters. Kurz darauf folgte das 2:0 durch Stürmerin Elena Unterlöhner, die mit einem gut getimten Querpass von Kira Riepe bedient wurde und sicher unten rechts ins Schweizer Tor einschob.

Im zweiten Spielabschnitt zeigten sich die Ramserinnen etwas zu verspielt und vor allem zu offensiv, die Defensive war weit aufgerückt und im Aufbau eines neuen Angriffs wurde der Ball verloren, die Schweizerinnen brachen durch und ließen Goalie Jastine Borgmann keine Chance zur Abwehr. Unter großem Jubel erzielten die Bienne Sealanders den Anschlusstreffer. Doch die Ramserinnen reagierten direkt, das Tempo wurde deutlich erhöht, die Angriffe druckvoll und zwingend und im direkten Gegenzug erzielte Captain Nadine Joisten den Treffer zum 3:1. Den Schweizerinnen verpasste man damit einen herben Dämpfer, deren Freude über den Torerfolg lediglich 40 Sekunden angedauert hatten. Danach dominierten die Düsseldorferinnen die Partie vollends und den Schlusspunkt unter die Vorrundenspiele Düsseldorfs setzte Andrea Lanzl auf Zuspiel von Nadine Joisten mit einem regelrechten Hammerschuss aus vollem Lauf im oberen rechten Toreck. 4:1 der Endstand.

Düsseldorf damit einzig ungeschlagen Vorrundenerster; die Halbfinalpaarungen sahen wie folgt aus:

Erster gegen Vierter: ISC Düsseldorf Rams ./. Bienne Sealanders
Zweiter gegen Dritter: Menden Mambas ./. Gentofte

In der ersten Halbfinalpaarung Menden / Gentofte konnten sich die Mambas 6 Sekunden vor Ende der Partie knapp gegen die Spielgemeinschaft aus Dänemark als erster Finalteilnehmer 2014 durchsetzen.

In der zweiten Halbfinalpaarung begannen die Ramserinnen wieder druckvoll, laufstark und offensiv ausgerichtet. Das zahlte sich aus, die Hausherrinnen in der Dreifachturnhalle vor gut gefüllten Rängen überlegen, sicher der Spielaufbau, schnell das Zuspiel und variantenreich die Angriffskombinationen. Bereits in der 6. Spielminute war es Mia Bagusat, die Zuspiel ihrer Schwester Jana den Ball im oberen rechten Toreck versenken konnte. Nach diesem ersten Düsseldorfer Treffer forderte Captain Nadine Joisten umgehend, das druckvolle Spiel nach vorn fortzuführen, dem Gegner keine Zeit zum Verschnaufen zu geben. Daraus ergab sich, dass auch die Defensivspielerinnen weiter nach vorn aufrückten und sich in die Angriffskombinationen einschalteten. Kira Riepe sah die sich gegen ihre Gegenspielerin durchsetzende Susanne Schwedt auf halbrechter Position in den freien Raum hineinlaufen und passte blitzschnell und scharf in die Lücke, so dass Susanne den Ball volley annahm und zum 2:0 im oberen Toreck einnetzten konnte.

Auch nach diesem Treffer spielten die Ramserinnen ungehindert schnell und druckvoll auf, zudem zeigten sich bei allen Spielerinnen mehr und mehr Spielfreude, die Kombinationen flüssig und sicher. Bei einem Wechsel beider Teams sah Kira Riepe eine große Lücke auf dem Feld und raste sodann wieselflink mit dem Spielball an der Kelle über das gesamte Feld und schoss aus vollem Lauf zum 3:0 ein. Dies war auch der Endstand des ersten Spielabschnitts. Im zweiten Abschnitt bot sich den Zuschauern das gleiche Bild, Düsseldorf dominant, bestimmend, sicher im Kombinationsspiel durch alle Reihen und Blöcke hindurch, mit hohem Ballbesitz. So zogen die Düsseldorferinnen ein ums andere Mal vor das Tor der Schweizerinnen. Nadine Joisten passte mustergültig auf die im Slot freistehende Andrea Lanzl, die im Nachschuss zum 4:0 einschob. Nur kurz darauf eine ähnliche Szene, als Elena Unterlöhner auf Zuspiel von Kira Riepe ebenfalls im Nachschuss – hier jedoch mit der Rückhand – zum Endstand von 5:0 einschob.

So ergab sich im Jahr 2014 die gleiche Endspielpaarung wie bereits 2013: ISC Düsseldorf Rams gegen Menden Mambas, wieder eine rein deutsche Paarung und zugleich der erste Topvergleich des aktuellen Tabellenführers der 1.Damenliga Düsseldorf Rams (aufgrund des besseren Torverhältnisses) gegen den punktgleichen Tabellenzweiten Menden Mambas. Im Vorjahr wurde den Zuschauern ein wahrhaft spannendes Endspiel geboten, in dem Düsseldorf erst 3 Sekunden vor Schluss der Partie durch Andrea Lanzl knapp mit 3:2 gewinnen konnte.

Nun also eine Neuauflage. Die Mambas in diesem Jahr in der Liga bislang sehr stark aufspielend, mit breitem Kader, zusammengesetzt aus jungen und erfahrenen Spielerinnen, dazu ein neues Trainerduo, die bereits in der kurzen Vorbereitungsphase 2014 erstaunliches geleistet haben und den Mendener Kader sehr gut aufgestellt haben. Beide Teams kennen sich aus unzähligen Begegnungen, sei es in der Liga, im Pokal oder auf Turnieren. Oftmals entscheidet einzig die Tagesform, Kleinigkeiten, die den einen oder anderen Vorteil ausmachen. So hatten sich im bisherigen Turnierverlauf unsere Spielerinnen mit viel Laufarbeit, hohem Tempospiel, aber vor allem schnellen und sicheren Kombinationen in eine wahre Spielfreude gespielt, die man allen Spielerinnen des Teams im Gesicht ablesen konnte. Dazu kam viel Zuversicht vor der Partie gegen Menden.

Und so verwundert es nicht, dass die Spielerinnen die Vorgaben von Spielertrainerin Nadine Joisten auch gleich in die Tat umsetzten. Wie in der Vorrundenpartie wurde Menden direkt massiv unter Druck gesetzt, hohes Tempo, direkter und schneller Zug zum gegnerische Tor und bereits nach 35 Sekunden war es Vena-Marie Kanters, die im Nachschuss Mendens Torfrau Malzahn zum 1:0 überwinden konnte. Das war ein wahrer Endspielbeginn, damit hatten selbst die größten Düsseldorfer Optimisten nicht gerechnet. In der Folge zeigten sich die Mambas zunächst beeindruckt von diesem frühen Düsseldorfer Treffer, sie waren ungeordnet, wenig druckvoll, was den Düsseldorferinnen ungeahnt Räume eröffnete und die Mambas zu einer eher defensiven Spielweise zwang.

Düsseldorf mehr und mehr feldüberlegen, der Ballbesitz in dieser Anfangsphase deutlich höher als beim Gegner Menden. In Spielminute 10:03 zeigte sich die Mendener Abwehr unkonzentriert und agierte überhastet, bekam den Ball nicht aus dem eigene Feld und Kira Riepe umkurvte das Mendener Tor und mit einem simplen Bauerntrick gelang ihr das verdiente 2:0. Die Düsseldorfer setzten umgehend nach, jede Reihe und jeder Block spielte kraftvoll auf, mit hohem Tempo, deutlichem Ballbesitz und vor allem sehr, sehr schnellem und sicherem Zuspiel wurden die Räume auf dem Spielfeld durchlaufen und in Spielminute 12:35 war es wieder Kira Riepe, die von halblinks kommend nach innen zog und den Ball unhaltbar exakt im oberen rechten Toreck versenkte. Dies stellte auch den Endstand im ersten Spielabschnitt dar, die ersten 15 Minuten hatte Düsseldorf die Partie sichtbar beherrscht.

In den zweiten 15 Minuten spielten die Mambas stärker auf, kamen immer wieder gefährlich vor das Düsseldorfer Tor, es zeigte sich, Menden hatte sich noch lange nicht aufgegeben. Das ist ja auch die Stärke dieses Teams aus Menden, sich mental aufzurichten, innere Stärke zu zeigen und sich gegen drohende Niederlagen aufzubäumen und entgegen zu stellen. Doch bei diesem Turnier hatten sich die Ramserinnen zuvor derart überzeugend in ihrer Spielweise präsentiert, dass sie einfach nicht zu erschüttern waren. Sicher wurde der Ball immer wieder dem Gegner aus Menden abgetrotzt, dann ebenso sicher in den eigenen Reihen geführt, anschließend ein mustergültiger Aufbau nach dem anderen gespielt. Und so setzte dann das Jungtalent Vena-Marie Kanters in Spielminute 19:05 den Schlusspunkt unter das Endspiel; im Alleingang und mit einem sehenswerten Schlagschuss aus vollem Lauf erzielte sie das 4:0. In den restlichen Minuten spielten die Ramserinnen – trotz Mendens unermüdlicher Gegenwehr – die Partie konzentriert, sicher und fair zu Ende und haben damit im Jahr 2014 den Summer Cup zum 6.Mal in Folge gewonnen !!

Abschließend muss man zur Turnierleistung des Düsseldorfer Damenteams sagen, dass neben den sehr gut und lange Zeit eingespielten Sturmduos Andrea Lanzl / Nadine Joisten, Jana und Mia Bagusat, sowie Janine Wilbert und Elena Unterlöhner mit dem Neuzugang aus Kaarst – Vena-Marie Kanters – ein echtes Talent im Sturm der Ramserinnen steht. Zudem zeigt sich, dass Vena-Marie mit Andrea Lanzl bestens harmoniert und die beiden ein kongeniales Sturmduo darstellen, die in wenigen Spielen zusammengefunden haben und deren Laufwege und Spielverständnis in ausgezeichnetem Maß zusammenpassen. Damit ist Düsseldorf immer wieder in die Lage versetzt, die Spiele mit hohem Tempo und schnellem Wechsel druckvoll in des Gegners Hälfte zu verlagern und dort mit dem auch in diesem Turnier gezeigten variantenreichen, vor allem aber schnellen und sicherem Zuspiel und Angriffsspiel torgefährlich aufzutreten. Das Ganze ist – das darf man nicht vergessen – natürlich gepaart mit einer ebenso sicher auftretenden und äußerst stabilen, sehr gut eingespielten Defensive möglich, die bei Bedarf die Sturmabteilungen bestens im Zug nach vorn unterstützt, sei es durch fulminante Schlagschüsse, sei es durch Tempoläufe oder durch extrem gut getimte Pässe in den freien Raum.

Das Damenteam hat alle diese Tugenden im Turnier 2014 in fast perfekter Form gezeigt und in allen Turnierspielen entsprechend und uneingeschränkt aufgeboten, hat wieder einmal sehr viele Tore erzielt und die wenigsten Tore hinnehmen müssen Letztlich ist der 6. Turniersieg in Folge daher verdient erspielt worden. Bei der Siegerehrung konnte Captain Nadine Joisten mit großer Freude entgegennehmen und Andrea Lanzl freute sich erneut über die Wahl in das All-Star-Team der Damen. Unserem Verein, dem Orga-Team, den unzähligen Helfern und Helferinnen und dem gesamten Vorstand danken wir an dieser Stelle für das wieder einmal wunderschöne Turnier und freuen uns bereits heute auf die Fortsetzung in 2015.

Menden, Gentofte und Bienne Sealanders werden wir bereits in zwei Wochen beim Europapokal in Delemont/Schweiz wiedersehen. Dort freuen wir uns auf ebenso spannende Turnierspiele, auch wenn das dort antretende Düsseldorfer Team personell leider deutlich dezimiert antreten wird.

Thorsten Schwedt

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