Wölfe messen sich fortan u.a. mit Köln, Augsburg, Iserlohn und  gehören zu den zwölf Top-Teams Deutschlands 

Nicht nur Top-Scorer Tim Bernhard (links) und Matthias Rothhammer freuen sich über den Aufstieg des IHC Atting. Foto: Bauer
Nicht nur Top-Scorer Tim Bernhard (links) und Matthias Rothhammer freuen sich über den Aufstieg des IHC Atting. Foto: Bauer

(mb) Ein eigentlich unspektakuläres E-Mail an den ISHD-Spielleiter Carsten Arndt bedeutet für den IHC Atting Großes. Fristgerecht wurde am Dienstag beim Verband bestätigt, dass der Club sein Aufstiegsrecht in die 1. Skaterhockey-Bundesliga wahrnimmt.

Die ISHD bestätigte umgehend den Eingang. Die Wölfe kehren damit nach zwei Jahren in den elitären Kreis von Deutschlands besten Skaterhockey-Teams zurück. Dieser Kreis ist sogar noch elitärer geworden, denn seit zwei Jahren ist die Liga eingleisig und besteht nun aus zwölf Mannschaften. Als die Wölfe 2010 und 2011 schon einmal in der höchsten Klasse aktiv waren, war die Liga noch zweigeteilt.

„Der Aufstieg in die eingleisige 1. Bundesliga ist für den Verein der größte Erfolg der Vereinsgeschichte“, sag 1. Vorsitzender Bernd Maier. „Ein Teil der Elitemannschaften von Deutschland zu sein, ist für den Gesamtverein eine sehr große Ehre und belohnt uns für die jahrelange intensive Arbeit. Auch für unseren Nachwuchs und potentiellen Nachwuchs ist es eine enorme Motivation in einem Club zu spielen, der mit der 1. Mannschaft in Deutschlands Top-Liga spielt.“

Schon im Dezember messen sich Jugend und Junioren bei der Endrunde um die deutsche Meisterschaft mit den besten Nachwuchsteams Deutschlands – dann aber nur in Turnierform. „Vielleicht bekommt jeder einzelne begabte Nachwuchsspieler eines Tages die Chance für den IHC in ganz Deutschland unterwegs zu sein“, hofft Maier.

Nicht zu vergessen sei auch die Bedeutung der Teilnahme für die Heimatgemeinde Atting. „Ich bin mir sicher jeder Bürger unserer Gemeinde ist stolz, dass wir das kleine Dorf Atting bis weit über die Landkreis- und Bundeslandgrenzen hinaus vertreten.“

Neben den Wölfen kehren auch die Crash Eagles Kaarst in die Liga zurück. Sie sicherten sich ebenfalls am letzten Spieltag der 2. Bundesliga Nord den ersten Platz. Damit steht die Liga auch bereits, obwohl die Playoffs um die deutsche Meisterschaft noch laufen. Die Wölfe werden so viele Kilometer in einer Saison zurücklegen wie noch nie: Beinahe 12.000 Kilometer beträgt die Fahrtstrecke zu den elf Gegnern und wieder zurück – im Vorjahr in der 2. Bundesliga Süd waren es rund 7.000.

Der Großteil bewegt sich dabei zwischen 550 und 600 Kilometern. Kein Wunder, sind die meisten Erstligisten in Nordrhein-Westfalen beheimatet. Allein sieben Gegner sind aus diesem Bundesland: Iserlohn, Köln, Duisburg, Essen, Krefeld, Lüdenscheid und Uedesheim. Je ein Gegner kommt aus Niedersachsen (Bissendorf), aus Hessen (Assenheim) und auch aus Bayern (Augsburg). Der Derbygegner und aktuelle deutsche Meister Augsburg ist mit 200 Kilometern am wenigsten weit entfernt. Die weiteste Fahrt geht nach Wedemark zu den Bissendorfer Panthern mit rund 630 Kilometern.

Im Hintergrund haben die Offiziellen des Vereins schon die Arbeiten aufgenommen. Vor allem die Sponsorensuche wird nun forciert, denn nicht nur aufgrund der weiteren Fahrten braucht der Club mehr Geld. Auch Schiedsrichterkosten und Hallenmiete (mehr Heimspiele) steigen. Schon am 24. November findet die Arbeitstagung der Vereine in Duisburg statt. Auf dieser wird dann der Spielplan entworfen.

„Die Sponsorengewinnung ist eines der wichtigsten Säulen in unserem Projekt Aufstieg“, sagt Maier. Denn nur mit einer gefestigten finanziellen Basis ist es möglich, die Herausforderung 1. Bundesliga erfolgreich zu meistern. Die Vereinsführung hat bereits erste sehr gute Ideen, wie wir die Sponsorengewinnung und dessen Betreuung ausbauen und verbessern zu können.“ Einige Sponsoren haben bereits wieder zugesagt.

 

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