Rhein Main Patriots

Nächster Schritt zur Nachwuchsförderung eingeleitet. Verein, Trainer und Teamleiter über zukunftsfähiges Konzept, einig. Erste Maßnahmen bereits noch in diesem Jahr. Individuelle Ausbildung weiter vorantreiben.

Rhein Main PatriotsIn einigen Nachwuchs- und Mannschaftssitzungen wurde ein neues Trainings- und Strukturkonzept erarbeitet. Beim abschließenden Treffen am vergangenen Montag, zu dem Teamleiter, Trainer und Verein anwesend waren, wurden somit die Weichen für die anstehenden Jahre gelegt. Nachdem sich in den letzten beiden Jahren, mit der Gründung einer Damen und einer 2. Herrenmannschaft, einiges verändert hatte, ist es nun an der Zeit auch die Strukturen auf diese Situation anzupassen und das absolut erforderliche Nachwuchsförderungskonzept weiter auszubauen.

Zum einen soll eine bessere Verzahnung zwischen der U19- und der 2. Herrenmannschaft im Trainings- als auch Spielbetrieb erfolgen. Auch die Bundesligamannschaft wird in diese Situation verstärkt eingebunden. Denn nur so ist es dauerhaft möglich Nachwuchsspieler, auf Bundesliganiveau auszubilden und den Standort Assenheim dauerhaft in der 1. Skaterhockey- Bundesliga zu platzieren.

Der 2. Herrenmannschaft wird dafür in der Zukunft eine erhebliche Bedeutung zugesprochen, ist das Team, das den Klassenerhalt in der dritthöchsten Liga in dieser Saison bereits gesichert hat das Bindeglied zwischen Nachwuchs- und Bundesligahockey. Ziel ist es, in dieser Mannschaft Spieler, die aus dem Nachwuchs kommen und deren Entwicklung noch lange nicht abgeschlossen ist, mit der Erfahrung älterer ex Bundesligaspieler zu mischen und sie so an höhere Aufgaben heranzuführen.

Ein wichtiger Bestandteil dieses Konzeptes ist, dass neben den in allen Altersklassen und Mannschaften der Patriots trainierenden Lizenz-Trainern, in der kommenden Saison verstärkt Bundesligaspieler am Trainingsbetrieb des Nachwuchses teilhaben. Diese sollen nicht nur ihre Fähigkeiten vermitteln, sondern auch eine verstärkte Identifikation und Verbindung zwischen Nachwuchs- und Bundesligamannschaft schaffen. Bundesligatorwart Felix Dombrowsky wird somit in der kommenden Saison die Förderung der U19- und U16-Torhüter übernehmen und wöchentlich mit den Schlussmännern im Training arbeiten. Für die Kollegen der U13 und U10 zeichnet sich im kommenden Jahr Fabian Hayde verantwortlich, der schon in dieser Saison seine Qualitäten in der Arbeit im Nachwuchsbereich mehr als bestätigte.

Zudem werden weitere Spieler wie Alexander Blum, Christian Unger, Christian Trautmann und Marco Forster regelmäßig an der Gestaltung der Nachwuchstrainingseinheiten beteiligen und den verschiedenen Mannschaften U10/U13/U16/U19 zugeteilt. Mit Jens Fischer, der in dieser Saison bereits die Damenmannschaft der Patriots betreute, hat man zudem einen sehr erfahrenen und diszipliniert arbeitenden Trainer gefunden, der sich in der kommenden Spielzeit höchstwahrscheinlich auch um die Belange der U19 kümmern wird. Unterstützt wird er von einem Co-Trainer und einem Trainer der 1. Mannschaft, der die Einheiten sporadisch mit begleiten wird, um den Entwicklungsstand der Spieler direkt mitzuerleben.

Auch die Zusammenarbeit mit der örtlichen Geschwister Scholl Schule und dem Kindergarten soll weiter intensiviert werden, um so weiteren Nachwuchs zu gewinnen. Mit der Entscheidung gerade die Altersklassen U10, U13 und U16 von Ende Januar bis Mitte Dezember, und somit statt bisher 9 nun knapp 11 Monate im Jahr, das Trainieren in der Inlinehalle in Assenheim zu ermöglichen, will der Verein seiner angestrebten verbesserten Ausbildung im Nachwuchsbereich zusätzlich gerecht werden. Lizenztrainer Thomas Wolf wird dieses Vorhaben schon in dieser Saison in die Tat umsetzen.
Des Weiteren wird das Training der Bundesligadamen in der kommenden Saison aufgrund der Tatsache, dass die Spielerinnen aus dem weiteren Umfeld, mit teilweise über 50km Anreise, zum Training und Spiel nach Assenheim fahren müssen, komprimiert. Dieses bedeutet, man trainiert in Assenheim zukünftig eine Einheit über 90 Minuten pro Woche zusammen, weitere Trainingseinheiten im individuellen Bereich werden die Damen dann in ihren Vereinen Vorort durchführen. So ist ein besseres und umfangreicheres Arbeiten möglich.

Eine Damenmannschaft ist nach Ansicht der Patriots unverzichtbar, da man auch den im Nachwuchs zahlreich vertretenen jungen Mädchen eine Perspektive bieten will. Mit der einzigen Damenbundesligamannschaft im Hockey in Hessen ist das wahrlich eine sehr gute, die es gilt zu erhalten. Die Entscheidungen lassen auf eine gute und erfolgreiche Zukunft hoffen. Doch Patric Pfannmüller, der dieses Konzept erarbeitet hat, dämpft etwas die euphorischen Erwartungen: „Es werden nicht unmittelbar positive Entwicklungen erkennbar sein. Dass zeigt sich erst in den kommenden Jahren. Diese Konzept ist für die nächsten drei bis fünf Jahre zusehen, danach kann man sich ein Urteil erlauben.“

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