Meister Skaterhockey Landesliga Rheinland – GSG Nord Düsseldorf

Uedesheim. (MR) Am Sonntag stand der letzte Spieltag der Landesliga Rheinland auf dem Spielplan, und die Uedesheim Chiefs II begrüßten die GSG Nord zum Spitzenspiel, das über den Aufsteiger entscheiden sollte. Die Voraussetzungen vor dem Spiel waren ganz klar: die GSG hatte 2 Punkte mehr als die Chiefs auf dem Konto aber das Hinspiel verloren. So hätten die Chiefs die Düsseldorfer überholt, wenn sie das Spiel gewinnen. Andererseits genügte der GSG ein Unentschieden, um Tabellenführer und damit Aufsteiger zu bleiben.

Dass das für die Gastgeber kein Selbstläufer würde, bemerkte man bereits beim Aufwärmen, waren doch die Gäste mit etwa doppelt soviel Personal angereist, als noch im Hinspiel zur Verfügung gestanden hatte! Und dass es gleich in der 2. Spielminute hinter Chiefsgoalie Michael Koster rappelte (Waraxa), war sicher auch nicht eingeplant. In Überzahl allerdings konnte Ringl ausgleichen (5.). Doch man tat sich besonders gegen die teils großen und stämmigen Gäste schwer, und Nürenberg konnte für die Gäste wieder vorlegen (8.). Dass anschließend kurz nacheinander gleich zwei Chiefs auf die Strafbank mussten, trug auch nicht zur Chancenerhöhung bei. Doch durch gute Abwehrarbeit wurde auch diese Klippe umschifft. Als Reimer den erneuten Ausgleich erzielte (16.), war der Jubel groß, und er wuchs noch, als Hinterdobler konsequent nachsetzte und seinen eigenen Abpraller doch noch unterbrachte (17.). Kurz vor Drittelende aber konnten die Gäste ausgleichen (Gundlach, 19.).

Ruppige Gangart prägte das Spiel

Nach dem frühen Treffer im mittleren Drittel (Hinterdobler zum 4:3, 21.) wurde das Spiel ruppiger. Bei angezeigter Strafe erhöhte Feuchthofen auf 5:3 (24.), ehe der Düsseldorfer Nürenberg eine 10minütige Diszi absitzen durfte. Nach einem Bandengerangel mit Waraxa ging Ringl zu Boden; dass er eine blutende Wunde an der Schläfe davontrug und behandelt werden musste, war offensichtlich niemandes Verschulden. Allerdings geschah Hinterdoblers Revanchefoul sichtbar für alle in der Mitte des Spielfeldes und wurde mit 5 Min. geahndet, wobei es eine geraume Zeit dauerte, bis die beiden Schiedsrichter hier eine Mehrheit gefunden hatten. Nun, immerhin war in dieser Zeit Andre Ringl getackert und getaped, dass er weiterhin in der Defensive seinen Mann stehen konnte. Zunächst konnte die lange Strafzeit aus Sicht der Chiefs gut abgearbeitet werden, Günther gelang sogar in Unterzahl der 6. Treffer für seine Farben. Doch auch auf der anderen Seite rappelte es, den ersten Schuss konnte Goalie Koster noch blocken, doch der Ball kam neben dem Pfosten zum Stillstand, und Hück konnte den Ball als erster erreichen und um den Pfosten drücken (29.). Es durften noch zwei weitere Chiefs auf die Sünderbank, was den Gästen viel Zeit in Überzahl brachte. Beim Nachstochern im Torkreis bleibt einer der Düsseldorfer liegen, was keine Strafe nach sich zieht – dann wäre es auf der Chiefsbank wohl eng geworden. Doch sonst fallen weiterhin munter Strafzeiten. Nach einem Hüftcheck bleibt ein Düsseldorfer am Boden, die Schiris hatten einen Kniecheck gesehen und sprachen eine Spieldauerstrafe aus (38.) – erneut eine 5minütige Überzahl für die Gäste, die dann bis in dem Schlussabschnitt andauern wird. Dass Hinterdobler (Chiefs) an der Bande umgecheckt wird, einen Stock ins Gesicht bekommt, hat keiner der beiden Unparteiischen gesehen, die das Spielgeschehen verfolgten.

Sascha Brouwers friert den Ball vor Chiefs Stürmer Kilian Hinterdobler ein

Im Schlussabschnitt starten die Chiefs kräfteschonender mit reiner Defensivarbeit – schließlich müssen sie noch 167 Sekunden Unterzahl überstehen – der Spielstand ist übrigens nach wie vor 6:4. Doch die erste Minute ist noch nicht vorbei, da wurde Hinterdobler derart in die Bande „integriert“, dass für ihn mit Verdacht auf Nasenbeinbruch das Spiel zu ende war. Da das Schiedsrichtergespann hier auch nichts Strafbares gesehen hatte, blieb es bei der Überzahl für GSG Nord. Beim Bully traf ein hoher Schläger den einwerfenden Schiedsrichter, was Chief Reimer eine 5-Minuten-Strafe einbrachte und den Gästen zunächst doppelte Überzahl, die sie zum Anschlusstreffer nutzen konnten (43., Wunsch). In der verbleibenden restlichen einfachen Überzahl schob ebenfalls der Spieler Wunsch den Ball durch die Beine zum Ausgleich (45.). Jetzt wurde es eng, und den Chiefs lief die Zeit davon. Doch was auch immer Reimer, Ringl, Günther, Feuchthofen anstellten und versuchten, die jetzt fast ständig auf dem Feld waren, die Schüsse kamen zu unpräzise, wurden abgefälscht oder waren letztlich sichere Beute von Gästegoalie Brouwers. Für die letzten 40 Sekunden verließ Goalie Koster den Kasten für den 5. Feldspieler, doch der Schuss ging nach hinten los, Nico Günther versuchte noch zu retten, was aber als Beinstellen gewertet wurde und damit gleichbedeutend mit „technisches Tor“ (59:50). Damit waren alle Hoffnungen der Chiefs dahin, die GSG Nord ist mit 4 Punkten Vorsprung Tabellenerster und Meister. Herzlichen Glückwunsch.

Das Spiel Chiefs II – GSG Nord I 6:7 (3:3 / 3:1 / 0:3)
Die Tore erzielten: Chiefs – Ringl, Reimer, Hinterdobler (2), Feuchthofen, Günther
GSG – Waraxa, Nürenberg, Gundlach, Hück, Wunsch (2)
Zuschauer – ca. 125

Autor: Rossi-Micha.de –Alle Bilder zum Spiel

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