Coach Jürgen Amann: Punkte bei Highlandern möglich – Michael Welter gibt Debüt

IHC Atting kann in Lüdenscheid und Iserlohn „super befreit“ aufspielen. Foto: Bauer
IHC Atting kann in Lüdenscheid und Iserlohn „super befreit“ aufspielen. Foto: Bauer


(mb) Für den IHC Atting gehen die harten Auswärtswochenenden weiter: Die Wölfe bestreiten bereits den dritten Doppelspieltag binnen vier Wochen. Diesmal geht die Reise am Samstag zu den Highlandern Lüdenscheid (18 Uhr) und am Sonntag zum amtierenden deutschen Meister und Tabellenführer Samurai Iserlohn (14.30 Uhr). Nicht befreit, sondern „super befreit“ könne sein Team da aber aufspielen, sagt Coach Jürgen Amann.

Denn beim Blick auf den derzeitigen Tabellenstand tritt das Team viel leichter eine solch harte Reise an. Denn mit drei Siegen aus sechs Spielen, darunter das überragende 11:3 am letzten Wochenende in Bissendorf, haben die Wölfe schon jetzt mehr erreicht, als viele dem Aufsteiger zugetraut hatten. „Die Stimmung in der Mannschaft ist super“, sagt der Coach. „Wir hatten am Donnerstag ein gutes Abschlusstraining mit hohem Tempo und wenn wir in Lüdenscheid einen guten Tag erwischen, könnte durchaus etwas möglich sein. Die Highlander haben ähnliche Ergebnisse wie wir eingefahren. Es ist so etwas wie ein Duell auf Augenhöhe.“
Die Lüdenscheider konnten bisher zwei von vier Spielen gewinnen – beide auswärts: Zunächst gab es ein 9:3 gegen den aktuell Vorletzten Crefeld, bevor dann am vergangenen Wochenende ein 9:4 beim zweiten Aufsteiger Kaarst folgte. Gefährlichster Mann ist der Tscheche Jiri Svejda, dem in drei Spielen schon 14 Punkte gelangen. Allein in Kaarst war er an sieben Toren beteiligt. Da das Team aber Verteidigersorgen plagten, holte man sich die DEL-erfahrenen Dieter Orendorz und Mike Ortwein (beide Iserlohn/Duisburg) wieder ins Team. Orendorz Einsatz ist aber fraglich, hieß es von Seiten des Clubs.

„Alle sehen, dass die Liga eng ist und dass wir schon gut Punkte geholt haben“, sagt Amann. „Einige Teams müssen sich derzeit mit dem Abstieg beschäftigen, die eigentlich so nicht damit gerechnet haben und vielleicht gedacht haben, dass Kaarst und wir leicht wegzuschießen sind. Daher ist es logisch, dass sich die Teams verstärken.“

Aber auch der IHC hat sich gewissermaßen verstärkt: Michael Welter gibt am Wochenende sein Debüt: „Er hat am Donnerstag im Training einen starken Eindruck gemacht. Er kann hinten aufräumen und tut uns sehr gut.“ Da mit Simon Bogner ein wichtiger Mann nicht dabei sein kann – es fehlen außerdem Robert Kuhnle, Tobias Wolf, Dominik Nissen und Michael Hofmeister krankheits- oder berufsbedingt – ist Welter eine umso wichtigere Verstärkung. Drei Reihen können die Wölfe am Wochenende aufbieten.

Am Sonntag in Iserlohn dürften die Trauben deutlich höher hängen als am Samstag, auch wenn der verlustpunktfreie Meister am Samstag schon das Top-Spiel gegen Köln absolvieren muss. „Es ist eine super Sache, gegen den deutschen Meister spielen zu dürfen“, sagt Amann. „Wir werden unser Möglichstes versuchen sie etwas zu ärgern, aber da können wir im übertragenen Sinne eigentlich gar nicht verlieren.“ Iserlohns Coach Carsten Plate sagte der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung: „Ich bin froh, dass wir zuerst gegen Köln spielen – das ist vom Kopf her besser.“ Gegen die Wölfe hat er dennoch einen klaren Sieg im Visier.

Schon jetzt laufen bei IHC die Planungen für das Auswärtsspiel in Augsburg am 12. April: Fans und Interessierte können die Mannschaft im Fan-Bus begleiten. Der Fahrpreis beträgt 16 Euro. Anmeldung bis Dienstag, 8. April, bei 1. Vorsitzendem Bernd Maier unter maier_atting@hotmail.com.

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