Logo_Iserlohn_RoostersDie Iserlohn Roosters GmbH ist die ausgegliederte Profimannschaft, des Iserlohner Eishockey Clubs (kurz IEC). Die Mannschaft absolviert ihre Spiele in der Eissporthalle am Seilersee, die für ihre gute Stimmung durch die Fans bekannt ist.

Die Ursprünge sind in der ehemaligen Kanadischen Kaserne in Deilinghofen zu finden. Als der Korea Krieg vorbei war, wurden im Jahr 1953 kanadische Soldaten im Hemeraner Ortsteil Deilinghofen stationiert. Um ihrem Lieblingshobby nachzugehen, errichteten sie kurz danach eine Eishalle auf dem Kasernengelände. Die Jugendlichen des Dorfes fanden Gefallen an der neuen Sportart und spielten im Winter auf Seen und Teichen mit alten Dosen und Spazierstöcken.

1957 erlaubten die Kanadier dann den Bewohnern von Deilinghofen auch die Eishalle zu benutzen. Nach einigen Übungseinheiten und Talentsichtung der Jugendlichen wurde das erste Spiel 1958 gegen die Mannschaft aus Soest gespielt. Der Grundstein für einen Verein war gelegt und der Tatendrang war groß.

1959 wurde dann in einer Kneipe in Deilinghofen der Eishockey Club Deilinghofen gegründet (kurz ECD). Die Farben des Zeichens und der Trikots waren Blau-Weiß. Es war allerdings vorerst nur eine Jugendmannschaft, die mit zunehmendem Alter der Spieler in die Erwachsenen-Ligen überging. 1977 schaffte das Team erstmals den Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse. 1979 wurde der Verein in ECD Iserlohn umbenannt, da der neue Standort nun am Seilersee war.

Im Jahr 1987 stand der ECD kurz vor dem Bankrott, woraufhin der damalige Vereinsboss Heinz Weifenbach einen Millionen Werbevertrag mit dem Lybischen Revulutionsmotor Muhammar al-Ghaddafi unterzeichnete. Der ECD lief mit Werbung für „Das grüne Buch“ auf, was für Empörung in der Politik sorgte. Weil dem Verein mit Lizenzentzug gedroht wurde, war diese Aktion schnell beendet. Trotz dieses Vertrages war der finanzielle Bankrott nicht mehr abzuwenden.

Das erste Roosters Logo in der DEL
Das erste Roosters Logo in der DEL

Nach diesem Eklat wurde 1988 der ECD Sauerland gegründet, der allerdings aufgrund erneuter finanzieller Fehlentscheidungen kein langes Leben hatte und 1994 Konkurs angemeldet hat.

Mit dem Ziel finanziell sicher dazustehen und weisere Entscheidungen zu treffen, wurde 1994 dann der Iserlohner Eishockey Club, mit den Vereinsfarben Blau-Weiß, wie damals beim ECD, gegründet. Der Verein spielte bis 2000 in der 2. Liga, bis sie die Lizenz der Starbulls Rosenheim erwarben. Daraufhin wurde die Profimannschaft in eine GmbH ausgegliedert, die bis heute unter dem Namen „Iserlohn Roosters GmbH“ in der DEL spielt.

Ein paar Fakten am Rande:

Collin Danielsmeier ist der Rekordspieler der Roosters, er spielte fast die komplette DEL Zeit der Roosters in Blau-Weiß.

Langjähriger Spieler Robert Hock ist Rekordscorer der DEL.

Der ECD war der erste Verein, der die Sonderzug-Tradition begonnen hat.

Quellen: Erzählungen und Geschichten meines Opa’s und Vaters, mein Wissen.

Autor: Jan Kaltenbach

Zur Verfügung gestellt für NRW Hockey am 13.10.15

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