IMG_0591Oberhausen. (DR) Wenn am 4. März 2017 das erste Bully gespielt wird und die Skaterhockey Bundesliga in ihre neue Saison startet, dann sind erstmalig auch die Miners Oberhausen dabei. Das ehrgeizige Saisonziel des Neulings sollen die Play-Offs sein!

Vorab aber noch kurz zur jungen Geschichte der Miners: 2014 angetreten mit dem Slogan „Inline-Skaterhockey in Oberhausen bekommt ein neues Gesicht“, entstand durch den Zusammenschluss der damaligen lokalen Gegner Fireballs Sterkrade und Piranhas Oberhausen ein komplett neuer Verein mit dem Namen Miners Oberhausen. Die Stadt Oberhausen zeigte sich vorab bereit, die alte Eissporthalle im Revierpark „Vonderort“ im Stadtteil Osterfeld als Spielstätte zur Verfügung zu stellen. Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass sich die beiden Clubs der Stadt zu einem Verein zusammenschließen und daher nicht mehrere Sporthallen im Stadtgebiet blockieren. Ein gemeinsamer Club auch daher, da es sonst „ein Hauen und Stechen gegeben hätte um die Vergabe der Trainings- und Spielzeiten“, so der 1. Vorsitzende Stavros Avgerinos. Auf der Gründungsversammlung einigte man sich auf den neuen Verein und das neue Logo, den schlägerschwingenden Bergmann mit der Grubenleuchte auf dem Helm. Die finanziell chronisch klamme Stadt gab im Anschluss grünes Licht, investierte trotz eines Haushaltssicherungskonzeptes knapp 1 Mio. Euro in die Grundsanierung der Anlage, was immer noch günstiger war, als die alte Eissporthalle abzureißen.

Vieles in der jetzigen „Pflugbeil Arena“ (benannt nach dem ehemaligen Osterfelder Bezirksbürgermeister Karl-Heinz Pflugbeil) an der Bottroper Straße wurde aber in „gefühlten tausenden Stunden“ Eigenregie geleistet, wie zum Beispiel in die neue Bande, die durch die Firma Metallbau Kramer angefertigt und zur Verfügung gestellt wurde. Hier half auch das Bundesland NRW mit Fördermitteln zum Sportstättenbau. Ursprünglich war angedacht, die alte Eishockeybande aus der König Pilsener Arena Oberhausen zu übernehmen, um etwas vom Geist der Revier Löwen in die neue Spielstätte zu integrieren. Dabei spielte aber das Arena-Management nicht mit.

Dass jetzt, nur 3 Jahre nach Gründung, das Abenteuer 1. Bundesliga angegangen werden kann, ist den beiden Fusionären Fireballs und Piranhas zu verdanken, die beide in der Regionalliga (3. Liga) spielten, deren Platz damit die „neuen“ Miners einnehmen konnten. Mit den Meisterschaften in der Regionalliga West, im Jahr darauf ebenso in der 2. Bundesliga steht als nächster Schritt die 1. Bundesliga auf dem Spielplan der Miners!

Prominenteste Neuzugänge des Teams von Trainer Jan Bedrna sind mit Stefan Dreyer, Dominik Luft und Benedikt Hüsken gleich 3 Akteure vom amtierenden deutschen Meister und Europapokalsieger Rockets Essen. Im Tor wird es einen Konkurrenzkampf zwischen Marvin Haedelt und dem Neuzugang von den Crefeld Skating Bears, Marvin Schrörs geben. Auf etliche Bundesligajahre und somit viel Erfahrung können die bislang schon zum Kader gehörenden Spieler Stephan Kreuzmann, Denis Nimako, Kevin Wilson, Robert Eefting, Etienne Renkewitz und natürlich Kapitän und Nationalspieler Sebastian Schneider blicken. Diese Erfahrung soll von den Cracks an die jungen Spieler im Kader weitergegeben werden. Bei den Miners wird auch gar nicht tief gestapelt, wenn man nach dem Saisonziel der ersten Bundesliga-Saison fragt. „Wir wollen die Bundesliga aufmischen. Unser Ziel ist nicht der Klassenerhalt, wir wollen in die Play-Offs“ gab Pressesprecher Christian Binas zu Protokoll.

Besonders groß ist die Vorfreude auf die Derbys gegen die Rockets Essen und die Duisburg Ducks. Zum Auftakt der Premiere-Saison erwarten die Miners am Samstag, 4. März den Vize-Meister Crash Eagles Kaarst. In diesem Spiel soll sich dann schon zeigen, zu was die Miners in dieser Saison in der Lage sind.

Der Gegner aus Kaarst hat übrigens noch den Status „größter Skaterhockey Verein Deutschlands“ inne. Eine Situation, die die Miners gerne für sich beanspruchen wollen. Nachwuchssorgen gibt es jedenfalls nicht. Aktuell meldet der Club 11 Teams von den Bambinis bis hin zur 1. Herrenmannschaft.

Auch an der Sponsorenfront meldet man Erfolge. Stavros Avgerinos: „Der Verein steht auf gesunden Füßen. Im Sponsorenbereich ist alles ok, es kann natürlich immer noch besser sein, aber wir sind zufrieden.“

NRW Hockey wünscht den Miners in der 1. Skaterhockey Bundesliga „Glück auf“ mit vielen erfolgreichen, emotionalen und unvergesslichen Spielen und Siegen!

Hier noch eine kleine Fotostrecke der Pflugbeil Arena: http://bit.ly/2lhwW5R 

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