Uedesheim. (MR) In einem über weite Strecken ausgeglichenen Spiel konnten die Uedesheim Chiefs erst im Schlussabschnitt die Fronten klären und mit drei Toren binnen 126 Sekunden den Sieg sichern.

Viatcheslav Koubenzki gegen Meikel Thürmann
Viatcheslav Koubenzki gegen Meikel Thürmann


Es war lt. Chiefs-Coach Marcel Mörsch ein „Albtraum-Spiel“ – sein Team hatte wohl den Aufsteiger lange Zeit zu leicht genommen. Zunächst waren die Gäste aus der Hansestadt mit Verspätung im Chiefs-Garden gelandet, und das Spiel startete nicht ganz pünktlich. Dann kassierten die Chief noch in der ersten Spielminute eine Strafe, doch durch einen Konter in dieser Unterzahl konnten sie in Führung gehen (David Walczok, 2.). Weiter aber mühten sich die Nasenbären mit dem ungewohnten Hallenboden ab, während auch die Chiefs nicht wirklich ins Spiel kamen. Vergebene Chancen rächten sich, und zur Drittelmitte glichen die Gäste erst aus (Schnabel, 11.), ehe Jason Horst gar das Spiel drehen konnte (15.). Dieser Rückstand zur ersten Pause war sicher nicht so geplant!

Interessanter wurde der mittlere Abschnitt – die knapp 30 Zuschauer durften insgesamt 8 Tore bejubeln (oder verfluchen, je nach Geschmack). Los ging es wieder früh mit dem Ausgleich für die Chiefs durch Marco Hellwig (22.). Dass Jörg Müller die Nasenbären wieder in Führung brachte (24.), war ein Missgeschick, das Hellwig 73 Sekunden später wieder ausbügelte – und noch einen drauf setzte (4:3, 29.). Auf der anderen Seite scheiterten beide Damgaards, auch Walczok konnte einen weiteren Unterzahl-Konter nicht hinter der Linie vollenden. Dafür verluden die beiden Bartträger im Rostocker Team (Sören Damgaard und Jörg Müller) Chiefs-Goalie Dario Khazaei zum erneuten Ausgleich für die Ostsee (33.). Für den Rhein schlug nochmals Hellwig zu (34.), was Christian Ciupka wieder egalisierte (35.). Kurz vor Drittelende war Patejdl für die knappe Führung der Gastgeber verantwortlich (39.).

Nasenbären-Goalie Felix Thomas
Nasenbären-Goalie Felix Thomas

Den Schlussabschnitt begannen die Chiefs in Unterzahl, doch die Nasenbären konnten hieraus keinen Nutzen ziehen. Hellwig schien einen Bandenrückpraller verwertet zu haben, aber der Ball war offenbar nur in der Goalie-Ausrüstung gelandet. Vom Bully weg glich Müller für Rostock wieder aus (46.). Weiter ging das muntere Toreschießen: Sebastian Schreiber legte einen springenden Ball ins Netz (49.), nochmals Müller mit dem Ausgleich (51.). Nach diesen 7 Treffern hatte Khazaei die Nase gestrichen voll und machte Platz für Uedesheims Stammkeeper Olli Derigs. Koubenski und Sören Damgaard schossen ihn auch gleich einmal warm, doch in schöner Dreier-Stafette erhöhte Patejdl auf 8:7 (54.). Die Torschützen waren noch nicht ganz verlesen, als Tim Gregoire die Weichen auf Sieg stellte (55.); mit dem 10. Treffer für die Gastgeber (Walczok – noch vom Gegner abgefälscht) keine zwei Minuten später war der Sack eigentlich zu. Rostock warf nochmals alles nach vorne, die Chiefs verteidigten mit Mann und Maus und spielten den Ball meist nur einfach weit aus der eigenen Zone heraus. Derigs fing noch den einen oder anderen Ball, manchmal half der Pfosten mit. Mit der Sirene und dem Pling des Gestänges landete Walczoks Schuss zum Endstand von 11:7 zum letzten Mal in den Maschen. Die Nasenbären treten den weiten Heimweg an, ehe sie am Sonntag bereits nachmittags den Tabellennachbarn aus Bremerhaven empfangen. Für die Chiefs steht ebenfalls am Sonntag ein weiteres Heimspiel an, es geht gegen die Ducks aus Duisburg, die mit 11 Punkten Vorsprung einen gesicherten PlayOff Platz haben, welchen die Chiefs noch immer anstreben und sich erarbeiten müssen – jeder Punkt zählt jetzt!

Alle Bilder vom Spiel by Detlef Ross: http://bit.ly/15tSH2S

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