Obwohl in der ersten Oberligasaison mit Gewinn der Pokalrunde im Frühjahr diesen Jahres der Abstieg erfolreich abgeschmettert werden konnte gab es den Sommer über einige Änderungen an der Krefelder Westparkstrasse So wurde die Eishockey-Ehe zwischen dem KEV’81 und dem EHC Niederrhein „Die Preussen“ nach nur einem Jahr beendet, was dazu führte, dass der KEV’81 die Planungen für die Saison 2012/13 in kompletter Eigenregie in die Hände nahm.

Der KEV’81 hat zwar mit einem Etat von 80000 Euro einen der niedrigsten der Liga, was aber kein größeres Problem darstellen dürfte. Was an Geld fehlt, wurde stattdessen bei der Zusammenstellung des neuen Kaders, immerhin kamen elf Neuzugängen, wieder wett gemacht. „Krefelder für eine Krefelder Mannschaft“, lautet das Motto an der Westparkstraße, denn KEV-Sportobmann Achim Staudt und Trainer Elmar Schmitz verpflichteten viele Spieler, die schon zu Jugendzeiten das schwarz-gelbe Dress getragen haben. Da alle in der Nähe der Halle wohnen , steht nicht das Geldverdienen im Vordergrund, sondern die Motivation wieder im schwarz-gelben Dress des KEV’81 zu spielen.

Aus Ratingen kam neben Verteidiger Michel Ackers auch das Angriffstrio Philipp Hendle, Andre Oesterreich und Sven Schiefner zurück, die allesamt trotz ihres jungen Alters über die Erfahrung vieler Oberligaspiele verfügen. Mit dem fast 40-jährigen Andre Grein gibt es zudem einen Routinier, der als neue zentrale Führungsfigur auf und neben dem Eis die Mannschaft mit seiner Technik und Übersicht leiten soll.

Dass der KEV’81 auf einem guten Weg ist, zeigte sich schon im April mit Beginn des Sommertrainings. „Die Beteiligung war sehr groß. Die Jungs sind mit viel Willen und Herzblut bei der Sache“, sagt Trainer Elmar Schmitz. Auch die Abstimmung mit der DNL-Mannschaft und den Krefeld Pinguinen hat sich wesentlich verbessert. In der vorherigen Saison sind gegen Ende fast ausnahmslos Spieler aus dem DNL-Team aufgelaufen. Das soll diesmal anders sein, denn der KEV verfügt von Anfang an über einen quantitativ guten Oberligakader. Diesmal müssen sich die Nachwuchsspieler durch Leistungen in den DNL-Spielen für Einsätze im Oberligateam empfehlen. Von den Pinguinen bekam Schmitz in der Vorbereitungsphase regelmäßig Spieler zur Verfügung gestellt, die in seinem Team zum Einsatz kamen und auch in der Meisterschaftsrunde spielberechtigt sind. Besonders wichtig ist, dass es bei den Torhütern hinter Scott Langkow künftig einen regelmäßigen Wechsel gibt. Neben Patrick Vetter glänzte auch Christian Wendler in der Vorbereitung.

„Für die Profis ist es gut, dass die Torhüter genügend Spielpraxis bekommen und im Notfall nicht ins kalte Wasser geworfen werden“, sagt Schmitz. So gerüstet gilt es nun, in der Hauptrunde unter die ersten Acht zu kommen, um an der folgenden Meisterrunde teilzunehmen. Den Beginn zu diesem Unternehmen macht am Freitag ab 19.30 Uhr das Heimspiel gegen Moskitos aus Essen.

Die Gäste haben sich stabilisiert und sind im Angriff sehr stark geworden. Dennoch sollte es dem KEV gelingen, mit seinen vier Reihen diese gehörig unter Druck zu setzen. Anders sind die Voraussetzungen hingegen am Sonntag, wo es ab 18.30 Uhr zum Favoriten EV Duisburg geht. Der Eintritt zu den Heimspielen kostet acht Euro (Erwachsene) und fünf Euro (Jugend).

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