Mit einem Heimspiel beim letzjährigen Play Off Gegner Samurai startet die Skaterhockey-Bundesligamannschaft des IVA Rhein-Main Patriots am 2. März (19 Uhr) in die Saison der 1. Bundesliga. Ein Saisonziel der Patriots ist da das Erreichen der Play Offs. Doch dass dieses Vorhaben keine Selbstverständlichkeit ist, hat sich bereits in der letzten Saison deutlich gezeigt. Mit Kaarst und Düsseldorf mussten zwei große Traditionsvereine überraschend den Gang in die 2.Liga antreten. Diese werden in der kommenden Spielzeit durch die beiden Aufsteiger Rostock und Bremerhaven ersetzt. Die Bundesliga wird bunter, dass das Ergebnis der im letzten Jahr zum ersten Mal ausgetragenen eingleisigen Liga. Spannende Spiele und ein ausgeglichenes Teilnehmerfeld macht diese Skaterhockey-Bundesliga zu etwas ganz besonderem. Auch die neu eingeführte Drei-Punkte-Regel lässt auf noch mehr Spannung und Dramatik hoffen. Jedes Spiel ist wichtig und muss gespielt werden. Einen Sieger im Vorfeld zu bestimmen ist für nahezu keine Spielpaarung möglich.

Aber auch im Pokal haben die Niddataler in dieser Saison viel vor. Nicht nur das man nach Halbfinale undViertelfinale in den letzten Jahren, kommende Saison das Finale erreichen möchte, erhielten die Patriots auch den Zuschlag für die Ausrichtung der Pokalendspiele am 21.09.2013. Dass man da nicht in eigener Halle tatenlos auf der Tribüne zuschauen möchte ist selbsterklärend. „Mit der Vergabe an uns ist der Druck natürlich gestiegen, aber zugleich ist es auch eine große Chance und Motivation ein Finale in eigener Halle zu bestreiten“, so Trainer Patric Pfannmüller. Doch auch hier heißt es erst mal sich durch die 64 Teilnehmer von Runde zu Runde ins Finale „Dahaam“ zu spielen. Als Favoriten auf den Titel sieht man mehrheitlich wieder den Meister aus Augsburg, aber auch Köln, Duisburg und der letztjährige Gegner der Patriots in den Play Offs Iserlohn gehören zum erweiterten Favoritenkreis. „In dieser Liga kann jeder jeden schlagen. Das ist eine große Herausforderung, aber auch Ungewissheit in einem, “ so Co-Trainer Jan Hofmann.. „Primär ist es uns aber auch dieses Jahr wichtig möglichst schnell mit dem Abstiegskampf nichts mehr zu tun zu haben, dafür ist es erforderlich schnell die voraussichtlich ausreichende Zahl von 15 Punkten auf der Habenseite zu verbuchen,“ ergänzt Hofmann.

In Sachen Neuverpflichtungen ist man in Assenheim ebenfalls in der Winterpause sehr aktiv gewesen. Lag die Prämisse in Sachen Neuverpflichtung auf Langatmigkeit und Kontinuität. Mit Dennis Berk, Tobias Etzel und Hendrik Horak kommen drei talentierte Spieler, von denen sich die Trainer einiges erhoffen. Auch Yannick Wehrheim steht den Trainern nach seinem USA-Aufenthalt wieder voll zur Verfügung. Daneben hat man mit Andre Gabler und Herbert Petz, die bereits am Ende der letzten Saison einige Probeeinheiten absolvierte und den Trainern sehr positiv aufgefallen sind, gute Spieler für sich gewinnen können. Des Weiteren wird in dieser Saison Juniorenspieler Basti Aletter, dem eine sehr hohe Qualität in Sachen Hockey angedichtet wird, in den Kader der 1. Mannschaft integriert.

Als Abgänge verbuchen die Patriots Pierre Wex (Ziel unbekannt), sowie Marcel Patejdl, der zum Ligakonkurrenten nach Uedesheim gewechselt ist. Auch nicht mehr zur Verfügung stehen Rob Lehmann und Steven Töteberg, die ihre Skaterhockeykarriere beendeten.

„Wir haben unser Team weiter verjüngt und glauben, dass wir einen guten Kader beisammen haben. Ich bin überzeugt mit diesem Team und der Erfahrung aus den beiden letzten Bundesligajahren unsere Qualität weiter gesteigert zu haben, “ sagt Vorstandsvorsitzender Jürgen Pfannmüller.

Als Favoriten hat der Patriots-Chef den amtierenden deutschen Meister TV Augsburg, die Köln Rheinos, die Duisburger Ducks und der letztjährige Gegner der Patriots in den Play Offs Iserlohn ausgemacht. „Sie haben alle viel Qualität und Erfahrung in ihren Teams“, berichtet Pfannmüller. Schon zum Auftakt der Saison werden zwei Topteams ihre Visitenkarte in der Wetterau abgeben. Nach dem ersten Heimspiel am 02. März um 19:00 Uhr gegen den letztjährigen Viertelfinalgegner Samurai Iserlohn. Erwarten die Patriots nur zwei Wochen später den deutschen Meister TV Augsburg. Spielbeginn in der Inlinehalle in Assenheim ist ebenfalls 19:00 Uhr.

Eine hoch interessante Saison steht vor der Tür, in der es wichtig ist die in den letzten Jahren konstant steigenden Zuschauerzahlen weiter zu erhöhen. „Es ist für uns sehr wichtig, dass immer mehr Zuschauer unsere Spiele besuchen. Nur so ist Sport dieser Qualität auch langfristig in unserer Region zu sichern, so Pfannmüller.

Interview mit Patric Pfanmüller:

Im letzten Jahr haben die Patriots eine starke erste Saisonhälfte gespielt, ab Mitte Juni bis Ende Juli wenig Zählbares verbucht und am Ende der Vorrunde wieder eine aufsteigende Form bewiesen. Wie bewertest du das vergangene Jahr?

Wir waren mit dem tollen Erfolg der vorangegangenen Spielzeit sehr euphorisch in die Saison gestartet. Im Juni und Juli mussten wir unserem harten Programm mit Bundesliga, Pokal und Europacup Tribut zollen. Der Akku war merklich leer. Auch das mehr als ärgerliche Ausscheiden im Pokal gegen Essen viel in die für uns denkbar ungünstige Phase. Ab August kann ich meinem Team keinen Vorwurf mehr machen. Wir haben die Saison mit dem Erreichen des Play Off Viertelfinales erfolgreich zu Ende gespielt. Zudem gelang uns mit Platz 6 nach der Vorrunde das beste Abschneiden
der Vereinsgeschichte im Skaterhockey.

Und was soll in diesem Jahr erreicht werden?

In der Bundesliga wollen wir erneut in die Play Offs. Im Pokal haben wir unser Ziel dagegen klar definiert und das lautet Finale.

Im Vergleich zum letzten Jahr: Siehst du euch stärker oder schwächer aufgestellt?

Wir sind mit unserem Team wie ich denke, sowohl in der Breite als auch in der Qualität in diesem Jahr besser aufgestellt als in der letzten Saison. Einige wichtige Aspekte, wie die Problemphase zur Mitte der Saison oder unsere Auswärtsschwäche wurden erkannt und gezielt daran gearbeitet. Diese waren auch immer wichtige Grundlagen für die Verpflichtung von neuen Spielern. Fast alle Wunschspieler konnten verpflichtet werden, daher bin ich überzeugt eine junge und hungrige Mannschaft zu haben, die uns noch viel Spaß bereiten wird. Dass Team wurde zudem um 1,5 Jahre auf 23,5 Jahre im Durchschnitt verjüngt, was zeigt dass wir langfristig Bundesligahockey in Niddatal etablieren wollen. Schnellen kurzfristigen Erfolg zu haben und dann in der Versenkung zu verschwinden ist nicht unsere Philosophie. Wir wollen Kontinuität und das geht nur mit gezielter und guter Nachwuchsarbeit. Nur so ist langfristig eine solch hochklassige Liga in unserem Sport zu halten.

Ihr genießt den Ruf als unangenehmen Gegner. Liegt darin eine Stärke?

Solche Aussagen muss man sich erarbeiten. Das gilt es jede Saison auf ein Neues zu bestätigen

Wie hat sich der Verein in den letzten Jahren entwickelt, sprich, denkst du die Patriots sind reif für einen Skaterhockeytitel?

In der Meisterschaft denke ich noch nicht über einen Titel nach, da haben wir andere Ziele. Im Pokal glaube ich schon, dass an einem guten Tag alles möglich ist. Dennoch wäre ein Titel für die Patriots in den nächsten drei Jahren eine absolute Sensation.

Was hat sich zu 2012 in der Bundesliga verändert?

Zum einen ist die Liga bunter geworden. Aus vier Bundesländern sind nach dem Aufstieg von Bremerhaven und Rostock sechs geworden. Doch auch das Niveau wird von Jahr zu Jahr stärker. Es war letztes Jahr bereits eine tolle Liga mit spannenden und ausgeglichenen Spielen. Ich denke das wird sich in diesem Jahr fortsetzen und jedes Spiel wird heiß umkämpft sein. In meinen Augen hat diese Liga und dieser Sport eine weitaus größere Anerkennung und Popularität verdient, als er sie bisher besitzt.

Was wird dein Highlight in dieser Saison?

Das kann man jetzt definitiv noch nicht sagen, weil Jedes Spiel wichtig und sehr umkämpft sein wird. Bereits im letzten Jahr hat man sehen können, dass es keinen Punktelieferant in der Liga gibt und von Platz 1 bis 12 jeder jeden schlagen kann. Eigentlich perfekt für jeden Zuschauer.

Deine Top 3? Und wer landet ganz unten?

Die Top 3 sind meiner Meinung nach Meister Augsburg, Köln und Uedesheim. Schwer werden es vermutlich die beiden Aufsteiger sowie Lüdenscheid und Krefeld haben. Aber auch wir müssen in jedem Spiel unsere Leistung abrufen, um nicht da unten rein zu rutschen.

Hast du einen Geheimtipp, welche deiner Spieler in der Liga zum Star avancieren könnte? Vielleicht auch aus eigenen Reihen?

Über Spieler anderer Teams mache ich mir aktuell weniger Gedanken. Ich denke das kann man als Außenstehender auch erst nach den ersten Spieltagen sagen. Bei uns haben viele Spieler das Zeug erfolgreiche Skaterhockeyspieler zu werden. Doch mit Marco Kluin und Marco Forster haben wir sicherlich mindestens zwei Verteidiger unter den Top 12 der Liga, das haben sie schon in der letzten Saison mehrfach unter Beweis gestellt, und werden es auch in dieser noch deutlicher zeigen.

Was sind deine Wünsche für die Saison 2013?

Das wir verletzungsfrei durch die Saison kommen und unsere gesteckten Ziele erreichen. Doch ist es für mich ein großer Wunsch, dass Spielern, Vereinen und Verbänden dieses interessanten, spannenden und hochklassigen Sports, die Anerkennung zu Teil wird, die sie verdienen. Da ist noch viel Luft nach oben.

Patric Pfannmüller viel Erfolg und vielen Dank für dieses Gespräch.

Der Bundesliga-Spielplan der Rhein-Main Patriots:

02.03.2013 19:00 IVA Rhein-Main Patriots – Samurai Iserlohn
16.03.2013 19:00 IVA Rhein-Main Patriots – TV Augsburg
06.04.2013 19:00 IVA Rhein-Main Patriots – Duisburg Ducks
13.04.2013 17:00 Rostock Nasenbären – IVA Rhein-Main Patriots
20.04.2013 19:00 IVA Rhein-Main Patriots – Highlander Lüdenscheid
01.05.2013 16:00 SV Uedesheim Chiefs – IVA Rhein-Main Patriots
04.05.2013 19:00 IVA Rhein-Main Patriots – Rostock Nasenbären
05.05.2013 16:00 Samurai Iserlohn – IVA Rhein-Main Patriots
09.05.2013 17:00 SHC Essen Rockets – IVA Rhein-Main Patriots
11.05.2013 19:15 Krefelder SC – IVA Rhein-Main Patriots
30.05.2013 18:00 Highlander Lüdenscheid – IVA Rhein-Main Patriots
08.06.2013 17:00 Bremerhaven Whales – IVA Rhein-Main Patriots
09.06.2013 16:00 Bissendorf Panther – IVA Rhein-Main Patriots
15.06.2013 19:00 IVA Rhein-Main Patriots – Bremerhaven Whales
29.06.2013 19:00 IVA Rhein-Main Patriots – HC Köln Rheinos
20.07.2013 18:00 TV Augsburg – IVA Rhein-Main Patriots
27.07.2013 19:00 IVA Rhein-Main Patriots – SV Uedesheim Chiefs
03.08.2013 19:00 IVA Rhein-Main Patriots – Krefelder SC
04.08.2013 18:00 Duisburg Ducks – IVA Rhein-Main Patriots
10.08.2013 19:00 IVA Rhein-Main Patriots – SHC Essen Rockets
07.09.2013 18:00 HC Köln Rheinos – IVA Rhein-Main Patriots
14.09.2013 18:00 IVA Rhein-Main Patriots – Bissendorf Panther

28.09.2013 Start Play Offs Modus best of three ersten Acht Teams. Platz 11 und 12 ist in die 2. Bundesliga abgestiegen.

Das Team 2013

© Rhein Main Patriots

Team Roster 2013

Zugänge: Andre Gabler (Patriots II), Tobias Etzel (Menden Mambas), Herbert Petz (Wien),Hendrik Horak (Düsseldorf Rhein Rollers), Dennis Berk (Bad Nauheim Grizzlys), Tobias Schmidt (Frankfurt), Sebastian Aletter (Patriots Nachw.)

Abgänge: Marcel Patejdl (Uedesheim), Pierre Wex (Ziel unbekannt), Jan Niklas Pietsch (Essen) Rob Lehmann und Steven Töteberg (Karriere beendet)

Pressemitteilung: Rhein Main Patriots

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.