Am vergangenen Wochenende stand für die 1. Herren der SG Langenfeld Devils ein schweres Auswärtswochenende in Bayern an. Dabei verloren die Langenfelder am Samstag beim IHC Atting mit 3:7, am Sonntag darauf folgte eine 3:5-Niederlage beim TSV Bernhardswald.

IHC Atting – SGL Devils 7:3 (5:1, 0:0, 2:2)

Im ersten Drittel waren die Hausherren in der Eishalle zu Straubing überlegen. Die Teufel ließen den Gegenspielern zu viel Platz zum agieren und fanden nur sehr schwer zu ihrem eigenen Spiel. Folgerichtig gingen die Attinger Wölfe durch Marco Rothammer, Florian Tkocz und zwei Mal Tim Bernhard verdient mit 4:0 in Führung. Kevin Stein (Zuspiel Alexander Weiß) sorgte zwar für das zwischenzeitliche 1:4, doch vor der Pause erhöhte Wolfgang Hiendl auf 5:1. Nach einer heftigen Kabinenansprache wirkten die Devils im zweiten Drittel frischer und konzentrierter. Die Gegenspieler wurden enger gedeckt und eigene Tormöglichkeiten häuften sich nun. Allerdings gelang keiner der Mannschaften im Mittelabschnitt ein Treffer.

Im letzten Drittel mobilisierten die Langenfelder nochmal alle Kräfte und wurden dafür auch belohnt. Innerhalb einer Minute brachten Nicolas Heintges (Alexander Brendel) und Patrick Brendel ihre Mannschaft auf 3:5 heran. Die Teufel waren in dieser Phase am Drücker und nahe am Anschlusstreffer, allerdings fehlte den Devils nun das Abschlussglück: Klare Tormöglichkeiten wurden vom starken Goalie der Attinger verhindert und zwei Mal rettete das Torgehäuse für den geschlagenen Fabian Hillmeier. Langenfeld musste in der Abschlussphase sein Glück in der Offensive suchen, was sich rächte: Vier Minuten vor Ende verwandelte Fabian Hillmeier einen Konter für die Wölfe zum 6:3, ehe er erneut einen Konter in der 59. Minute zum 7:3-Endstand abschließen konnte.

 „Im ersten Drittel haben wir das bislang schlechteste Hockey der Saison gezeigt. Das hat uns das Spiel gekostet. Meine Mannschaft hat aber Moral gezeigt und sich nochmals zurück in die Partie gekämpft. Mit etwas mehr Glück hätten wir durchaus noch ausgleichen bzw. das Spiel drehen können, aber Atting hat im Endeffekt natürlich verdient gewonnen“, resümierte Trainer Dieter Klaus.

TSV Bernhardswald – SGL Devils 5:3 (2:1, 0:0, 3:2)

Am Sonntag stand die Begegnung auf dem schwer spielbaren Außenplatz des TSV Bernhardswald auf dem Programm. Die Hausherren kamen zunächst besser in die Partie und gingen schnell durch Thomas Bauer in Führung. Nach einigen Wechseln waren die Devils auch im Spiel und passten sich an die Gegebenheiten an. Statt einem kontrollierten Aufbauspiel wurde, wie die Bernhardswalder es auch zu tun pflegen, aus allen Lagen auf das gegnerische Tor geschossen. Zwar legten die Gastgeber erneut durch Bauer zum 2:0 vor, Nicolas Heintges gelang aber in der 18. Spielminute der hochverdiente Anschlusstreffer.

Das zweite Drittel war über weite Strecken sehr ausgeglichen, allerdings standen die beiden Abwehrreihen sehr sicher und ließen keine Treffer zu.

Im letzten Spielabschnitt das gleiche Bild: Beide Teams erarbeiteten sich Tormöglichkeiten und versuchten aus allen Lagen den Ball auf das gegnerische Tor zu bringen. In der 45. Spielminute folgten die spielentscheidenden Szenen: Michael Hofmeister und Felix Berger erhöhten innerhalb einer Minute auf 4:1 für den TSV. Marc André Grefen (Zuspiel Sebastian Schwickart) gelang kurz darauf der zweite Treffer für die Devils, daraufhin wurde nochmals der Druck auf das Gehäuse der Gastgeber erhöht. Dadurch ergaben sich auch wieder Konterchancen für den Gegner, Mario Dörfler nutzte dies zum 5:2 aus. Die Teufel gaben nicht auf und kamen durch Alexander Brendel in der 53. Spielminute nochmals auf 3:5 heran, dies war allerdings der letzte Treffer der Partie.

„Das Spiel in Bernhardswald war so wie erwartet: Viel Körpereinsatz, viele Schüsse aufs Tor, kaum spielerische Highlights. Heute war durchaus mehr drin als eine knappe Niederlage, aber die Bernhardswalder sind sehr heimstark. Wir müssen uns nun in der folgenden Spielpause bis August auf die anstehenden Herausforderungen konzentrieren und hart trainieren, um noch weitere Punkte für den Klassenerhalt zu sichern“, so Kapitän Tommi Melkko.

Bedingt durch den überraschenden Rückzug der ISC Mannheim Monsters aus dem laufenden Spielbetrieb der 2. Bundesliga Süd vor zwei Wochen wurden alle bislang gespielten und noch ausstehenden Partien der Mannheimer annulliert. Dementsprechend wurden allen Teams, die gegen Mannheim Punkte gesammelt hatten, diese wieder abgezogen. Dadurch sind die Devils, denen vier Punkte abgezogen wurden, auf den siebten und somit letzten Platz oberhalb der Abstiegszone gerutscht. Besonders prekär für die Langenfelder: Der ehemals komfortable Vorsprung von elf Punkten auf die widererstarkten Velbert Commanders, die aktuell den achten und somit ersten Abstiegsplatz belegen, schmolz auf nunmehr fünf Zähler zusammen. Velbert hatte eine Woche zuvor zu Hause überraschend gegen den IHC Atting gewonnen und parallel dazu keinen Punktabzug hinnehmen müssen, da die Commanders ihr bislang einziges Spiel gegen die Monsters in Mannheim verloren hatten.

Die Devils haben nun bis zum Wochenende 4./5. August spielfrei, ehe es erneut zu einem schweren Doppelspielwochenende geht, diesmal nach Baden-Württemberg. Dort stehen die beiden Rückspiele gegen die Breisgau Beasts aus Freiburg und die HC Merdingen Panther an. Ein Vorbericht folgt.

Spielstatistiken

IHC Atting – SG Langenfeld Devils 4:5 (5:1, 0:0, 2:2)

Tore Langenfeld

4:1 – 11:56 – Kevin Stein (Alexander Weiß)
5:2 – 43:24 – Nicolas Heintges (Alexander Brendel)
5:3 – 44:39 – Patrick Brendel

Strafzeiten

Atting 10 Minuten + 10 Minuten Disziplinarstrafe, Langenfeld 6 Minuten + 20 Minuten Disziplinarstrafe

TSV Bernhardswald – SG Langenfeld Devils 5:3 (2:1, 0:0, 3:2)

2:1 – 17:50 – Nicolas Heintges
4:2 – 48:35 – Marc André Grefen (Sebastian Schwickart)
5:3 – 52:57 – Alexander Brendel

Strafzeiten

Bernhardswald 8 Minuten, Langenfeld 10 Minuten

 

Die aktuelle Tabelle der 2. Bundesliga Süd 2012:

http://www.ishd.de/saison/tabelle.php3?saison=2012&liga=2.BLS

NRWHockey.de / PM SG Langenfeld Devils

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.