Ohne den verletzten Nick Bovenschen, die gesperrten Jan Lankes, Kevin Orendorz und Michel Ackers, sowie den beruflich verhinderten André Grein musste der Krefelder EV am Freitagabend in der Rheinlandhalle gegen die den Königsborner JEC antreten. Dafür durften Kevin Neumüller und Johannes Feuerpfeil aus dem DNL Team, Oberligaluft schnuppern. Wahrlich schlecht begann die Partie, als bereits nach 19 Sekunden der Puck im Krefelder Tor landetet. André Kuchnia war es, der nach Zuspiel von Jakub Krätzer und Igor Alexandrov den Puck sicher im Tor des Krefelder Goalies Christian Wendler unterbrachte. Dies wollten die Schützlinge von Krefelds Coach Elmar Schmitz nicht auf sich sitzen lassen und erspielten sich einige sehenswerte Torchancen, doch einzig der Puck wollte die Torlinie der Gäste nicht überqueren. So konnten auch mehrere Überzahlsituationen im ersten Drittel nicht genutzt werden. Es fehlte der berühmte „letzte Pass“ und so ging es mit einer schmeichelhaften Führung für die Gäste in die erste Pause.

In der Kabine gab es scheinbar die richtigen Worte, denn die Krefelder Kufencracks gaben nun mächtig Gas und spielten schnell und zielstrebig nach vorn. So konnte Lorenzo Maas in der 24. Spielminute, nach Vorarbeit von Christian Schlesiger und David Bineschpayouh, den hochverdienten Ausgleich zum 1:1 markieren. Die Freude währte nicht lange, denn keine Zeigerumdrehung später kamen die Gäste durch Kapitän Lars Gerike, auf Zuspiel von Jakub Krätzer und Igor Alexandrov, zu ihrem 2:1 Führungstreffer. Von nun an geriet der Bulldogs Goalie Sebastian May unter Dauerbeschuss. Beinahe im Minutentakt tauchten die Krefelder gefährlich vor seinem Tor auf. Mit schnellen und sicheren Kombinationen wurden die Gäste nun in ihrem Drittel eingeschnürt und kamen nur noch selten dazu, sich aus der Umklammerung zu befreien. In der 29. Spielminute fiel dann der längst fällige Ausgleich zum 2:2. Auf Zuspiel von Artem Klein und Dennis Swinnen, ließ Krefelds Torjäger Marc Schaub dem gegnerischen Goalie keine Abwehrchance. Vier Minuten später mussten sich die Königsborner wieder geschlagen geben, als Raphael Niederehe nach Vorarbeit von Marc Schaub und Dennis Swinnen, die erstmalige Führung erzielte. Die Bulldogs zeigten sich schwer beeindruckt und suchten ihr Heil nun in der Defensive. Immer wieder tauchten die schnellen Stürmer der Krefelder vor dem gegnerischen Kasten auf und die Gäste konnten sich bei ihrem Torhüter May bedanken, dass das Ergebnis nicht bereits höher ausgefallen war. In der 37. Spielminute hatten die Königsborner abermals das Nachsehen und so erzielte Thomas Dreischer nach schnellem Zuspiel von André Oesterreich und Philip Hendle das 4:2. Mit dieser Führung ging es in die zweite Drittelpause.

Das letzte Drittel begann, wie das zweite endete und so waren es wieder die Krefelder, die das Heft in die Hand nahmen. Wie auch beim Tor zum 4:2, war es Thomas Dreischer, der in der 44. Spielminute wieder erfolgreich war. Auf Vorarbeit von Christian Wendler und Lorenzo Maas ließ er Sebastian May im Königsborner Tor keine Chance. Es dauerte nur 16 Sekunden, bis die Gäste zurückschlugen. So war es der Bulldogsverteidiger Francesco Lahmer der auf Zuspiel von Patric Schnieder den Anschlusstreffer zum 5:3 erzielen konnte. Die schwarz/gelben ließen sich jedoch nicht beeindrucken und spielten diszipliniert und schnell nach vorn. Auch die Gäste konnten sich das ein oder andere Mal befreien und erspielten sich nun wieder mehr Spielanteile. Als in der 51. Spielminute der zweifache Krefelder Torschütze Thomas Dreischer mit 2 Minuten wegen Spielverzögerung in der Kühlbox saß, hatten die Bulldogs die große Chance mit einem weiteren Treffer wieder heranzukommen. Doch es kam anders, als erwartet. Lorenzo Maas erkämpfte sich den Puck an der Mittellinie, passte gekonnt auf den freistehenden Marc Schaub, welcher mit einem sehenswerten Rückhandschuss in die kurze, obere Ecke eiskalt zur 6:3 Führung vollstreckte. Doch die Gäste gaben sich nicht geschlagen und kamen nur 120 Sekunden später erneut durch Lars Gerike zum 6:4 Anschlusstreffer. Drei Minuten vor Spielende kassierte der KEV eine weitere Strafe. Kai Oltmanns musste wegen Behinderung auf der Strafbank Platz nehmen und die Gäste witterten ihre letzte Chance, das Spiel doch noch irgendwie drehen zu können. Bulldgos Trainer Gert Compain nahm eine Auszeit und Goalie Sebastian May wurde zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis genommen. Die Krefelder verteidigten nun geschickt und auch Goalie Christian Wendler zeichnete sich mit gewohnt guten Paraden in dieser schwierigen Situation aus. Nun fehlte den Seidenstädter das nötige Scheibenglück, denn dreimal scheiterten die Hausherren daran, den Puck im leeren Tor des Gegners unterzubringen.

Torfolge:
0:1 (1.) A. Kuchnia
1:1 (24.) Maas
1:2 (25.) Gerike
2:2 (29.) Schaub
3:2 (37.) Dreischer
4:2 (44.) Dreischer
5:3 (45.) Lahmer
6:3 (52.) Schaub
6:4 (54.) Gerike

Strafen:
Krefeld 10 / Königsborn 14

Zuschauer:
139

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