Das DNL-Team des ESV Kaufbeuren feiert einen Sieg bei der Düsseldorfer EG - © Detlef Ross

Schwer zu unterscheidende Trikots für Zuschauer und Spieler - © Detlef Ross
Schwer zu unterscheidende Trikots für Zuschauer und Spieler – © Detlef Ross
Düsseldorf. (MR) Das war ein Saisonauftakt in die DNL-Runde, den man sich auf Düsseldorfer Seite sicher anders vorgestellt hatte. Die Düsseldorfer EG unterliegt Kaufbeuren mit 0:3 (0:1/0:1/0:1).

Anders als in den beiden Heimspielen der Vorsaison konnte sich die DEG heute nicht durchsetzen, musste im Gegenteil eine „zu Null“-Niederlage einstecken. Dabei fiel zunächst auf, dass man von der Tribüne aus die Spieler beider Mannschaften nur schwer unterscheiden konnte, trugen sie doch gelbe Trikots mit viel rot drin sowie rote Helme (DEG) bzw. rote Trikots mit viel gelb dran und ebenfalls rote Helme. So bestätigte auch auf Nachfrage Düsseldorfs Julian Lautenschlager, dass diese Farbengleichheit doch zu Missverständnissen führe, da man vielfach den anderen Spieler nur aus dem Augenwinkel wahrnimmt.

Zunächst hatten die Gastgeber ein Mehr an Puckbesitz, konnten das Spielgerät oftmals auch in der eigenen Zone dem Gegner noch stibitzen und ihrerseits den Angriff starten, doch der Treffer wollte nicht fallen. Kurz vor der ersten Pause gab es dann eine unübersichtliche Situation vor dem DEG Kasten, als man mehrfach die Scheibe nicht weg bekam. Wie es dann so kommen muss, rutschte der Puck schließlich an des Keepers Schiene entlang, und da Kieren Vogel das Bein nicht ganz am Pfosten hatte, fand die Scheibe den Weg über die Linie (19. Min.).

Das hatte den Gästen wohl Auftrieb gegeben, denn sie kamen spritziger aus der Kabine. Vor allem schienen die Aktionen der Allgäuer nun zielgerichteter als noch zuvor, während die Rheinländer zunehmend unter Farbenverwirrung litten. So kamen Pässe gut an, aber zu oft in den falschen Kellen. Und in die Rubrik „unglücklich“ kann man auch den nächsten Treffer eintragen: der Düsseldorfer Verteidiger wollte die Scheibe von hinter dem eigenen Tor rausspielen, Jonas Wolter stand im Weg und lenkte den Puck an den Goalie, von wo aus das Spielgerät über die Linie sprang. Anschließend plätscherte das Spiel etwas vor sich hin, und man stellte zur Spielmitte verwundert fest, dass es noch gar keine Strafe gegeben hatte. Sollte die DNL ohne die Chaos-Zwillinge Tim und Tobias Brazda ab jetzt etwa langweilig werden? Kaum hatte man den Gedanken ausgedacht, rappelte es hinter dem Gästetor, es boxten sich sogar zwei Spieler! Es gab das erste Powerplay, da auf DEG-Seite ein zweiter Spieler auf die Sünderbank musste. Zwar hatte Timo Schirrmacher die freie Ecke vor sich und auf der anderen Seite Nico Strodel in Penaltymanier nur den Goalie, doch es sollte in diesem Abschnitt kein weiterer Treffer fallen.

Im Schlussabschnitt hatten die Hausherren einzelne gute Phasen, wo sie sich im Angriffsdrittel festsetzen konnten, doch dann folgten solch symptomatische Momente wie der, dass Alexander Eckl kurz vor der blauen Linie zum Schlagschuss ausholte, doch dann war der Puck weg, einfach stibitzt vom Gegner… Früh konnten die Gäste ihren dritten Treffer aus solch einem Konter erzielen, und Düsseldorf rannte nunmehr einem 3-Tore Rückstand hinterher. Nach einer Auszeit setzte DEG-Coach Georg Holzmann bereits in der 56. Spielminute alles auf eine Karte und stellte den sechsten Feldspieler auf das Eis. Goalie Vogel hatte das noch gar nicht realisiert, was die Gästebank veranlasste, eine Strafe wegen zu vieler Spieler zu fordern. Der Puck war aber noch nicht eingeworfen. Es nützte alles nichts: Kaufbeurer Befreiungen gingen – wenn auch knapp – daneben, und auf der anderen Seite konnte das Tor auch nicht getroffen werden.

So blieb es bei der Doppel-Null im ersten Saisonspiel für die DEG: Null Punkte und Null Tore. Am morgigen Sonntag kann man allerdings gleich das Selbstbewußtsein wieder aufpolieren, wenn der AEV auf der Matte steht: Augsburg ging im ersten Spiel heute gegen Köln 1:9 unter…

Die Treffer erzielten: 0:1 (18:27) Lillich (Wolter/Krammer); 0:2 (23:17) Wolter; 0:3 (42:06) Lillich (Wolter)