Am Freitagabend zog sich das aufgrund von einigen Ausfällen ausgedünnte Oberligateam des Krefelder EV gegen die Löwen Frankfurt achtbar aus der Affäre. Ohne sieben Stammspieler, dafür mit sieben DNL Spielern, reiste der KEV-Tross nach Frankfurt und trat dort gegen die hochfavorisierten Gastgeber an. Das Schiedsrichtergespann Ansorg, Roth und Ruhnau pfiff die Begegnung pünktlich um 19:30 Uhr an. Bereits von Beginn an zeigten die Löwen, wer Herr im Haus ist und belagerten das von KEV Goalie Christian Wendler gehütete Tor. Vor über 2700 Zuschauern hielten die „jungen Wilden“ aus Krefeld gut dagegen, waren in der vierten Spielminute jedoch machtlos, als Löwen Stürmer Jakub Rumpel einen Nachschuss zur 1:0 Führung verwerten konnte. Ihm assistierten Patrick Schmid und Nils Liesegang. Auch in der Folgezeit gaben die Hausherren den Ton an, doch die taktisch gut eingestellten Krefelder verteidigten geschickt und ließen zunächst nicht viel zu. So dauerte es bis zur 13. Spielminute, als abermals Jakub Rumpel auf Zuspiel von Nils Liesegang und Patrick Schmid erfolgreich war und sein Team mit 2:0 in Führung brachte. Direkt im Anschluss kassierte KEV Verteidiger Michél Ackers eine 2 Minuten Strafe wegen Beinstellens, so dass die Löwen in Überzahl agierten. Diese dauerte gerade einmal 11 Sekunden, bis der Krefelder Goalie erneut geschlagen war. Auf Vorlage von Thomas Schenkel und Norman Martens war es Michael Schmerda, der erneut einen Nachschuss nutzte und auf 3:0 erhöhte. Krefeld versuchte nun sich aus der Umklammerung zu befreien, doch die Frankfurter Hintermannschaft stand sattelfest und lief die gegnerischen Stürmer geschickt ab. In der 16. Spielminute kassierten die Hausherren eine 2 Minuten Strafe in Person von Norman Martens. Der Stürmer musste wegen eines Stockchecks in die Kühlbox und ermöglichte den Gästen vom Niederrhein eine Powerplaysituation. Der Puck lief zunächst gut, doch Löwengoalie Danijel Kovacic war auf dem Posten und vereitelte einen Schuss von Thomas Dreischer. Besser machten es die Gastgeber, als der Ex Krefelder Stephan Kreuzmann noch in eigener Unterzahl den Puck schnell aus dem eigenen Drittel zu Roland Mayr spielte. Dieser legte die Scheibe quer und Tom Fiedler nutzte die Chance zum 4:0. Mit diesem Spielstand ging es in die erste Drittelpause.

In der Kabine hatte der KEV Coach wohl die richtigen Worte gefunden, denn seine Jungs kamen nun besser ins Spiel. Gleich zu Beginn des zweiten Drittels musste Löwengoalie Kovacic mehrmals gegen die schnellen Krefelder Stürmer parieren, ließ aber nichts anbrennen. Mit einer sicheren 4:0 Führung im Rücken spielten die Gastgeber weiterhin sehr dominant, waren aber nicht mehr so zwingend, wie noch im ersten Drittel. Mehrmals konnte sich Krefelds Goalie Wender mit guten Reflexen auszeichnen. Der Ex Frankfurter präsentierte sich in blendender Form und konnte selbst beste Torchancen der Löwen vereiteln. Es dauerte bis zur 33. Spielminute, als auch er machtlos den fünften Frankfurter Treffer hinnehmen musste. Wieder war es der Slowake Jakub Rumpel, der mit seinem dritten Treffer an diesem Abend erfolgreich war. Auf Zuspiel von Liesegang und Kreuzmann ließ er sich nicht zweimal bitten und versenkte die Hartgummischeibe zur 5:0 Führung. Mit diesem Zwischenstand ging es in die zweite Pause.

Im letzten Drittel machte sich der Kräfteverschleiß des Krefelder Rumpfteams bemerkbar und so durfte sich Löwen Torjäger Jakub Rumpel in der 45. Spielminute erneut in die Torschützenliste eintragen lassen. Mit seinem vierten Treffer an diesem Abend war er der Garant zum Frankfurter Erfolg. Die Krefelder Jungs hielten jedoch weiterhin tapfer dagegen und kämpften um jede Scheibe, konnten sich jedoch nur selten aus dem eigenen Drittel befreien. Drei Minuten vor Spielende waren die Löwen erneut erfolgreich. Nils Liesegang konnte in eigener Unterzahl, nach Vorarbeit von Pascal Schoofs und Patrick Schmid, einen Angriff erfolgreich abschließen und besiegelte mit seinem Treffer zum 7:0 die Krefelder Niederlage.

Auf der anschließenden Pressekonferenz gaben beide Trainer ihr Statement zum Spiel. Löwen-Trainer Frank Gentges war mit der Torausbeute seines Teams nicht zufrieden: „Bei der Menge an Torschüssen hätten wesentlich mehr Tore herausspringen müssen. Einige meiner Jungs verstecken sich hinter der roten Reihe Liesegang, Schmid und Rumpel. Wenn man sieht aus welchen Ligen die anderen Spieler kommen, dann muss da deutlich mehr kommen.“ KEV-Trainer Elmar Schmitz: „Uns war klar, dass wir hier in Frankfurt nichts Zählbares mitnehmen können. Schon aufgrund des kleinen Kaders war hier nicht mehr drin. Frankfurt ist nicht der Gegner, mit dem wir uns messen müssen. Wir werden versuchen, solange es möglich an Platz vier dranzubleiben, vielleicht können wir Duisburg ein bisschen ärgern. Unser Ziel ist es die jungen Spieler weiter auszubilden.“

Bereits am Sonntag, den 20.01., muss der Krefelder EV beim Heimspiel gegen die Hammer Eisbären wieder ran. In beiden Vorrundenspielen gegen Hamm gab es knappe Ergebnisse, so dass ein Spiel auf Augenhöhe zu erwarten ist. Pünktlich um 18:00 Uhr wird die Partie in der Rheinlandhalle von Hauptschiedsrichter Heffler angepfiffen.

Torfolge:
1:0 (4.) Rumpel EQ
2:0 (13.) Rumpel EQ
3:0 (14.) Martens PP1
4:0 (17.) Fiedler SH1
5:0 (33.) Rumpel EQ
6:0 (45.) Rumpel EQ
7:0 (57.) Liesegang SH1

Strafen:
Frankfurt 10 / Krefeld 10

Zuschauer:
2.729

PM: Krefelder EV

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