Als Eagles Goalie Philipp Inger nach einer Minute schon fünfmal geprüft worden war, deutete sich allen Beteiligten an, dass die druckvolle Spielweise, welche Kaarst in der Vorwoche gegen Duisburg an den Tag legte, gegen die Panther aus der Wedemark nicht stattfinden würde. So setzte es am Ende eine unnötige, wenn auch verdiente 3:6 (0:2/0:2/3:2) Niederlage. Die Hälfte aller Gegentore vielen wieder einmal im Powerplay.

Es dauerte seine Zeit, bis das erste Tor fiel, obwohl beide Teams gute Einschussmöglichkeiten hatten. In der 14. Spielminute nutzten die Bissendorfer den vielen Freiraum, der sich ihnen in diesem Spiel bot. Einen Schuss von Miller konnte Inger noch parieren, doch beim Nachschuss von Köppl war er machtlos, der den Ball nur noch über die Linie drücken musste. Ein Weckruf für die Eagles war dies nicht. Bissendorf hatte weiterhin viel Platz, die Spielfläche schnell zu überbrücken. Drei Minuten vor Drittelende setzte Miller zu einem Sololauf an, konnte unbehindert über das ganze Feld laufen und netzte die orangene Kugel über die Stockhand von Inger zum 0:2 ein.

Im zweiten Drittel zunächst dasselbe Bild. Bissendorf immer einen Tick aggressiver im Forechecking, Kaarst zu weit weg von den Gegenspielern. Dennoch zeigte die Leistungskurve der Eagles nach oben. Im Spiel 4 gegen 4 neutralisierten sich beide Teams. Bissendorf erhöhte dennoch um zwei weitere Treffer auf 0:4. Beide Tore fielen im Powerplay. Zuerst fälschte Miller in der 32. Minute einen Schlagschuss von Gollasch an Inger vorbei ins Tor, vier Minuten später war es Marek, der mit einem Schuss durch die Beine des Kaarster Schlussmannes das Powerplay in Zählbares verwandelte. Von nun an zogen sich die Gäste aus der Wedemark ins eigene Drittel zurück, um das Ergebnis zu verwalten. Kaarst erspielte sich viele gute Torchancen, scheiterte jedoch immer wieder an der kompakten Defensive um den gut aufgelegten Torwart Sellmann. So blieb dem Aufsteiger auch nach vierzig Minuten ein Treffer verwehrt.

Im letzten Drittel schienen die Hausherren wie ausgewechselt. Mackenstein tankte sich vom Auftaktbully weg durch die Abwehr der Bissendorfer und traf nach nur 16 gespielten Sekunden zum 1:4. Als keine drei Minuten später Grygiel einen Schuss von Dietrich zum 2:4 verwertete, keimte noch einmal Hoffnung auf. Allerdings zeigte sich in den Folgeminuten die Gästedefensive wieder sattelfest. Torwart Sellmann vereitelte viele gute Torchancen. Fünf Minuten vor Spielende waren die Bemühungen der Hausherren endgültig dahin. Bissendorf sorgte für die Spielentscheidung, nachdem Gollasch einen Nachschuss an Inger vorbei ins Tor schoss. Wieder einmal im Powerplay. Das 2:6 durch Bissendorfs Kapitän Köppl nach einer Eins-auf-Null Situation, der ein grober Abwehrfehler vorausgegangen war, sowie der Schlusspunkt zum 3:6 durch Dietrich waren nicht mehr als Ergebniskosmetik.

Inger, Rütten (n.e.) – Otten (0 Tore, 0 Vorlagen), Geiß (0/0), Bleyer (0/0), Boschewski (0/0), Dietrich (1/1), A. Ehlert (0/0), Grygiel (1/0), Hildebrandt (0/0), Mackenstein (1/0), Michalowski (0/0), Renkewitz (0/0), Stein (0/0), von Berg (0/0)

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