Bissendorfer PantherAn dem wohl bisher heißesten Tag des Jahres ergattern sich die Bissendorfer Panther drei ganz wichtige Punkte im Abstiegskampf der 1. Inline-Skaterhockey Bundesliga. Dabei war der Gegner beim 8:5 (2:1; 1:2; 5:2)-Sieg des einzigen Teams aus Norddeutschland kein geringerer als der amtierende Deutsche Meister aus Iserlohn.

Das Spiel am vergangenen Sonnabend begann zunächst sehr verhalten. Beide Mannschaften schienen sich augenscheinlich erst einmal abzutasten. Bei einer Außentemperatur von knapp 35° und der stehenden Luft in der Wedemark Sporthalle war dies nun wirklich keine Überraschung. Leichtes Übergewicht hatten dennoch die Samurais aus Iserlohn. Die Gäste kamen immer wieder mit schnellen Konter über die Flanken zu gefährlichen Einschussmöglichkeiten. Diese  wurden aber allesamt souverän vom Bissendorfer Schlussmann Danny Sellmann entschärft. Das erste Tor der Partie entstand folgerichtig aus einem Zufall. Wir schreiben bereits die 17. Spielminute des ersten Drittel und Marcel Knoke brachte den Ball einfach mal scharf vor das Gehäuse der Iserlohner, wo jener  an Freund und Feind vorbei bei Markus Köppl auf dem Schläger landete und dieser durch die Beine des verdutzt blickenden Gästetorhüters zur 1:0-Führung einnetzte. Kurios fiel auch der zweite Treffer des Abends genau zwei Minuten und eine Sekunde später. Niclas Köhn ist hinter dem eigenen Tor mit dem Iserlohner Neumann im Kampf um den Ball. Der Verteidiger der Panther gewann das Duell um den Ball, doch brach er nach einem nicht geahndeten Stockschlag plötzlich zusammen und blieb verletzt liegen. Im Gegensatz zu den restlichen Spieler der Panther unterbrachen die Unparteiischen das Spiel nicht und so hatten die Samurai leichtes Spiel und glichen aus. Im direkten Gegenzug jedoch stellte Kapitän Markus Köppl  mit einem bilderbuchmäßigen Konter die alte Führung wieder her.

Das zweite Drittel begann ebenso torreich, wie das erste Drittel zu Ende ging. Die Gäste glichen in der 22. Minute aus und nur zwei Minuten später war es Niclas Köhn, der mit einem Hammer in Überzahl die Panther wieder mit 3:2 nach vorne brachte. Trotz des sehr robusten Spiels ließ das Schiedsrichtergespann weitestgehend viel laufen. Die Panther beendeten das Spiel mit nicht einer einzigen Strafe. Gegenüberstehend vier Strafminuten (+ 2x 10 Minuten persönliche Strafen) auf Iserlohner Seite. Dennoch blieb der große Schlagaustausch beider Mannschaft im restlichen Mittelabschnitt aus, setzte die erhebliche Hitze beiden Mannschaften doch sehr zu. In der 35. Spielminute fiel dann zum Nachteil der Panther der erneute Ausgleich und so ging es mit einem 3:3 in die letzte Drittelpause des Tages.

Die Panther kamen wohl mit dem größeren Willen aus der Kabine. Markus Köppl schoss mit seinem Hattrick nach gerade einmal 85 Sekunden nach Wiederbeginn die Wedemärker erneut in Führung und dieses Tor war ein echter Hingucker. Es wäre fast eine Kopie des 1:0 gewesen, hätte der Kapitän nicht den Ball aus der Luft volley in die Maschen gejagt. Direkt danach gewannen die Gastgeber das Bully und Niclas Köhn fuhr mit der Kugel hinter das eigene Tor. Die Gäste bemühten sich nicht den Verteidiger anzugreifen und waren vielmehr damit beschäftigt sich beim Schiedsrichter zu beschweren. Nach knapp einer Minute schlug Köhn die Murmel an den überraschend wirkenden Stürmer der Samurai vorbei nach vorne, wo Lars Barlsen wartete und zum 5:3 einschoss. Nun fielen die Tore Schlag auf Schlag. Iserlohn kam in Person von Tim Linke wenig später wieder auf ein Tor heran, bis Maxim Faber in der 47. Minute mit einem Gewalthammer von der Mittellinie den alten Vorsprung wiederherstellte. Doch auch diese zwei Tore Führung währte nicht lange. Ein verunglückter Befreiungsschlag der Panther führte zu einem für Torwart Sellmann verdeckten Schuss und der Vorsprung schmolz erneut auf ein Tor hinab. In der 55.Minuten setzte sich Lars Barlsen Pfeilschnell auf der linken Außenbahn durch und verlud den Torwart auf dessen Fanghandseite und es ging mit einem 7:5 aus Sicht der Norddeutschen in die letzten fünf Spielminuten. In diesen ließen die Panther nichts mehr anbrennen und Maxim Faber erhöhte noch mit einem Empty Net auf 8:5.

Mit diesem Sieg festigen die Panther weiterhin Rang acht in der Tabelle und haben nun neun Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Bei drei auszustehenden Spieltagen bedeutet dies, dass bereits vier Punkte den Klassenerhalt rechnerisch sichern würden, wenn der Crefelder SC gleichzeitig seine vier restlichen Spiele gewinne. Da die Panther und die Krefelder noch zum Rückspiel aufeinander treffen, würde bereits ein Sieg nach regulärer Spielzeit in Krefeld den Klassenerhalt bedeuten. Dadurch wäre man im direkten Vergleich vor den Krefeldern, welche das Hinspiel in Mellendorf mit 9:10 nach Penaltyschießen gewinnen konnten.

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