chiefs_wappen_pngBeinahe wäre den Chiefs die nächste Sensation gelungen, aber am Ende hat es im ersten PlayOff-Spiel nicht ganz gereicht und man musste sich in Iserlohn mit 7:8 (0:1 / 3:3 / 4:4)

geschlagen geben. Stark ersatzgeschwächt konnte Coach Marcel Mörsch nur auf sieben fitte Spieler zurückgreifen. Die angeschlagenen Jungs stellten sich dennoch voll in den Dienst der Mannschaft und rotierten einige Wechsel mit, um den gesunden Kollegen Luft zu verschaffen. „Das wir in dieser Phase der Saison nur so einen Rumpfkader zur Verfügung haben, ist natürlich bitter“, so Mörsch, der unter anderem auf Kapitän Robert Linke verzichten musste. Dennoch hatte er seine Mannschaft wie schon in der Vorwoche optimal eingestellt und machte es den Hausherren trotz optischer Überlegenheit schwer, sich gute Chancen zu erspielen. Im Gegenteil, David Walczok hatte mit seinem ersten Pfostentreffer in der 2. Minute die erste richtig gute Chance der Partie.

Wirklich viele Ideen hatten die Samurai gegen kompakte Uedesheimer nicht, und so bedurfte es eine angezeigte Strafzeit gegen Uedesheim, ehe die Gastgeber erwartungsgemäß in Führung gingen. Als alle Uedesheimer auf den Abpfiff warteten, schnappte sich Linke die Kugel, ging auf und davon und traf zum 1:0 (8. Minute).  Kurz darauf hatten beide Teams einen Mann auf der Strafbank sitzen, die Chiefs spielten die Zeit erneut gut runter. Dann gab es vorne einen Ballverlust gepaart mit einem Wechselfehler hinten, was Neumann die große Chance bot, sich alleine mit Olli Derigs zu messen. Aber der Uedesheimer Keeper hatte auch heute wieder einen guten Tag und klärte die Situation. Trotz einiger guter Schusschancen, u.A. von Raphael Scheu und Marcel Patejdl, ging es mit dem knappen Rückstand in die erste Pause.  Aus dieser kamen die Chiefs gut erholt heraus. Marco Hellwig prüfte gleich zwei Mal Samurai Keeper Mende, der seinen Kasten aber noch sauber hielt. Dann setzte Plate seinen Kapitän Wichern mit einem Sahnepass ein und es stand 2:0 (25.). Pörschke stocherte die Kugel wenig später zum 3:0 über die Linie (29.), was Mörsch dazu bewegte, eine Auszeit zu nehmen und  seine Jungs darauf hinzuweisen, dass man die Tore in dieser Phase zu einfach fangen würde.

Unmittelbar danach brachte ein starker Schuss von Benni Meschke die Chiefs wieder ins Spiel (3:1 / 29.). In Überzahl war Uedesheim nah dran am Anschluss, lernte dann aber die Nachteile einer kleinen Halle kennen. Mit dem Ablauf der Strafe rauschte ein Schuss an Mende vorbei und  sprang von der Bande zurück zur Spielfeldmitte. Dort kam Riepe grade von der Strafbank,  setzte Neumann perfekt ein, schon stand es 4:1 (33.)- Doch wie schon in der Vorwoche wechselten die Chiefs schnell die Reihen und machten auch mit wenig Spielern Druck. Nach Pörschkes Pfostentreffer war Scheu auf links durchgebrochen, passte durch den Slot zu Hellwig, der nur noch die Kelle hinhalten musste und auf 4:2 verkürzte (35.). Im nächsten Angriff scheiterte Walczok im 1-gegen-1 an Mende, dann hatte Uedesheim Überzahl und Hellwig verkürzte zum 4:3 (36.). Nach dem Treffer kam ein wenig Hektik auf, was hauptsächlich am ständig provozierenden Bialke lag, aber die Pausensirene beruhigte die Gemüter.  Im Schlussdrittel waren dann zunächst die Chiefs am Drücker. Hellwig drehte nun weiter auf, scheiterte aber zunächst an Mende. Auch sein Bauerntrick, an dessen Ende er Scheu freispielte, brachte nichts ein, weil der am Boden liegende Keeper doch noch die Fanghand hochriss und Scheu genau hinein schoss. Eine Minute später nagelte Patejdl die Kugel an die Latte. Auf der anderen Seite entschärfte Derigs eine gute Chance von Flanz. Den Ausgleich besorgte dann eine Sturmreihe, die in dieser Saison auch noch nie so zusammengespielt hatte. Meikel Thürmann erkämpfte sich den Ball erstklassig an der Bande, passte zu Meschke, der zum 4:4 einnetzte (46.). Mit einem direkt verwandelten Freistoß brachte Warpniewski die Samurai wieder in Führung (47.).

Aufgeben war allerdings keine Option für die Chiefs. Sie kämpften immer weiter und nutzten  den ersten Fehler von Mende, der in dem Moment nicht wusste wo der Ball war, zum erneuten Ausgleich durch Hellwig (5:5 / 48.). Der starke Walczok drosch einen Freistoß nicht ins Tor, sondern ans Aluminium. Nachdem Derigs binnen wenigen Sekunden gleich doppelt gegen Jacobs parierte, gelang auch Uedesheim endlich mal ein Konter auf dem kleinen Feld. Letzter Abnehmer dieser Chance war Walczok, der die erste Führung für Uedesheim besorgte (5:6 / 51.).  Auf den Rückstand antwortete Iserlohn mit viel Druck. Die Hausherren brachten nun alle Bälle sofort zum Tor. Doch Derigs stand zunächst sicher im Kasten und hielt, was kam. In Überzahl schaffte Pörschke dann aber doch den Ausgleich (6:6 / 55.). Patejdl und Hellwig hatten die erneute Uedesheimer Führung auf dem Schläger, aber dann gelang den Hausherren der vorentscheidende Doppelschlag.  Jacobs netzte von außen kommend perfekt mit der Rückhand ein (7:6 / 56.), vom Mittelbully weg überraschte Wichern Derigs mit einem perfekten Schuss (8:6 / 56.). Trotz schwindender Kräfte gab sich Uedesheim noch nicht geschlagen. Von hinter der Grundlinie schoss Walczok den Keeper so clever an, dass die Kugel von Mende ins Tor sprang (8:7 / 58.). Leider konnten die Chiefs dann in der Schlussminute keinen Druck mehr machen und den Keeper rausnehmen, weil man sich noch eine Strafzeit einfing. So spielte Iserlohn die Zeit runter und durfte am Ende jubeln.

Trotz der Niederlage war Marcel Mörsch am Ende zufrieden: „Wir haben das Spiel mit unserer  Rumpftruppe lange offen gehalten, das spricht für uns. Das wir hier sechs Minuten vor dem Ende geführt haben, hätte uns wohl niemand zugetraut. So hat es am Schluss knapp nicht gereicht, aber wir können stolz auf unsere Leistung sein. Nächsten Samstag kommen ein paar Leute zurück, dann werden die Karten neu gemischt.“

Spiel zwei der Serie findet kommenden Samstag um 18 Uhr im „ChiefsGarden“ statt. Dann sind die Chiefs zum Siegen verdammt. Gewinnt Iserlohn, ist die Saison für Uedesheim beendet.  Schaffen die Chiefs den Ausgleich in der Serie, steigt das entscheidende dritte Spiel am 19.10. wieder im Sauerland.

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