Der Jubel war groß nach dem Penaltyerfolg gegen Duisburg

Mit 3:2 gewinnt der Krefelder EV das erste Endrundenspiel gegen den Favoriten aus Duisburg. Die über 500 Zuschauer bekamen in der Rheinlandhalle alles geboten, was das Eishockeyherz begehrt. Zunächst sah es danach aus, dass die Gäste aus der Nachbarstadt die Partie diktieren können, doch die Krefelder Jungs zeigten Moral und kämpften sich zurück ins Spiel. Im zweiten Drittel drückten sie dem Spiel ihren „Stempel“ auf und brachten die Duisburger schier zur Verzweiflung. Erst im Penaltyschießen konnte der Sieger ermittelt werden. Thomas Dreischer verwandelte den 12. Penalty zur Freude der heimischen Zuschauer.

Pünktlich um 19:30 Uhr wurde das erste Endrundenspiel des Krefelder EV vom Schiedsrichtergespann Schukies, Hinterdobbler und Teichrib angepfiffen. Der erste Angriff gehörte den schwarz/gelben, doch Füchse Goalie Björn Linda hielt den Kasten sauber. Bereits in der ersten Spielminute erhielt Krefelds Verteidiger Kai Oltmanns eine 2 Minuten Strafe, wegen Spielverzögerung. Von nun an diktierten die Gäste aus Duisburg das Spielgeschehen und drückten auf das Führungstor. Mehrmals konnte sich der bestens aufgelegte Krefelder Schlussmann, Christian Wendler, auszeichnen und auch die Verteidiger wussten defensiv zu überzeugen. Als dann KEV Verteidiger Mike Schmitz in der 12. Spielminute wegen unkorrekten Körperangriff in die Kühlbox musste, war es Duisburgs Clarke Breitkreuz der auf Zuspiel von Kapitän Markus Schmidt und Neuzugang Thomas Fox sein Team mit 1:0 in Führung brachte. Die Füchse diktierten zu dieser Zeit das Spiel, ließen jedoch beste Chancen aus, das Ergebnis bis zur ersten Pause weiter auszubauen.

 Dennis Swinnen mit zwei Tore am Abend  gegen den EV Duisburg

KEV Trainer Elmar Schmitz hatte in der Pause wohl die richtigen Worte gefunden, denn seine Jungs kamen wie verwandelt aus der Kabine. Mit guten Kombinationen und guter Moral kämpften sich die schwarz/gelben zurück in die Partie. Zunächst scheiterte André Oesterreich in der 22. Spielminute an Duisburgs Björn Linda, welcher all sein Können aufwarten musste. In der 27. Minute musste Duisburgs Stürmer Daniel Fischbuch wegen Beinstellen auf die Strafbank und bot dem KEV die Chance in Überzahl zum Ausgleich zu kommen. Torjäger Dennis Swinnen ließ sich nicht zweimal bitte und versenkte die Scheibe auf Zuspiel von Marc Schaub und Lorenzo Maas gekonnt zum vielumjubelten 1:1 Ausgleichstreffer. Beide Mannschaften spielten nun mit „offenem Visier“ und boten den 538 Zuschauern in der Rheinlandhalle einen tollen Fight. Mit schnellen Spielzügen kamen beide Teams zu besten Torchancen, wobei die Spielanteile nun zugunsten der Hausherren wechselten. In der 30. Spielminute kassierten die Gäste aus Duisburg ihre nächste Strafe. Es traf Kapitän Schmidt, der wegen Hakens auf die Strafbank musste. Die Chance zur Führung ließen sich die Krefelder nicht nehmen und wieder war es Dennis Swinnen, der mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend erfolgreich war. Auf Zuspiel von Kai Oltmanns und Jan Lankes ließ er dem Füchsegoalie keine Abwehrchance. Der Krefelder EV hatte das Spiel nun im Griff und kam auch in den Folgeminuten immer wieder zu hochkarätigen Torchancen, doch es fehlte das nötige Scheibenglück im Abschluss, um die Führung weiter auszubauen. Besser machten es die Gäste 39 Sekunden vor Ende des zweiten Drittels. Auf Zuspiel von Schmidt und Fox glich Förderlizenzspieler Daniel Schmölz zum 2:2 aus. Nun flogen die Fäuste. Jeweils 2 Minuten kassierten die Kontrahenten Schmölz und Breikreuz im Trikot des EV Duisburg, beim KEV waren es Marc Schaub und Kai Oltmanns, die in der Kühlbox Platz nehmen durften. Mit dem Spielstand von 2:2 ging es in die zweite Pause.

Auch im letzten Drittel bot sich zunächst das gleiche Bild, wie im zweiten Durchgang. Krefeld besser im Spiel, die Füchse aufgrund des Spielstandes wie gelähmt. So konnten die schwarz/gelben etliche Torchancen verbuchen, doch Füchsegoalie Linda hielt seinen Kasten sauber. Zur Mitte des letzten Drittel wurden die Gäste dann wieder stärker und feuerten auf das Krefelder Tor. Doch, wie auch im gesamten Spiel, hieß es: „Endstation: Christian Wendler“! Mitten in die Duisburger Angriffsbemühungen platzte dann wieder ein schneller Konter des KEV. Dennis Swinnen war auf und davon und wieder musste Duisburgs Schlussmann Björn Linda „Kopf und Kragen“ riskieren, um diese Großchance zu vereiteln. Nur wenige Augenblicke stand das Duisburger wieder im Mittelpunkt des Geschehens. Wieder hatten die Gäste Glück, als sechs Minuten vor Ende der regulären Spielzeit der Torpfosten vor dem 3:2 bewahrte. Nun war der EV Duisburg wieder am Drücker. KEV-Coach Elmar Schmitz nahm 75 Sekunden vor Ende eine Auszeit, um seine Jungs taktisch neu einzustellen. Nach einem überflüssigen Foul kassierte EVD Stürmer Clarke Breitkreuz in der letzten Minute eine weitere Strafe und so trennten sich beide Teams nach 60 Minuten mit 2:2 unentschieden. Die Entscheidung musste nun in der anschließenden Overtime her. Mit vier gegen drei Spieler agierten die Krefelder nun zu Beginn der Verlängerung. Doch auch die restlichen Minuten verstrichen torlos, so dass es zur Freude der Zuschauer zum Penaltyschiessen kam. Dies sollte sich zu einem wahren Krimi entwickeln. So scheiterten zunächst Hanke, Fox und Breitkreuz auf Duisburger Seite, sowie Dreischer, Schaub und Schlesiger für Krefeld. Auch die nachfolgenden Penalty-Duelle zwischen Swinnen/Fox und Schaub/Hanke blieben ohne Siegtreffer. Als dann EVD Stürmer Daniel Schmölz unglücklich vergab, lagen die Hoffnungen auf Krefelds Verteidiger Thomas Dreischer. Dieser tanzte Füchsegoalie Linda gekonnt aus und vollstreckte eiskalt zum vielumjubelten 3:2 Sieg für den KEV. Der Extrapunkt blieb somit in Krefeld.

Beide Trainer nahmen in der anschließenden Pressekonferenz Stellung zum Spiel. EV Duisburg Trainer Fritzmeier war mit der Chancenausbeute seiner Jungs nicht zufrieden. KEV-Coach Elmar Schmitz war glücklich über diesen hart umkämpften Sieg. „Meine Jungs haben wieder Moral gezeigt und das Spiel trotz optischer Überlegenheit der Gäste zu unseren Gunsten entschieden!“ Ein Sonderlob gilt ebenfalls auch dem Schiedsrichtergespann Schukies/Hinterdobbler/Teichrib, das das Spiel zu jeder Zeit unter Kontrolle hatte und die Partie gut laufen ließen.

Torfolge:
0:1 (12.) Breitkreuz PP+1
1:1 (22.) Swinnen PP+1
2:1 (27.) Swinnen PP+1
2:2 (40.) Schmölz EQ
3:2 (PS) Dreischer

Strafen:
Krefeld 14 / Duisburg 12

Zuschauer:
538


KEV REIST AM SONNTAG NACH DORTMUND

Vorbericht zum Spiel am 06.01.2013 EHC Dortmund – KEV´81
Am Sonntag, den 06. Januar, reist der KEV-Tross zum zweiten Endrundenspiel nach Dortmund. Die Bierstädter sicherten sich mit 8 Siegen aus 22 Spielen den Einzug in die Meisterrunde und zeigten in den letzten Wochen eine ansteigende Form. Im ersten Spiel der Endrunde musste das Team von Trainer Krystian Sikorski jedoch eine herbe 0:10 Niederlage gegen den EC Bad Nauheim einstecken. Zudem trennten sich die Verantwortlichen im Vorfeld von den Spielern Niklas Proyer und Tim Hirtreiter, welche ab sofort nicht mehr für die „Elche“ auflaufen werden. Der Krefelder EV konnte am Freitagabend gegen den Vorrunden-Vierten Duisburg zwei Punkte einstreichen. Das Team von KEV-Coach Elmar Schmitz überzeugte mit einer kämpferischen und nervenstarken Leistung und ließ ihren Worten, Taten folgen. Bereits in der Vorrunde traf der KEV zwei Mal auf den EHC Dortmund, wo sich jeweils das Heimteam durchsetzen konnte. „Es ist ein Spiel auf Augenhöhe!“, so die beiden Trainer unisono. Spielbeginn im Eissportzentrum an der Westfalenhalle ist um 19:30 Uhr.
PM: Krefelder EV

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