Back To The Roots – Eishockey zurück in der Indestadt Neugründung des Eishockeyvereins EHC Eschweiler „Die Grizzlies“ e.V. Neubau einer eigenen Halle für Eishockey und andere Events

Eschweiler. Was selbst einige Insider der „Grizzlies“ nicht mehr für möglich gehalten hatten, scheint nun wahr zu werden. In absehbarer Zeit soll es in der Indestadt Eschweiler wieder Eishockey geben. Die dazu notwendigen Schritte wurden von langer Hand vorbereitet und kürzlich mit der Neugründung eines Vereins auf eine Basis gestellt. Der neue Club heißt EHC Eschweiler „Die Grizzlies“ e.V. und bekennt sich nicht nur mit seinem Namen zur Indestadt.

Um die notwendigen Voraussetzungen zu schaffen, dass die zahlreichen ortsansässigen Eishockeyfans nicht mehr nach Aachen fahren müssen, wenn sie die „Grizzlies“ auf dem Eis sehen wollen, bedarf es aber der Abarbeitung eines großen Masterplans. Mittelfristig will der Verein in einer eigenen Traglufthalle am Meis-terschaftsbetrieb der nordrhein-westfälischen Eishockey-Ligen teilnehmen. Guido Hamacher: „Wir sind damals als Eschweiler Verein gestartet und möchten diesen Sport auch wieder hier in der Indestadt anbieten. Seit dem Umzug nach Aachen und der damit verbundenen Umbenennung des Clubs habe ich mich als Vorsitzender nicht mehr wohl gefühlt. Ich bin stolz darauf, dass unser Vorhaben (Back To The Roots) nun doch Wirklichkeit werden kann.“

Jörg Amberg ist der zweite Initiator der Idee von einem „selbstbestimmten“ Eishockeyclub in der Indestadt. Wenn man als realistisch annimmt, dass die örtliche Eissporthalle auf einen absehbar langen Zeitraum nicht mehr geöffnet werden wird, fehlt in Eschweiler ein wertvolles Segment im Sportangebot, vor allem in den Wintermonaten. Wie viele Jugendliche und komplette Schulklassen hat es früher zwischen Herbst und Früh-jahr in die Eissporthalle gezogen, um das Eislaufen zu erlernen oder mit Schulkameraden auf einem Ta-gesausflug neben den motorischen auch soziale Kompetenzen zu erwerben. Jörg Amberg: „Ich habe seit Jahren mit großer Aufmerksamkeit verfolgt, dass vor allem die Fußballvereine mit einem Stadionneubau bzw. Kunstrasenplätzen einen Großteil ihrer Existenz und Zukunftsperspektiven mit städtischer Unterstützung ausgestalten konnten. Weil auch wir konkrete Vorstellungen und fertige Pläne über die Auf-stellung einer eigenen Halle haben, sehe ich für unsere Planungen und Absichten gute Chancen auf das Wohlwollen der lokalen Politiker“.

Guido Hamacher als bisheriger 1. Vorsitzender des AEV und neuer Vorsitzender des EHC sowie Jörg Am-berg als Leitfigur des neuen Verwaltungsrats sind daher auch diejenigen Personen, die sich im neugegründe-ten Verein an die Spitze zweier Arbeitsschwerpunkte haben wählen lassen. Während Guido Hamacher sich um den Aufbau leistungsstarker Teams im Eishockey kümmert, setzt Jörg Amberg seine gesamte Energie und freie Zeit für das „Drumherum“ ein, also auch für eine architektonisch attraktive Spielstätte.

Den Zweiflern an seinen ernst zu nehmenden Bemühungen entgegnet Jörg Amberg: „Durch die modernen sogenannten Traglufthallen ist die Erstellung einer Sportarena von 90 x 50 m heutzutage kein Problem mehr. Mit der Vorstellung unseres Konzepts ist es gelungen, einen Hersteller von Traglufthallen für unser Vorha-ben zu gewinnen. Für die Errichtung der Eisfläche und eines Bandensystems haben wir ebenfalls starke Partner.“

Die anwesenden Teilnehmer in der Gründungsversammlung des EHC Eschweiler staunten daher nicht schlecht, mit welcher Gründlichkeit und Präzision Amberg die Planungspapiere vorbereitet hatte, die jetzt auf ihre Umsetzung warten. Das Spektrum der anzubietenden Aktivitäten in den Wintermonaten wäre dem-nach nicht nur auf Eishockey ausgerichtet. Die Macher schauen auch über den Tellerrand hinaus. Was sprä-che eigentlich dagegen, dass die Rollsportler der Indestadt das Eis als alternativen Untergrund für ihr Trai-ning ausprobieren. Welcher Rentner würde nicht gerne in Eschweiler dem beliebten Winter-Urlaubssport „Eisstockschießen“ nachgehen. Vielleicht fände sich sogar ein „Stefan Raab Imitator“ mit einer Spielschau auf eisigem Untergrund. In der eisfreien Zeit wäre die Traglufthalle übrigens ideale „Location“ für größere Konzerte, Karnevalssitzungen, Autoschauen oder Flohmärkte.

Schon allein im Interesse dieses vielfältigen Angebots ist es den Machern zu gönnen, dass sie ihre Pläne in die Tat umsetzen. An höchster Stelle der Prioritätenliste stehen für Jörg Amberg und Guido Hamacher der-zeit der Abschluss konkreter Verhandlungen mit einer Hausbank und die Anfertigung bzw. Anerkennung diverser Gutachten. Nicht nur die euphorischen Vereinsmitglieder des neuen Clubs hoffen, dass bis zum ersten Bully nicht mehr allzu viel Wasser die Inde hinunterfließen wird. (pes)

 

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