Bietigheim-Bissingen. (MR) Mit erfolgreicher Erfüllung der Pflichtaufgabe startete Team Germany in dieses Turnier, das über einen der letzten Plätze bei den olympischen Winterspielen 2014 in Sotchi entscheidet. Am Nachmittag bereits hatte sich Österreich knapp mit 3:2 gegen Italien durchgesetzt.

Es war aber ein hartes Stück Arbeit für das Team von Bundestrainer Pat Cortina. Zunächst sah es nicht wirklich schwierig aus, denn Deutschland hatte das Heft in der Hand und agierte nach Belieben. Einzig Ian Meierdres im Kasten der Oranjes hatte etwas gegen einen Einschlag. In der 9. Spielminute allerdings war er machtlos, als Alex Barta das Spielgerät in spitzem Winkel unter das Lattenkreuz jagte. Wenig später gingen auf den Rängen die Arme wieder in die Höhe, doch der vermeintliche Treffer von Hospelt lag außen auf dem Netz. Nicht so in der 12. Spielminute, als der Schuss von David Wolf vor dem Schoner liegen blieb, jedoch wieder in Bewegung geriet, als ein „fliegender Holländer“ seinen Goalie verschob. Soweit sah alles gut aus für die Gastgeber, auch wenn die Gegner teils sehr rustikal einstiegen.

Deutschland begann den mittleren Abschnitt in Unterzahl, doch Goalie Zepp war auf dem Posten, auch wenn er insgesamt wenig zu tun hatte. Schaltete man jetzt einen Gang zurück oder lag es an der Eisqualität? Es häuften sich auf einmal die Scheibenverluste, und vor allem Hagemeijer, aber auch die Brüder Bruijsten kamen wiederholt ins Angriffsdrittel. Sie benötigten aber eine Überzahl, um den Anschlusstreffer zu erzielen – Kars stocherte den Rebound am Torkreis über die Linie (30.).  Deutschland verlor jetzt etwas den Faden und „ließ sich das Spiel der Niederländer aufdrängen“, wie Franz Reindl nach dem Spiel anmerkte. Das Spiel war nahe daran zu kippen. Nach einer unfreiwilligen Pause, weil es Probleme mit der Torbefestigung gab, ging es zunächst so weiter – Demelinne, Willemse und Bastings scheiterten an Zepp oder der eigenen Ungenauigkeit, gegenüber verzogen auch Marcel Müller und Barta. Beim nächsten Versuch legte Barta ein bißchen mehr Wut in den Schuß, und so klappte es (39.).

Mit Druck kamen die Gastgeber wieder aus der Pause, außer Patrick Reimer, der sich im Startabschnitt verletzt hatte. Erneut ging es fast nur in eine Richtung, auch dem langsamen Puck wurde Rechnung getragen. Besonders die „Hamburger Reihe“ Festerling, David Wolf und Flaake wirbelten im Angriffsdrittel, dass sie nur unfair zu stoppen waren. Angetrieben von über 3000 Deutschland-Fans mit Klatschpappen fasste sich Gogulla ein Herz, Michi Wolf verlängerte zum 4:1 (48.). Dass es nicht noch öfter einschlug, war weiterhin Meierdres zu verdanken – selbst vor seiner Linie sitzend war er nicht zu überwinden. Den Schlusspunkt setzte Moritz Müller, als er seinen Schuss über die Stockhand jagte (59.).

Das Spiel GER – NED 5:1 (2:0 / 1:1 / 2:0)

Tore: 1:0 (8:30) Barta (Flaake, Gogulla); 2:0 (11:54) D. Wolf (Barta, Flaake); 2:1 (29:01) Kars (Joly) PP1; 3:1 (38:48) Barta (Ma. Müller, Rankel); 4:1 (47:21) M. Wolf (Gogulla, Barta) PP1; 5:1 (58:57) Mo. Müller (M. Wolf, Barta) PP1

Schüsse: 57:10

Strafen: 8:14

Schiedsrichter: Alexei Ravodin (RUS) / Vladimir Sindler (CZE)

Zuschauer: 3.780

Bilder & Tex (C) by www.micha-rossi.de

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