Die Kölner Haie befinden sich nach einer knapp zweiwöchigen Pause in Top-Form. Am Wochenende konnte der KEC die Spiele gegen die direkte Konkurrenz für sich entscheiden. So gewannen die Haie zunächst gegen die Hamburg Freezers (3:1) und später gegen die Grizzlys Wolfsburg (4:2) und haben nun nur noch sechs Punkte Rückstand auf einen direkten Playoff-Platz.

Eine hohe Intensität, viele Checks und die nötige Cleverness – die Kufen-Cracks der Rheinländer haben endgültig begriffen, was nötig ist, um in dieser Liga erfolgreich zu sein. Für die Haie ist nun jedes der verbleibenden Hauptrunden-Spiele bereits von Playoff-Charakter und so spielen sie auch. Aber nicht nur die Akteure auf dem Eis präsentierten sich in Bestform. Auch die zahlreichen Zuschauer sorgten für eine gute Atmosphäre in der heimischen LANXESS arena. Über 15.000 Fans gegen Hamburg und zwei Tage später über 12.000 gegen Wolfsburg – kein Wunder, dass auch die Spieler von der Stimmung begeistert waren: „It’s a great place to play, if we are winning“, so Shawn Lalonde, der gegen die Grizzlys gleich doppelt traf.

Besonders stolz war Cheftrainer Cory Clouston auf die Reaktion seiner Spieler auf den Ausfall von Patrick Hager, der aufgrund eines Fouls mit Verletzungsfolge frühzeitig zum Duschen geschickt wurde. „Sie haben auf ungewohnten Positionen spielen müssen, aber haben das wirklich gut gemacht.“.

Am kommenden Dienstag folgt nun direkt das nächste Heimspiel und somit auch eine weitere Gelegenheit, Punkte gut zu machen. Dies soll gegen den Vorletzten aus Schwenningen gelingen. Dass drei Spiele innerhalb von fünf Tagen anstrengend sind, steht außer Frage. Doch KEC-Verteidiger Lalonde ist mit einem so straffen Programm bereits bestens vertraut: „Ich bin diesen drei Spiele in drei Tagen-Rhythmus aus Nordamerika gewöhnt.“. Ob erneut Gustaf Wesslau, Torwart und „Torschütze“ zum 1:0 am Freitag gegen Hamburg, zwischen den Pfosten stehen wird, bleibt abzuwarten. Die Wochenendspiele waren wahrlich keine leichten Aufgaben und sowohl physisch als auch mental eine Herausforderung. Ihm eine Pause und Ersatzmann Daniar Dshunnusow Eiszeit zu gönnen, wäre in Anbetracht der kommenden Aufgaben und des vermeintlich „leichten“ Gegners eine Überlegung wert.

Von den ersten drei Duellen gegen die Mannschaft aus dem Schwarzwald, konnte der KEC nur eines gewinnen (4:1). Die beiden anderen Auseinandersetzungen endeten knapp zu Gunsten der Wild Wings (2:3 bzw. 3:4 nach Verlängerung).

Von Johannes Scholl

Journalist und Eishockeyspieler instagram: bettercallscholl

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