BiBi. (MR) In einem spannenden Endspiel um den Turniersieg begann Deutschland druckvoller, Österreich versuchte sich mit Nadelstichen. Es bedurfte einer Strafe gegen Österreich, dass kurz vor der ersten Sirene etwas Zählbares passierte. Allerdings brauchte man auch hier mehrere Anläufe, doch dann ging´s schnell, und Constantin Braun hämmerte die Scheibe durch Freund und Feind in die Maschen (19.). Dass Deutschland im weiteren Verlauf es versäumte, trotz guter Möglichkeiten die Führung auszubauen, musste sich rächen, denn Team Austria bestrafte jeden ungenauen Pass mit Konter, und weder Rob Zepp noch die deutsche Verteidigung stand absolut sicher, besonders nachdem Niki Goc bereits in der 7. Spielminute verletzt ausgeschieden war. So tauchten immer wieder besonders Thomas Raffl, Daniel Welser oder Florian Iberer im Angriffsdrittel auf. Und Österreich wurde stärker, belohnte die Bemühungen zur Spielmitte mit dem erstmaligen Ausgleich (Lakos, 32.). Das gab dann noch mehr Auftrieb, Österreich spielte jetzt auch bei gleicher Spielerzahl ein Powerplay (Koch, Michael Raffl, Baumgartner). Dass Deutschland zwei weitere Überzahlspiele nicht gewinnbringend nutzen konnte, war  bezeichnend, doch mehr als ein Schüßchen von Reimer oder Kohls Schuss in die Fanghand sprang nicht dabei heraus.

Im Schlussabschnitt musste die Entscheidung her, denn zumindest Deutschland benötigte einen Sieg in regulärer Spielzeit. Österreich kam über Trattnig ins Angriffsdrittel, keiner bekam die Scheibe aus dem Gefahrenbereich. Es ging jetzt zügig hin und her – David Wolf und Barta, dann wieder Welser und Raffl. Als Kapitän Koch eine Strafe bekam, ging es schnell, Michael Wolf am Pfosten wurde aus der Hintertorposition bedient und konnte die Scheibe am starken Starkbaum vorbeimogeln zur umjubelten Führung Deutschlands (47.). Und Deutschland durfte weiter in Überzahl agieren, doch Moritz Müller, Barta, Kohl, Marcel Müller verpassten einen weiteren Treffer. Gegenüber brachte Trattnig die Scheibe ins Angriffsdrittel, Hundertpfund und Peintner scheitern aber ebenfalls. Doch wenig später war es soweit, wieder lief der Angriff über Trattnig und Oberkofler, Peintner war der jubelnde Abnehmer (53.). Jetzt lief für Team Germany die Zeit davon. Die letzten beiden Minuten brachen an, Pat Cortina nahm die Auszeit und Zepp aus dem Kasten. Allein – es reichte nicht mehr.

Mit der Sirene brachen alle Dämme, jubelnd stürmte das Team um Thomas Koch auf ihren Torhüter: Der Turniersieg war erreicht! Die anschließende Overtime hatte nur noch statistischen Wert. Hier traf Matthias Iberer Jerome Flaake mit dem hohen Stock im Gesicht, dass er für 4 Minuten auf die Strafbank musste. In dieser Überzahl war es Patrick Reimer, der heute nur in Überzahl an der blauen Linie eingesetzt war, der das Spielgerät dem Goalie durch die beine schoss (63.).

Trotz des Sieges verließen die Turniergastgeber mit hängenden Köpfen das Eis; Österreich hingegen darf sich auf die Teilnahme an den Winterspielen in Sotchi freuen.

Als beste Spieler wurden benannt: Michael Wolf (GER) und Bernhard Starkbaum (AUT). Pat Cortina bemängelte vor allem die mangelhafte Chancenauswertung seines Teams und wünschte seinem österreichischen Kollegen viel Glück und ein „enjoy Sotchi“.

Das Spiel GER-AUT 3:2 (1:0 / 0:1 / 1:1 / 1:0)

Tore: 1:0 (18:41) Kohl (Braun, Ma. Müller) PP1; 1:1 (31:46) Lakos (T. Raffl, Welser); 2:1 (46:54) M. Wolf (Barta, Gogulla) PP1; 2:2 (52:22) Peintner (Oberkofler, Trattnig); 3:2 (62:34) Reimer (Braum)

Schüsse: 38:19

Strafen: 4:16

 

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