Beim Aufsteiger in Kaarst beendeten die Panther ihre Niederlagenserie von vier sieglosen Spielen in Folge und gewannen verdient mit 6 zu 3. Wie in den vergangenen Begegnungen auch, spielten die Wedemärker starkes Hockey, schafften es aber dieses Mal, ihre Nerven im Schlussdrittel im Griff zu halten und konnten so den ersten Auswärtssieg der Saison einfahren.

Die Anspannung war allen Panthern – ob Spieler oder Offizielle – vor der Partie deutlich an zu merken. Als Tabellenletzter reisten die Panther zum Aufsteiger und diese Situation ist für die Raubkatzen eine gänzlich neue. Umso wichtiger war es, vor der Partie, die richtige Einstellung zu finden und mit dem nötigen Selbstbewusstsein in das Spiel zu gehen. Coach Darian Abstoß und seine beiden Kapitäne Markus Köppl und Jan Pries fanden augenscheinlich die passenden Worte, denn die Panther agierten eher wie ein Tabellenführer denn wie ein Absteiger: Diszipliniert und engagiert gingen die Panther von der ersten Minute an zu Werke und erarbeiteten sich Chance um Chance. Zwar kamen auch die Crash Eagles aus Kaarst zu sehr guten Möglichkeiten, diese konnten aber allesamt durch den starken Danny Sellmann im Bissendorfer Gehäuse unschädlich gemacht werden. In der 13 Spielminute war es dann Kapitän Markus Köppl höchst selbst, der nach feiner Vorarbeit von Sebastian Miller zum 1 zu 0 einschieben konnte. In der 17 Spielminute setzte dann Sebastian Miller zu einem seiner gefürchteten Sololäufe an und verwandelte selbstsicher zum 2 zu 0.

Während im ersten Drittel die Spielanteile noch nahezu gleichwertig verteilt waren, konnten die rund 150 Zuschauer im zweiten Drittel eine klare Dominanz der Bissendorfer erkennen. Durch kompaktes, frühes Stören und eine enge Manndeckung der Bissendorfer kam Kaarst kaum zur Entfaltung. Auch die jüngst von den Crash Eagles verpflichteten Eishockeyprofis Renkewitz und Grygiel bissen sich an der niedersächsischen Defensive die Zähne aus und fielen später nur noch durch überhartes Einsteigen auf. Eine Strafe gegen besagten Renkewitz nutze in der 32isten Spielminute dann der befreit aufspielende Sebastian Miller zum 3 zu 0. Das nächste Powerplay der Panther nur fünf Minuten später nutzte dann der Bissendorfer Marek zum 4 zu 0. Dies war dann auch das Ergebnis nach 40 Spielminuten.

Im letzten Drittel galt es dann für die Panther unbedingt Nerven zu bewahren – hatte man doch noch das desaströse letzte Drittel aus Essen in Erinnerung, in dem die Raubkatzen vor Wochenfrist förmlich untergingen. Ähnliches deutete sich auch am Samstag in Kaarst an, als die Crash Eagles binnen vier Minuten auf 4 zu 2 heran kamen. Aber dieses Mal hielten die Nerven und die Defensive der Bissendorfer. Als dann der agile Felix Gollasch in der 55isten Spielminute das 5 zu 2 erzielte, war der Widerstand der Crash Eagles völlig gebrochen. Markus Köppl konnte nach einem haarsträubenden Fehler der Kaarster Defensive sogar noch auf 6 zu 2 erhöhen und die Eagles erzielten kurz vor Schluss ebenfalls noch einen Treffer, doch bedeuteten die letzten beiden Tore eher Ergebniskosmetik.

Im Lager der Wedemärker ist die Erleichterung nach diesem Sieg natürlich riesengroß. Zwar steckt man weiter im Abstiegskampf konnte dieses Mal aber dank einer couragierten Leistung die Punkte verdient mit in die Heimat nehmen. Coach Darian Abstoss ist dementsprechend sehr zufrieden mit der Partie: „Wir haben heute wieder viel richtig gemacht und trotz der nach wie vor dramatischen Personalsituation eine gute Leistung gezeigt – wir können nun wieder optimistischer in die Zukunft schauen.“ Am Osterwochenende macht die Liga Pause und so steht die nächste Partie der Bissendorf Panther am 26. April an. Dann kommt es zum Klassiker: Die Panther empfangen ihren ewigen Rivalen, die Duisburg Ducks.

Die übrigen Ergebnisse der ersten Bundesliga vom Samstag:

Uedesheim – Duisburg: 8-7; Köln – Krefeld: 8-6; Lüdenscheid – Assenheim: 10-5; Augsburg – Atting 11-8; Essen – Iserlohn 11-10 n.P.;
Sonntag: Krefeld – Assenheim: 7-4

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