Nervosität und Vorfreude vor der deutschen Meisterschaft. Schülermannschaft des IHC Atting gut gerüstet für den Kampf mit Deutschlands Top-Teams.
Die Vorfreude ist groß. Foto:Armin Pöschl

(mb) Seit 2006 haben insgesamt sieben Attinger Nachwuchsteams an einer deutschen Meisterschaft teilgenommen. Auch in diesem Jahr hat sich mit dem Schülerteam, das im Sommer ungeschlagen bayerischer Meister wurde, ein Team qualifiziert. Am Samstag und Sonntag spielen die Attinger Cracks im mehr als 600 Kilometer entfernten Wedemark mit sechs anderen Teams um den Titel.

Gastgeber sind die Bissendorfer Panther, mit deren Teams die Wölfe seit 2006 bei Meisterschaften und Europapokalturnieren schon so manche heiße Schlacht schlugen, trotzdem aber in ihren Vorberichten mit der Schreibweise Clubs noch Probleme haben und ihn nach wie vor als „Attingen“ bezeichnen. Neben dem bayerischen Vizemeister TV Augsburg sind auch Titelverteidiger Crash Eagles Kaarst (Meister Nordrhein-Westfalen), die Fireballs Sterkrade (Vizemeister Nordrhein-Westfalen), die SaltCity Boars Lüneburg (Meister Hamburg) und die Red Devils Berlin (Vizemeister Berlin) mit dabei.

Dabei hätte die Meisterschaft erst etwas weiter nördlich in Hamburg ausgetragen werden sollen. Eine nagelneue Skaterhockey-Halle sollte die Spielstätte sein. Allerdings hatten die Erbauer einen lachsroten Belag verlegt auf dem der orange Ball nur schwer sichtbar ist. Bissendorf sprang kurzfristig als Veranstalter ein.

Für die Spieler des IHC Atting macht der Veranstaltungsort nur wenig Unterschied. Sie freuen sich alle auf das Turnier, denn noch keiner war bei einem so großen Event dabei. „Schon seit einem Monat gibt es im Training kein anderes Thema mehr“, sagt Fabian Hillmeier. „Ein bisschen nervös sind einige schon.“ Der Top-Scorer des Zweitliga-Teams trainiert zusammen mit Helmut Herrmann die Jungs im Alter von zehn bis zwölf Jahren. Auch viele Eltern sind dabei. Einhelliger Tenor: „Wann hat man schon einmal die Chance, bei einer deutschen Meisterschaft dabei zu sein?“

Trotz allen Ehrgeizes versuchen die Verantwortlichen den Druck niedrig zu halten. „Die Mannschaft bekommt keine Vorgabe, eine bestimmte Platzierung zu erreichen“, sagt Hillmeier. „Das Turnier soll Spaß machen. Es ist eine Belohnung für den bayerischen Meistertitel.“

Schon am heutigen Freitag macht sich die Mannschaft auf die Reise, nach Ankunft ist noch ein gemeinsamer Kegelabend vorgesehen, so dass es ausgeruht am Samstagmorgen um 10.30 Uhr in das erste Spiel gegen Berlin gehen kann. „Das ist natürlich gleich ein wichtiges Spiel und wir wollen gewinnen“, sagt Hillmeier. Gegen alle sechs Teams muss in der Vorrunde gespielt werden. Die ersten Vier qualifizieren sich für das Halbfinale.

„Die Gegner einzuschätzen, ist schwierig, weil ich bis auf Augsburg niemand habe spielen sehen“, sagt Hillmeier. „Augsburg haben wir in der Saison geschlagen. Favoriten sind die NRW-Teams. Die haben zum Teil mehrere Mannschaften und können aus einer Vielzahl von Spielern wählen.“

Hillmeier hat zwar nur elf Spieler, aber das sage nichts aus. „Wir haben ja damit auch die bayerische Meisterschaft gewonnen.“ Auch beim BRIV-Herbstpokalturnier in den vergangenen Wochen ging man als Sieger hervor, zudem wurde fleißig trainiert. Gute Vorzeichen also und vielleicht wissen ja nach der nun achten Teilnahme der Wölfe an einer Nachwuchsmeisterschaft auch die „Nordlichter“ endlich, dass der Club aus dem „tiefen Bayern“ IHC Atting heißt.

PM:IHC Atting

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