„Für den gesamten Eissport in Krefeld ist die Eisfläche der Werner-Rittberger-Halle unverzichtbar. Für unseren Verein wäre ein weiterer Verzicht auf Trainingszeiten nicht zu kompensieren. Das hat dann erhebliche Leistungseinbußen zufolge“, sagt der Vorsitzende des Krefelder Eislaufvereins von 1981, Jörg Hellwig. Den KEV in seiner heutigen Form würde es dann nicht mehr geben. „Das Niveau unserer Mannschaften kann man nur mit intensivem Training erreichen. Das heißt für uns, mindestens viermal Training in der Woche für alle Mannschaften“. Wenn das nicht mehr gewährleistet wäre, verliere Krefeld zweifellos ein sportliches Aushängeschild und die Pinguine eine wichtige Stütze ihres Nachwuchs-Konzeptes.

Der KEV wolle schon frühzeitig darauf hinweisen, welche Auswirkungen die mögliche Schließung der Werner-Rittberger-Halle habe. „Wir sind sehr besorgt und wollen vor einer Entscheidung des Stadtrates, die ja offensichtlich im September auf Vorschlag des Oberbürgermeisters fallen soll, auf die konkreten Auswirkungen hinweisen“.

Die direkten sportlichen Konkurrenten in Köln und Düsseldorf und auch die Top-Mannschaften in Mannheim und Berlin hätten schon jetzt ganz andere Voraussetzungen. „Dort liegen die räumlichen Voraussetzungen auf einem ganz anderen Niveau. Trainingshallen, die ausschließlich dem Eishockey zur Verfügung stehen, sind dort Standard. Die Schere geht immer weiter auseinander. Das können wir auch nicht mehr mit Engagement und Top-Trainern ausgleichen“.

Rheinlandhalle und Werner-Rittberger-Halle wären voll ausgelastet. Eishockey, Eislaufen, Eisstockschützen, Schulsport, öffentliche Laufzeiten, Hobby-Mannschaften, Turniere und Spiele würden die Hallen komplett auslasten. Dieses breite Spektrum sei aus der Historie der Eislauftradition in Krefeld geboren. „Alle Vereine und Angebote auf einer Fläche, das ist unmöglich. Dabei bleiben unsere Kinder und Jugendliche, aber auch die anderen Vereine auf der Strecke“.

„Ich appelliere an die Verantwortlichen, diese wohl in Deutschland einmalige Tradition des Eissports in Krefeld nicht leichtfertig aufs Spiel zu setzen. Ohne die Werner-Rittberger-Halle ist der Eissport in Krefeld nicht vorstellbar“, sagt Jörg Hellwig.

#KEV81

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