Karsten Krippner ist ab dem 01.01.2015 neuer Geschäftsführer der Krefeld Pinguine
Karsten Krippner ist ab dem 01.01.2015 neuer Geschäftsführer der Krefeld Pinguine

Die Krefeld Pinguine haben mit Karsten Krippner in der Geschäftsleitung einen Wunschkandidaten vorgestellt. Wunschkandidat? Ist noch gar nicht so lange her, als vor ihm Axel Nagel die Geschäftsleitung übernahm und ebenfalls der Wunschkandidat der Pinguine war. Die Logenvermarktung und die bessere Darstellung der Pinguine hat Herr Nagel sich auf die Fahne geschrieben. Bessere Darstellung? Die Pinguine haben in der Wahrnehmung eher deutliche Schritte in die entgegengesetzte Richtung gemacht. Kühl wirkt es um den KönigPalast was nicht nur der sportlichen Situation geschuldet ist. Eine einzige Loge konnte man bisher an den Mann bringen, zu wenig für einen Profiverein der in der DEL nicht nur eine Randerscheinung spielen möchte.

Warum Karsten Krippner der richtige ist!
Der 39-jährige Karsten Krippner ist ein Krefelder Jung, der auch seine Jugend auf der Nordtribüne der Rheinlandhalle verbracht hat. Er kann einschätzen wie die Fans der Krefeld Pinguine ticken. Ihm ist es wichtig dem Fan nahe zu sein. Im Gegensatz zum kühlen Nagel glaubt man dem eher ruhig wirkenden Krippner nicht unnahbar zu sein. Karsten Krippner studierte Sportmanagement und hat über die SPORTFIVE GmbH zahlreiche Erfahrungen in der Fussball Bundesliga sowie bei Preußen Münster und dem USC Münster (Volleyball Bundesliga) wo er als Geschäftsführer bereits aktiv war und in dieser Konstellation einen Vergleich zu Krefeld zieht was die Stellung der Pinguine und die Vermarktungsmöglichkeiten angeht. Karsten Krippner wechselte als Abteilungsleiter Sport für die Düsseldorf Congress Sport & Event GmbH, die auch an der Ausrichtung des DEL-Wintergame in Düsseldorf beteiligt war. Nach eigener Aussage liegt sein Schwerpunkt im Marketing und Vermarktung, wozu auch das Klinkenputzen gehört. In Krefeld kann er nur über ein bescheidenes Netzwerk verfügen im Gegensatz zu Düsseldorf, aber auch da sei es schwierig gewesen für die DEG Gelder zu akquirieren. Es sei wichtig die Pinguine noch besser öffentlich darzustellen. Solche Entscheidungen wie den Fanshop zu verlagern seien falsch gewesen und müsse umgehen korrigiert werden so Krippner.

Bleibt zu hoffen, dass Herr Krippner das uneingeschränkte Vertrauen bekommt seine Ideen umzusetzen und die Marke Krefeld Pinguine nach vorne zu bringen und den nächsten Schritt zu machen. Denn im Hinblick auf den Auf-und Abstieg 2017/18 werden andere Standorte die professioneller geleitet werden in die DEL drängen und den Pinguinen zusätzlich zusetzen.

Fanprotest Missverstanden
Die Kritik am vergangen Wochenende ist dem Aufsichtsratsvorsitzenden Wolfgang Schulz übel aufgestoßen „Man muss dem Fan mal mitteilen, dass wir, mit den Möglichkeiten die wir haben, keine Mannschaft mit NHL Stars auf die Beine stellen können. Wir müssen mit jungen Talenten in einem Lernprozess eine Mannschaft zusammenführen, die in der Lage ist um die Playoffs mitzuspielen“

Verständnis für den Protest hat Schulz nicht „Wenn man mal sieht, dass wir mit unserem Etat einen Punkt hinter Ingolstadt standen, die den doppelten Etat haben oder Mannheim mit dem dreifachen Etat, ist mir das unverständlich. Man sollte mal deutlich sagen, dass ich so etwas nicht gesehen habe, als die Düsseldorfer EG jahrelang Letzter war und der Aufsichtsrat ist darüber sehr enttäuscht und das wollte ich unbedingt mitteilen“ so Aufsichtratschef Wolfgan Schulz.

Nun denn, Krefeld ist weder Düsseldorf, Ingolstadt oder Mannheim. Die Krefeld Pinguine hatten nicht erst heute die Möglichkeit gehabt sich anders zu verkaufen und die sportlichen Erfolge nachhaltig besser zu verkaufen. Herr Schulz hat gar nicht verstanden, dass es bei dem Protest um ihn und um Rick Adduono ging. Denn nicht nur die Fans sind der Meinung, dass die Mannschaft aktuell durchaus um die Playoffs spielen kann, aber nicht unter dem jetzigen Chefcoach. Gründe dafür gibt es einige zu nennen, dafür braucht man sich nur im nahen Umfeld genauer umhören. Stattdessen hat Rüdiger Noack sich den Schuh angezogen der nach der Pressekonferenz noch einmal darauf bestand zu erwähnen, dass wir hier in Krefeld einen hervorragenden Job leisten für den wir in der ganzen Liga Anerkennung bekommen und uns sogar Manager anderer Vereine fragen, wie wir das mit unserem Etat überhaupt stemmen können.

Chance für den Dialog vertan

Aufsichtsratschef Wolfgang Schulz sieht findet die Fanproteste enttäuschend
Aufsichtsratschef Wolfgang Schulz findet die Fanproteste enttäuschend

Wolfgang Schulz besteht darauf, dass alles wie bisher weiter läuft und gerät wieder einmal in die Schusslinie einzelner die den Fanprotest am kommenden Sonntag gegen die Iserlohn Roosters noch einmal und unmissverständlich wiederholen wollen. Ob der Protest förderlich ist, ausser dass er weitere negative Schlagzeilen in der DEL produziert, oder ob Wolfgang Schulz dann endlich den Fanwunsch erfüllt bleibt abzuwarten. Sicherlich wird auch der Spielverlauf gegen die Grizzlys Wolfsburg und die Iserlohn Roosters ausschlaggebend sein. Fakt ist, dass Herr Schulz dringend den Weg des Dialoges mit den Fans hätte suchen sollen und diese Chance hat man vertan. Nach diesem Wochenende werden die Fronten verhärtet sein und die Stimmung weiter in den Keller gehen. Das Fanprojekt sollte stellvertretend etwas deutlicher anklopfen und das in beide Richtungen.

der Hockeyshop

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