Gästekeeper Derigs vereitelt  eine Torchance von Bernhardt. Foto: Raiko Gayk

Nachdem am Sonntagmittag die zweiten Herren der Skating Bears mit einer sehr engagierten und disziplinierten Teamleistung den am Samstag von den Bockumer Bulldogs (8:7) entthronten Ex-Tabellenführer Kassel Wizards mit 5:2 (1:0/4:2/0:0) in der 2. Bundesliga-Nord bezwungen haben und damit nach den Sauerland Steel Bulls den zweiten Top-Favoriten auf den Aufstieg geschlagen haben, wollte die 1. Herren-Mannschaft nachlegen.

Im Niederrhein Duell wollten die Bears endlich wieder punkten und den Tabellenkeller verlassen. Die Chiefs hatten zuletzt sechs Spiele in Folge verloren, die Skating Bears nach sieben Niederlagen gegen Assenheim einen 2-Punkte-Erfolg verbucht und dann in Augsburg verloren. Die Chiefs sollten eigentlich am Samstagabend in Bissendorf spielen. Der Busfahrer hat aber wohl keinen Verkehrsfunk gehört und hatte die Chiefs in die Vollsperrung auf der A2 gefahren. Dort kamen sie nicht weiter und das Spiel wurde abgesagt. Uedesheim fuhr dann unverrichteter Dinge nach Hause. Vorteil für die Chiefs, sie hatten nun kein schweres Spiel in den Beinen.

Die Skating Bears starteten ganz gut in die Partie hatten in den ersten zwei Minuten gleich drei gute Torchancen. Uedesheim spielte aber gut mit und kam auch zu ersten kleineren Chancen. Die Skating Bears waren in den ersten sechs Minuten die dominierende Mannschaft und erzielten auch verdient nach 5:57 Minuten durch Sebastian Müller das 1:0. In der dreizehnten Minute dann die erste Strafe im Spiel. Und es traf die Bears. Der Co-Trainer, Brandon Bernhardt musste für zwei Minuten in die Kühlbox. Das nutzten die Gäste mit einem trockenen Schuss in den kurzen Winkel durch Raphael Scheu zum Ausgleich aus. Danach musste Jerome Bonin von Uedesheim auf die Strafbank. Überzahl können die Bears auch und erzielten durch Wasja Steinborn nach starker Vorlage von Sebastian Müller. Die Chiefs erhielten kurz darauf noch eine Strafe. Die Bears schlugen nach wenigen Sekunden erneut zu, aber die Schiedsrichter gaben den Treffer von Sebastian Müller nicht. Aber die Bears spielten ruhig weiter und brauchten wieder nur wenige Sekunden bis Marc Schaub zum 3:1 versenkte. Erneut kam die Vorlage von Sebastian Müller. In der 18. Minute musste dann Wasja Steinborn auf die Strafbank. Die überstanden die Bears aber schadlos und gingen mit einer verdienten 3:1 Führung in die erste Pause.

Das zweite Drittel ging etwas verhaltener los, die Bears hatten weiterhin leichte Feldvorteile ließen aber den Chiefs etwas mehr Platz, aber so richtig ins Spiel kamen sie nicht. Zudem hatten die Bears mit Christian Kramer heute einen starken Rückhalt. In der 28. Minute musste erneut Brandon Bernhardt auf die Strafbank. Und wieder nutzen die Chiefs den Vorteil aus. Ein Schlagschuss von von Stefan Kreuzmann schlug im rechten Winkel ein. Christian Kramer war ein wenig die Sicht verdeckt. In der 31. musste Andre Kammen wegen unkorrektem Körperangriff auf die Strafbank. Das Nachschlagen des Chiefs Spielers hingegen wurde nicht geahndet. Danach mussten von beiden Teams Spieler auf die Strafbank, bei Uedesheim Sascha Drehmann und bei den Skating Bears Tim Bothe, die sich vor dem Krefelder Tor behakt haben, drei gegen zwei und wieder nutzten die Chiefs die Überzahl aus und glichen durch David Walczok aus. Die Bears hatten ihre Überlegenheit durch unnötige Strafen aus der Hand gegeben. In der 15. Minute musste erneut Sascha Drehmann auf die Strafbank, 2 + 10 wegen Meckerns. Die Bears spielten das Überzahlspiel 90 Sekunden recht ordentlich, mussten dann aber eine Strafe wegen Behinderung gegen Wasja Steinborn hinnehmen. Als dann die bears in unterzahl spielten kassierten sie prompt den vierten Gegentreffer durch Raphael Scheu in der 38. Minute. Auf der Strafbank gewinnt man keine Spiele. Die Bears rissen sich aber zusammen und kamen in der 39. Minute durch Brandon Bernhardt im Nachschuss zum Ausgleich. Der CSC hat sich selber um den Lohn des ersten Drittels gebracht. Folglich verloren die Bears verdient das zweite Drittel mit 1:3.

Nun müssten die Bears wieder das Spiel des ersten Drittels aufziehen , um die Punkte in Krefeld zu behalten und ganz wichtig von der Strafbank fernbleiben. Und die Bears legten wie die Feuerwehr los. Tim Bothe legte schön auf Mark Schaub auf, der das 5:4 markierte. Die Freude währte nicht lang. Im Gegenzug glich Bastian Schreiber für Uedesheim erneut aus. Bei einem Solo von Brandon Bernhardt wurde dieser behindert und kam nicht zum kontrollierten Torschuss, der Uedesheimer Spieler Tim Gregorie erhielt dafür zwei Minuten. Wenige Augenblicke später wurde Sebastian Müller von den Beinen geholt, der Pfiff der Referees blieb aber aus. In der 49. Minute war die Defensive nicht konsequent genug und ließ den Ex-Krefelder Tim Gregorie frei vor dem Tor stehen, der zum 5;:6 versenkte. Der Ausgleich ließ aber nicht lange auf sich warten. Dennis Holthausen setzte sich stark in der eigenen Hälfte durch, spielte auf Mark Schaub, der den Ball zum 6:6 in die Uedesheimer Maschen drosch. Nun war richtig Feuer in der Hütte, beide Teams wollten den Sieg und noch sechs Minuten waren zu spielen. Viereinhalb Minuten vor dem Ende hatten die Skating Bears in Überzahl die Möglichkeit erneut in Führung zu gehen. Diese nutzten sie jedoch nicht. Aber als Uedesheim wieder komplett war, hämmerte Max Zillen nach Bully-Gewinn den Ball in die Uedesheimer Maschen und es waren noch zwei Minuten zu spielen. Die Bears kämpften und versuchten den Ball vom eigenen Tor fern zu halten. Die Chiefs nahmen den Torwart heraus und kamen gleich durch Marko Helwig zum Ausgleich, 67 Sekunden vor dem Ende. Die Chiefs machten nun richtig Druck, die Abwehr der Bears schwamm und ließ einen Mann frei vor dem Tor, der dann den Treffer zum 8:7 für die Chiefs markierte. Im Gegenzug hatten die Bears dann die Chance zu Ausgleich, bei der Brandon Bernhardt gefoult wurde. Darauf kam es zu einer Handgreiflichkeit, bei der Stefan Kreuzmann 5 + 10 Minuten und Brandon Bernhardt 5 Minuten Strafe kassierten. Die Partie war gelaufen. Die Bears haben das Spiel erneut unnötig auf der Strafbank verloren. Aber gekämpft haben die Bears aufopferungsvoll.

PM:CSC

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