Uedesheim. (MR) An diesem Doppelspieltag-Wochenende wollten die Chiefs sonntags an den Sieg vom Vortag (11:7 gegen Rostock) anknüpfen, doch die Duisburg Ducks hatten etwas dagegen.

Trotz akrobatischer Einlage war hier Oliver Derigs geschlagen
Trotz akrobatischer Einlage war hier Oliver Derigs geschlagen


Das gesamte Spiel über hatten beide Teams immer wieder Probleme, den stark springenden Spielball unter Kontrolle zu bekommen. Beide Teams schießen zunächst sich selbst und die Goalies warm, wobei die Gastgeber mehr Spielanteile hatten, was sie in der ersten Strafe des Spiels dann auch in einen Treffer ummünzen konnten (Robert Linke, 9.). Einen dummen Wechselfehler der Chiefs und die daraus resultierende Strafe nutzten die Ducks kurz vor dem Ablauf der Strafzeit (19.), doch Benni Meschke hatte postwendend die richtige Antwort (20.). Den Start ins Mitteldrittel hat Duisburgs Goalie René Hippler definitiv nicht verschlafen, sonst hätte Marco Hellwig ihn vom ersten Bully weg tunnelnd überraschen können. Besser machte es Robert Linke aus Zuspiel von Mike Höffgen in Überzahl (23.), und die Chiefs schienen auf Kurs „Punktgewinn“ zu sein. Doch die Gäste wurden stärker und konsequenter. Zwar konnten sie zunächst eine Überzahl nicht nutzen, kamen aber kurz vor der Sirene mit einem Mann mehr auf dem Feld zum Anschlusstreffer (Patrick Schmitz, 39.), was die Gastgeber bis zur Pause nicht mehr beantworten konnten.

Zweikampf zwischen Marco Hellwig und Christoph Clemens
Zweikampf zwischen Marco Hellwig und Christoph Clemens

Im dritten Durchgang dann wurde es etwas unübersichtlich: zunächst ließ Sascha Drehmann seinen Gegenspieler über das Knie aussteigen, was ihm eine 5-minütige Auszeit bescherte; der Gefoulte Kevin Wilson war allerdings über dieses unnötige wie üble Foul derart erbost, dass er dem lautstark nachgab und prompt auf der Strafbank weiterwüten durfte. Sein Team jedoch bestrafte das Foul auf seine Weise – ganze drei Male durfte Chiefs Keeper Olli Derigs den Ball aus den Maschen fischen, während seine Vorderleute gegen die lange Unterzahl zu überstehen versuchten (3:3 Paul Fiedler, 46.; 3:4 Fabian Lenz, 48.; 3:5 Dominik Müller, 49.). Endlich wieder komplett agierend, setzte Linke das Spielgerät satt neben das Tor, der Gegenzug im 2 auf 1 ließ Derigs erneut keine Chance (André Petry, 50.). Hellwig und Höffgen mühten sich weiter mit dem Ball ab, der heute ein Eigenleben zu haben schien.

Paul Fiedler dreht nach einem Treffer jubelnd ab
Paul Fiedler dreht nach einem Treffer jubelnd ab

Erst eine weitere Hinausstellung, diesmal auf Seiten der Gäste, brachte wieder etwas Zählbares auf die Uhr, diesmal hatten Linke und Höffgen nur 60 Sekunden benötigt (53.). Als Sebastian Schreiber die Chiefs auf 5:6 heranschoss, standen noch genau zwei Minuten auf der Spielzeituhr – sollte hier doch noch etwas gehen? Nach einem Big Save gegen Fiedler hatte auf der Gegenseite Sascha Drehmann auch nicht mehr Glück. Besser machte es Duisburgs Lars Neuhausen, der den alten Zwei-Tore-Abstand wieder herstellt. Uedesheim setzte daraufhin bereits beim Mittelbully alles auf eine Karte und den Goalie auf die Bank – allein es sollte nichts mehr gelingen, auch den Gästen blieb der leichte Treffer ins verwaiste Tor versagt.

Damit schafften die Duisburg Ducks den Sprung auf Platz 4 in der Tabelle, während Uedesheim noch immer einen Punkt hinter dem ersehnten 8. Platz hängt.

Weitere Bilder vom Spiel by Detlef Ross: http://bit.ly/18vR46z

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