In der heißen Schlussphase des Spiels Köln gegen Uedesheim war für die Chiefs der ersehnte Punktgewinn in greifbarer Nähe, als die Schlusssirene ertönte, musste man sich jedoch mit 5:6 (1:3 / 2:1 / 2:2) geschlagen geben.

Dabei nahm die Partie von Beginn an die von den Chiefs gewünschte Richtung. Man stand tief, verteidigte die Mitte gut und ließ die Gastgeber nur Schüsse von außen abfeuern, die allesamt kein Problem für Keeper Olli Derigs waren. Nach vorne setzten die Chiefs einige Nadelstiche, der erste von Marcel Patejdl landete am Pfosten, aber Weisheit glich kurz darauf in Sachen Metalltreffer aus.

Nachdem Mike Höfgen und Robert Linke zweimal nur knapp am Führungstreffer gescheitert waren, war es in der 7. Minute doch Linke, der die erste Überzahl zur Uedesheimer Führung nutzen konnte. Beide Teams rückten nicht von ihrer Taktik ab, Köln hatte die optische Überlegenheit und nutzte diese durch den Ex-Uedesheimer Benny Handrich, der die Kugel zum 1:1 ins Tor abfälschte (10.). Die Mörsch-Truppe blieb bei Kontern immer gefährlich, scheiterte aber stets an Goalie Gerahn. Adam nutzte dann einen Abpraller von hinter der Bande zum 2:1 (16.). Der vorhergehende Schuss ging deutlich vorbei und kam auf der anderen Seite des Tores wieder raus, keine Chance für Derigs, der nicht so schnell auf die andere Seite kam.

Marco Hellwig hatte danach noch zwei richtig gute Möglichkeiten zum Ausgleich, scheiterte jedoch auch wieder am Kölner Keeper. Danach verletzte sich Jerome Bonin, der hinter dem eigenen Tor unglücklich wegrutschte und in die Bande stürzte. Für ihn war das Spiel beendet und Uedesheim schwamm in den letzten 90 Sekunden des ersten Drittels. Zunächst half der Pfosten noch aus, aber dann drückte Krause einen Rebound zum 3:1 ins Tor (20.). Adam eröffnete das Mitteldrittel mit einem Kracher an den Pfosten, die Folgeminuten gehörten aber den Gästen. Scheu kam nicht an Gerahn vorbei, als er nach feinem Pass von Hellwig alleine auf den Keeper zulaufen konnte. Erneut in Überzahl machte es Stephan Kreuzmann besser und nagelte die Kugel zum 2:3 in die Maschen (29.). Den nächsten Versuch von Scheu parierte Gerahn spektakulär mit seiner Maske, aber die Chiefs blieben jetzt am Drücker und wurden durch den 3:3 Ausgleich von Hellwig belohnt (32.).

Köln reagierte mit einem Torwartwechsel und brachte mit Marc Baumgarth einen weiteren Ex-Uedesheimer, der seinen Kasten mit guter Leistung lange sauber halten konnte. Linke und immer wieder Kreuzmann konnten ihn vorerst nicht bezwingen, dafür fand auf der anderen Seite ein Schuss von Adam durch Freund und Feind hindurch seinen Weg ins Tor. Das 4:3 (35.) war auch der Spielstand nach dem 2. Drittel. Im Schlussabschnitt ging das Spiel weiter hin und her, Köln traf zunächst den Pfosten und schaffte dann durch Marke (5:3 / Überzahl / 51.) und Adam (6:3) die vermeintliche Vorentscheidung. Der letzte Treffer wurde allerdings per Hand erzielt, was die Schiris aber trotz heftiger Beschwerden anders sahen. Mit der letzten Verzweiflung warf Uedesheim danach nochmal alles nach vorne, doch „Baumi“ wollte gegen seine Ex-Kollegen zunächst nichts zulassen. Kreuzmann sorgte mit dem 6:4 fünf Minuten vor Schluss nochmal für Hoffnung. Die heiße Schlussphase wurde durch einen üblen Stockstich von Adam eingeleitet, der das Spiel für Robert Linke beendete und der auch ungestraft blieb.

Trotzdem blieben die Chiefs auf dem Feld cool, nahmen Derigs aus dem Tor und Scheu brachte seine Mannschaft 29 Sekunden vor dem Ende nochmal in Schlagdistanz (6:5 / 60.). Derigs blieb weiter auf der Bank, eine Chance hatte Uedesheim noch, aber Baumgarth sagte nein und gewann das Spiel damit für die Rheinos. Enttäuscht und hadernd mit den Unparteiischen rollten die Uedesheimer in die Kabine. „Im großen und ganzen bin ich zufrieden“, meinte Marcel Mörsch nach der Partie. „Es ist halt schade, wenn du eine gute Leistung bringst, die Chancen hast und dann doch nichts Zählbares mitnimmst. Unsere Taktik ist fast aufgegangen, wir haben nur wenige kleine Fehler gemacht, die hat Köln sofort bestraft. Unter dem Strich hätte es auch anders laufen können, wenn wir ein paar mehr von unseren guten Chancen genutzt hätten.“ Ein freies Wochenende bleibt den Chiefs nun vor dem Heimspiel gegen Krefeld. „Ich hoffe, dass Jerome bis dahin wieder fit ist. Wir sind auf einem guten Weg und finden immer besser zusammen, das zeigt auch das Ergebnis heute. Mit dieser Leistung kann ich versprechen, das es Krefeld bei uns sehr schwer haben wird.“

PM: Chiefs

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